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The Loop. Das Ende der Menschlichkeit (The Loop 1) Ein nervenzerfetzender Pageturner für Fans von MAZE RUNNER und DIE TRIBUTE VON PANEM von Oliver, Ben (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.09.2020
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
8,99 €
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The Loop. Das Ende der Menschlichkeit (The Loop 1)

Jeder Tag im Loop ist die Hölle. Seit zwei Jahren sitzt Luke im Hightech-Jugendgefängnis und wartet auf seine Exekution. Eingesperrt in einer dunklen Zelle, lässt er einmal am Tag die schmerzhafte Energie-Ernte über sich ergehen, die ihm jegliche Kraft raubt. Die immergleiche Routine zerrt an seinen Nerven - bis sich alles ändert. Wachen verschwinden, Insassen nehmen sich das Leben, ein Ausbruch aus dem Loop scheint nun möglich. Doch Gerüchten zufolge kursiert draußen ein Virus, das Menschen in Killermaschinen verwandelt. Und plötzlich ist ungewiss, wo die größere Gefahr lauert ... Düster, brutal und spannend von der ersten bis zur letzten Seite - ein dystopischer Thriller, der nicht mehr aus der Hand zu legen ist.

Ben Oliver unterrichtet Englisch an der High School und schreibt seit seinem siebten Lebensjahr Geschichten. 'The Loop' ist sein Roman-Debüt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 17.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646930436
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Serie: The Loop 1
    Originaltitel: The Loop
    Größe: 1894 kBytes
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The Loop. Das Ende der Menschlichkeit (The Loop 1)

Ich bin vor dem Weckruf wach und beobachte, wie der Bildschirm aus dem gedimmten Schlafmodus hochfährt und aufleuchtet.

Die Zeitanzeige springt von 7:29 auf 7:30 Uhr. Ich spreche den Weckruf mit.

»Insasse 9-70-981. Heute ist Donnerstag, der 2. Juni. Tag 737 im Loop. Die Temperatur in deiner Zelle beträgt neunzehn ...«

»Weiter«, brumme ich, während ich die Beine aus dem Bett schwinge und aufstehe.

»Wie du wünschst. Bitte wähle dein Frühstück aus«, fordert mich Happy auf.

Ich entscheide mich für Orangensaft und Toast und drehe mich zum Bildschirm. In der linken oberen Ecke wird ein Foto von mir angezeigt. Es stammt vom Tag meiner Inhaftierung und ist einfach nur schrecklich: Ich sehe total benebelt aus und auf meiner dunklen Haut zeichnen sich diverse hellere Narben ab. Meine Nase wirkt noch größer als sonst und meine Ohren stehen ab wie die Henkel einer Tasse. Hätte ich reiche Eltern, wären diese normwidrigen Merkmale noch vor der Geburt korrigiert worden. Aber weil ich nur ein Regulärer bin, sitze ich jetzt da mit meinem Riesenzinken, den Segelohren und den Narben, die ich mir im Laufe der Jahre zugezogen habe. Doch es ist mir egal. Mum hat immer gesagt, dass mir mein Aussehen Charakter verleiht. Unterhalb des Fotos stehen die Informationen, die mir der Monitor jeden Morgen präsentiert: Außentemperatur, Raumtemperatur, Datum und Uhrzeit und die Zahl meiner bereits abgesessenen Tage in Haft. Und dann gibt es noch zwei Countdowns: Der eine zählt die Tage bis zu meiner Hinrichtung, der andere die Tage bis zu meinem nächsten Aufschub (sie liegen vierundzwanzig Stunden auseinander).

Die Klappe unter dem Monitor öffnet sich und mein Frühstückstablett gleitet auf den kleinen Metalltisch.

Der Toast ist so trocken, dass ich ihn kaum hinunterbekomme. Als ich fertig bin, stelle ich das Tablett in das Fach, aus dem es herausgekommen ist, und sofort wird es auf einem Fließband fortgeschafft.

Wieder meldet sich Happy. »Insasse 9-70-981, heute ist Donnerstag, du bekommst eine frische Uniform.«

»Okay«, murmele ich, öffne den Klettverschluss meines weißen Gefängnis-Overalls und streife die Schuhe ab. Dann ziehe ich die fürchterlich steifen und kratzigen Knast-Boxershorts aus und lege das Kleiderbündel auf das Tablett, das auf dem Fließband vorbeisirrt. Die Schmutzwäsche verschwindet und ich stehe nackt in meiner Zelle und warte. Sekunden später gleiten die frischen Klamotten herbei - sauber gefaltet, aber genauso steif und kratzig wie die alten.

Ich lege die Sachen aufs Bett und ziehe nur die Extra-Shorts an, um die ich gebeten hatte und die mir bewilligt worden waren, weil sie zur Gefängnisuniform gehören. Dann beginne ich mit meinem Work-out. Liegestütz, Sit-ups, Kniebeugen, Klimmzüge im Türrahmen und diverse Variationen davon, bis mir der Schweiß herunterläuft und ich völlig außer Atem bin. Normalerweise höre ich nach einer Stunde auf, aber heute mache ich wie besessen weiter. Ich will dem Schmerz entkommen, der hartnäckig versucht, mich zu packen. Noch eine Runde. Und noch eine. Liegestütz, Sit-ups, Kniebeugen, Klimmzüge. Ich treibe mich an, bis einfach nichts mehr geht und meine Muskeln brennen wie Feuer.

Erst als ich keuchend auf dem Boden liege, lasse ich mich vom Schmerz mitreißen.

Maddox ist weg.

Allmählich akzeptiere ich diese Tatsache. Lasse sie erst wie eine riesige Welle über mich hinwegschwappen und dann sacken.

Schließlich schleppe ich mich zu meinem kleinen Waschbecken, wasche mich und trockne mich ab. Dann steige ich in die frische Gefängnisuniform.

»Insasse 9-70-981«, meldet sich Happy, »mach dich bereit für die tägliche Ansprache von Mr Galen Rye, Oberwächter der Region 86.«

»Kanns gar nicht erwarten«, knurre ich, setze mich auf mein Bett und starre den Monitor an.

Überall in der Stadt und in den angrenzenden Siedlungen werden die Werbespots auf den H

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