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The Bad Tuesdays: Das Ende der Zeit von Myers, Benjamin J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.10.2014
  • Verlag: Verlag Freies Geistesleben
eBook (ePUB)
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The Bad Tuesdays: Das Ende der Zeit

Was wird Chess tun, wenn die Zeitspirale den fünften Knoten erreicht? Es gibt so viel Schmerz in den Universen, so viel Leid, dass sie durchaus bereit ist, allem ein Ende zu bereiten. Genau das wollen die Inquisitoren. Sie bringen im letzten Moment jemanden ins Spiel, mit dem niemand gerechnet hat, am wenigsten Chess. Und da ist noch jemand, im allerletzten Moment ... Benjamin J. Myers studierte Philosophie und Psychologie an der University of Leeds, ehe er seinen Dienst als Truppenkommandant in der Royal Artillery antrat. Er arbeitet jetzt als Rechtsanwalt und hat sich auf Strafverteidigung und Menschenrechte spezialisiert. Er geht gern angeln und zelten, spielt Wasserpolo und Klavier. Mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt er in North Chesire. Schon in seiner Jugend wollte er Schriftsteller werden. Filme, Abenteuergeschichten, Science-Fiction und Fantasy faszinierten ihn. Sein besonderes Interesse gilt der Frage, warum Menschen so handeln, wie sie es tun: Ist es gerechtfertigt, aus falschen Gründen etwas Gutes zu tun? Und ist es in Ordnung etwas Schlechtes zu tun, um etwas Gutes zu erreichen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 406
    Erscheinungsdatum: 20.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783772540967
    Verlag: Verlag Freies Geistesleben
    Serie: The Bad Tuesdays Bd.6
    Originaltitel: The Bad Tuesdays: The Spiral Horizon
    Größe: 2212 kBytes
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The Bad Tuesdays: Das Ende der Zeit

KAPITEL 1

Das Licht des späten Winternachmittags erstarb in dem verdreckten Glas der Kuppel. Nur ein bleiches Schimmern sickerte durch und warf trübe Flecken auf den Betonboden. Das Hämmern ihrer Stiefelabsätze hallte wider, als das Mädchen die dämmrige Eingangshalle des alten Busdepots betrat. Körper bewegten sich in dem schwachen Licht. Ein Holzstock kratzte über den Boden, jemand hustete, und dann waren Schemen zu erkennen. Die Schemen lösten sich aus den Schatten wie Phantome - Phantome, die nach Bier und Schweiß stanken. Die Obdachlosen bewachten diesen Teil des Busdepots. Sie ließen das Mädchen mit dem rabenschwarzen Haar und den Saphiraugen passieren, denn sie kannten sie gut. Sie wussten, dass sie für das Komitee arbeitete, und sie wussten, dass das Schwert, das sie in der Tasche auf ihrem Rücken trug, in ihren Händen eine tödliche Waffe war.

"Sie warten schon auf dich, Anna", lallte ein bärtiger Mann in einem schmierigen Regenmantel.

"Sie warten auf mein Blut", erwiderte Anna. Die Bemerkung hatte lässig klingen sollen, aber ihre Stimme wurde von der Dämmerung verschluckt. Die Penner schwiegen, während sie den kahlen Raum durchschritt, aber ihre Augen folgten ihr, bis sie durch die Tür am anderen Ende der Halle verschwunden war. Dann kehrten sie in die Schwärze der Schatten und zu ihren halb leeren Flaschen zurück.

Anna betrat einen lang gestreckten, niedrigen Raum. Er war beinahe so groß wie eine Tiefgarage, und die schmutzstarrenden Fenster waren vergittert. Als Anna das letzte Mal hier gewesen war, war ein Teil dieses Raums zu einer Krankenstation umfunktioniert gewesen und ein anderer Teil zum Wohnzimmer einer alten Dame. Jetzt standen überall Waffen und Munitionskisten herum und Behälter mit der Aufschrift: VORSICHT SPRENGSTOFF. Männer und Frauen in Kampfanzügen arbeiteten in stiller Geschäftigkeit.

"Miss Ledward?"

Anna wandte sich um und sah sich einem uniformierten Mann mit einem Klemmbrett in der Hand gegenüber. Sie nickte. "Sieht so aus, als würde das Komitee ernst machen." Wachen waren im alten Busdepot, das als Hauptquartier für das Komitee diente, ein gewohnter Anblick, aber Anna hatte noch nie so viele auf einmal gesehen und auch nicht diese Menge an Waffen.

Der Mann kaute auf seinem Tabakpriem herum. "Die Verbogene Symmetrie ist im Anmarsch", sagte er. "Uns bleibt nicht mehr viel Zeit. Wir warten noch auf Verstärkung." Er ruckte mit dem Kopf in Richtung des nächstliegenden Waffenstapels. "Wir werden ihnen einen guten Kampf liefern", sagte er stolz.

"Ganz bestimmt", nickte Anna mit mehr Begeisterung als sie empfand. Sie kannte den Feind besser als irgendjemand hier im Raum. Sie wusste, dass es mehr als Soldaten und Feuerwaffen bedurfte, um eine Attacke der Verbogenen Symmetrie zu überstehen. Aber sie wusste auch, dass der Mann, der vor ihr stand, das jetzt nicht hören musste.

"Sind Sie bereit? Für die Operation, meine ich." Der Wachmann verlagerte unbehaglich sein Gewicht von einem Fuß auf den anderen.

"Ich kann's kaum erwarten", murmelte Anna. Ihr Magen fühlte sich an, als hätte man einen Liter Kleister hineingeschüttet.

"Man hat mich gebeten zu überprüfen, ob Sie das Prä-OP-Medikament eingenommen haben, das man ihnen geschickt hat."

"Ja, ich hab's genommen." Das Medikament war vor ein paar Tagen in die Mendoza Row geliefert worden, wo sie im Augenblick wohnte: ein Paket mit einer Spritze und Anweisungen, die Flüssigkeit zwei Stunden vor der Operation zu injizieren.

Anna fühlte immer noch den Stich in ihrer Armbeuge, wo sie die Nadel in ihre Vene eingeführt hatte. Die Injektion hatte zuerst ihren Arm und dann ihren ganzen Körper gefühllos gemacht. Aber ihr Herz wurde fest umkrallt von dem Gedanken daran, was jetzt passieren würde

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