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The Chosen. Was uns blieb Band 3 von Sara, Pia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2015
  • Verlag: Oetinger34
eBook (ePUB)
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The Chosen. Was uns blieb

Jeanne wächst über sich hinaus. Ein Leben ohne Ian ist für Jeanne sinnlos und all ihre Hoffnungen sind zerstört, seitdem sie mit ihren Brüdern bei den Biosphärianern gefangen ist. Die Aussicht auf ein Leben auf der Biosphäre 5 ist für sie schlimmer als der Tod. Allein Dakar scheint noch einen Zugang zu ihr zu finden. Auch er lebte früher auf der Erde und kann Jeannes Ängste nur zu gut verstehen. Doch Jeanne hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist bereit, alles zu riskieren, um sich und ihre Brüder zu retten. The Chosen - Das packende Finale über den Kampf ums Überleben, die Sehnsucht nach Freiheit und die ganz große Liebe. Temporeich und absolut spannend! Pia Sara wurde 1996 in Nürnberg geboren. 2014 erlangte sie die allgemeine Hochschulreife. Im Moment studiert sie an der Universität Regensburg Anglistik (englische Literatur und Kulturwissenschaft) im ersten Semester. Richtig glücklich ist sie, wenn sie als Backpacker mit ihrer Schwester durch einsame Gegenden wandert und für Tage keinen anderen Menschen sieht. Dabei hat sie immer einen Stift und ein Notizbuch, damit sie einzelne Verse aufschreiben kann, die ihr durch den Kopf gehen. Außerdem liebt sie Musik, die sie immer wieder zum Schreiben inspiriert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 01.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959279734
    Verlag: Oetinger34
    Größe: 2486 kBytes
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The Chosen. Was uns blieb

Tag 57 - Wandel der Dinge

3 . April 2151 : Der Politiker Arthur Magnussen stellt in seinem Buch "Probleme und Rettung der Menschheit" die These auf, dass zum Wohle aller immer wieder Menschenleben geopfert werden müssen. Diese Theorie veranschaulicht er an dem Beispiel des verstrahlten Osteuropas. Laut offiziellen Berichten reichen die wenigen Ernteerfolge der letzten Jahre gerade einmal, um die Überlebenden außerhalb der verstrahlten Zone zu versorgen. Kämen osteuropäische Flüchtlinge hinzu, wäre die Versorgung Mittel- und Westeuropas gefährdet.

Drei Wochen nach Veröffentlichung des Buches werden sämtliche Evakuierungsmaßnahmen von Seiten der Siegermächte eingestellt.

Etwas ist anders heute. Es fühlt sich so an, als hätte der Nebel in meinen Gedanken sich ein wenig gelichtet. Alles ist etwas klarer, greifbarer geworden.

Das Geräusch von einer sich öffnenden Tür dringt in überraschender Klarheit an mein Ohr. Mein Herz macht einen Sprung.

Die Erleichterung, die mich durchströmt, ist immens und raubt mir für einen Moment die Luft zum Atmen.

"Du bist noch da", stoße ich atemlos hervor.

"Dachtest du, ich verlasse dich ein zweites Mal?", fragt Dad gekränkt.

"Ich hatte Angst, dass ich es mir nur eingebildet habe", gestehe ich, woraufhin er traurig lächelnd den Kopf schüttelt.

"Nein, ich bin hier ebenso gefangen wie du. Ich gehe so schnell nirgendwohin."

"Es ist so lange her", sage ich plötzlich scheu, als er sich an das Bett setzt und meine Hand in seine nimmt.

"Ich weiß", antwortet er. "Hoffentlich nicht zu lange."

"Ich denke nicht. Aber was um Himmels willen machst du hier?"

"Ich habe mich damals freiwillig gemeldet."

"Was?", frage ich verwirrt.

Er erstarrt. "Sie hat es dir nie erzählt?"

"Wer?"

"Sie hat es dir nie erzählt", wiederholt er und schüttelt langsam den Kopf. "Gott, sie hat es dir nie erzählt."

"Was, Dad? Was hat sie mir nicht erzählt? Meinst du Mum?"

Er seufzt. "Was weißt du noch von damals, als wir in die Siedlung gegangen sind?"

"Keine Ahnung. Ich weiß bloß, dass die Biosphärianer uns in die Siedlung gebracht haben und dass du in den Osten gegangen bist."

"In den Osten?", hakt er nach. "Ist es das, was sie euch erzählt haben?"

"Ich verstehe nicht", stammele ich.

"Der Osten ist verstrahlt, Jeanne. Niemand kann im Osten überleben. Niemand."

"Aber ..."

"Wir sind alle auf die Biosphäre gegangen, Jeanne. Jeder Einzelne von denen, die angeblich in den Osten gegangen sind, ist auf einer der Biosphärestationen gelandet oder wurde auf ein Hovercraft geschickt."

"Aber warum?"

"Weil sie uns keine andere Wahl gelassen haben. Wir hatten weder Wasser noch Nahrung. Sie haben uns beides versprochen, wenn ein Teil der Dorfbewohner sie ins All begleitet."

Ich schlucke schwer. "Du meinst, Mikes Vater, Maries Mann und -"

"Und dreißig weitere."

Ich wende meinen Blick von ihm ab und starre an die weiße Decke. Die Zahl pulsiert durch meinen Kopf. Dreiunddreißig. Dreiunddreißig. Sie hat es mir nie erzählt.

"Wo sind die anderen?", frage ich leise.

"Das weiß ich nicht genau." Er räuspert sich. "Manche sind gestorben, andere sind auf der Biosphäre 5 ."

"Wer ist gestorben?"

"Jeanne -"

"Wer?" Ich drehe mich wieder zu ihm. Er weint.

"Mikes Vater, Tony, Kelly, Matt, Penelope, Antonio und Miriam. Zumindest sind das die, von denen ich weiß."

"Und woran sind sie gestorben?", hake ich nach.

"Tony und Kelly am Alter, der Rest hat Selbstmord begangen."

Ruckartig drehe ich mich zu ihm. "Selbstmord?"

"Nicht jeder von uns hat sich freiwillig gemeldet, Jeanne."

Ich kann nicht mehr. Das ist das Erste, was mir in den Kopf schie

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