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The Diviners - Aller Anfang ist böse Roman von Bray, Libba (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.09.2014
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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The Diviners - Aller Anfang ist böse

Sie kennt deine dunkelsten Geheimnisse... New York, 1926: Wegen eines kleinen "Zwischenfalls" wurde Evie O'Neill aus ihrer langweiligen Kleinstadt ins aufregende New York verbannt. Dort genießt sie das wilde Partyleben, bis ein seltsamer Ritualmord die Stadt erschüttert – und Evie über ihren Onkel, den Direktor des Museums für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes plötzlich mitten in den Mordermittlungen steckt. Schon bald weiß sie mehr als die Polizei. Denn Evie hat eine geheime Gabe, von der niemand wissen darf: Sie kann Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer entlocken. Doch sie hat keine Ahnung, mit welch entsetzlicher Bestie sie es zu tun bekommt ... Libba Bray ist die Autorin von mehreren Theaterstücken und einigen Kurzgeschichten. Mit ihrer Trilogie "Der geheime Zirkel" schaffte sie es auf Anhieb auf die Bestsellerliste der New York-Times und landete einen internationalen Erfolg. Für ihr Buch "Ohne. Ende. Leben." wurde sie mit dem Michael L. Printz Award ausgezeichnet. Heute lebt die in Texas aufgewachsene Autorin mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Brooklyn, New York.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 704
    Erscheinungsdatum: 23.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423425131
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Serie: dtv Junior Bd.1
    Originaltitel: The Diviners
    Größe: 2288 kBytes
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The Diviners - Aller Anfang ist böse

EIN SPÄTSOMMERABEND

In einem vornehmen Stadthaus in der gefragten Upper East Side von Manhattan herrscht Festbeleuchtung. Man feiert eine Party, die letzte in diesem Sommer. Draußen auf der Terrasse, von der man auf die hell erleuchtete Skyline der Stadt blickt, legt das Orchester gerade eine wohlverdiente Pause ein. Es ist halb elf, die Party läuft seit acht, aber schon jetzt sind die Gäste gelangweilt. Debütantinnen in modischen Abendkleidern aus pastellfarbenem Chiffon liegen wie hingegossen in den Ledersesseln, ja, wie glasierte Petits Fours, die in der Julisonne vor sich hin schmelzen. Ein großspuriger Princeton-Student will eben seine Freunde dazu überreden, mit ihm ins Greenwich Village in eine der Flüsterkneipen zu fahren, von der ihm der Freund eines Freundes erzählt hat.

Die Gastgeberin, ein hübsches und verwöhntes junges Ding, beobachtet die nervöse Unruhe ihrer Gäste mit einiger Besorgnis. Sie feiert heute ihren achtzehnten Geburtstag, und wenn sie nicht schnellstens etwas unternimmt, um diese Party von den Toten zu erwecken, wird man sich tagelang den Mund darüber zerreißen, dass es bei ihr so eintönig wie bei einem Kirchentreff gewesen ist.

Von den Toten erwecken.

Ein Wochenende zuvor hatte ihre Mutter sie genötigt, mit ihr aufs Land zu fahren und dort alle möglichen Antiquitätenläden abzuklappern - eine absolut grauenhafte Pflichtübung, allerdings nur so lange, bis sie in einem der Geschäfte auf ein altes Ouijabrett gestoßen waren. Ouijabretter sind zurzeit der letzte Schrei und Leute, die sich Medium nennen, behaupten, damit Botschaften und Warnungen von der anderen Seite empfangen zu können. Der Antiquitätenhändler hatte ihrer Mutter einen Bären aufgebunden, als er ihr erzählte, unter welch mysteriösen Umständen er an das Brett gelangt war.

"Anscheinend wird das Brett immer noch von rastlosen Geistern heimgesucht. Aber vielleicht gelingt es ja Ihnen und Ihrer Schwester, sie zu bändigen", hatte er ihr in maßloser Übertreibung geschmeichelt, was ihrer Mutter runter wie Öl gegangen war, letztlich aber dazu geführt hatte, dass sie dem Händler bei Weitem zu viel für das Teil bezahlt hatte. Nun, für diesen Fehler ihrer Mutter würde sie jetzt entschädigt werden.

Die Gastgeberin läuft eilig zum Wandschrank in der Empfangshalle und winkt das Dienstmädchen heran: "Komm, sei ein Schatz und hol das Brett da oben für mich runter."

Kopfschüttelnd tut das Mädchen, wie man ihr befiehlt. "Mit diesem Brett da sollten Sie sich lieber nicht einlassen, Miss."

"Ach, sei doch nicht albern."

Und mit einer schwungvollen Drehung eilt die Gastgeberin mit dem Brett in der Hand zurück in den Salon. "Wer von euch hat Lust, mit den Geistern in Verbindung zu treten?" Sie sagt es kichernd, um zu demonstrieren, dass sie die Sache nicht im Mindesten ernst nimmt. Schließlich ist sie ein modernes Mädchen - ein Flapper durch und durch.

Die ermatteten jungen Damen springen von ihren Sesseln auf. "Was hast du denn da? Ist das etwa ein Hexenbrett?", fragt eine von ihnen.

"Ja, ist es nicht grandios? Meine Mutter hat es mir gekauft. Angeblich wird es von Geistern heimgesucht", erwidert die Gastgeberin. Sie lacht. "Nicht, dass ich daran glauben würde." Sie platziert die herzförmige Planchette in der Mitte des Bretts. "Los, kommt, lasst uns zum Spaß etwas heraufbeschwören, ja?"

Alle scharen sich jetzt um sie. George, Studienanfänger in Yale, schiebt sich auf den Platz neben ihr. Wie oft hat sie nachts wach gelegen und sich eine Zukunft mit ihm ausgemalt. &

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