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The Promise - Der goldene Hof von Mead, Richelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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The Promise - Der goldene Hof

Ich hatte nie vorgehabt, das Leben einer anderen zu stehlen. Wirklich. Schließlich war ich jung, gesund und klug. Sicher, mein Titel hätte noch ein bisschen glanzvoller sein können, wenn das Vermögen meiner Familie nicht dahingeschmolzen wäre, aber das ließ sich leicht in Ordnung bringen. Ich musste mich lediglich gut verheiraten. Und da fingen meine Probleme an. Elizabeth steht nach dem Tod ihrer adligen Eltern vor dem finanziellen Ruin. Entsprechend sind die Anwärter, die bereit sind, sie zu heiraten, entweder uninteressant, unattraktiv oder beides. Doch als eine der Bediensteten Besuch von dem jungen und gut aussehenden Cedric bekommt, der sie für den 'Goldenen Hof' anwerben will, wittert sie ihre Chance. Dort werden nämlich hübsche, aber gewöhnliche Mädchen zu echten Damen ausgebildet, die im aufstrebenden Nachbarland Adoria an den Mann gebracht werden. Kurzerhand nimmt Elizabeth den Platz der Bediensteten ein und gelangt so in die Ausbildung am Goldenen Hof. Doch schnell wird klar, dass sie nicht erst nach Adoria reisen muss, um ihren Traummann zu finden. Denn zwischen ihr und Cedric knistert es gewaltig ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 586
    Erscheinungsdatum: 29.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732549283
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1033 kBytes
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The Promise - Der goldene Hof

Kapitel 1

I ch hatte nie vorgehabt, das Leben einer anderen zu stehlen. Wirklich, auf den ersten Blick hätte man nicht geglaubt, dass mit meinem alten Leben etwas nicht stimmte. Ich war jung und gesund. Ich hielt mich für klug. Ich gehörte einer der nobelsten Familien in Osfrid an, einer Familie, die von den Gründern des Landes abstammte. Sicher, mein Titel hätte noch ein bisschen glanzvoller sein können, wenn das Vermögen meiner Familie nicht dahingeschmolzen wäre, aber das ließ sich leicht in Ordnung bringen. Ich musste mich lediglich gut verheiraten.

Und da fingen meine Probleme an.

Die meisten Aristokraten bewunderten eine Nachfahrin von Rupert, dem Ersten Grafen von Rothford, dem großen Helden Osfrids. Vor Jahrhunderten hatte er dazu beigetragen, den Ureinwohnern dieses Land zu entreißen und damit die große Nation geschaffen, derer wir uns heute erfreuten. Aber nur wenige Adlige bewunderten meine fehlenden Mittel, vor allem in diesen Zeiten. Andere Familien hatten selbst mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, und ein hübsches Gesicht mit einem hochrangigen Titel bot nicht mehr den gleichen Anreiz, den es früher vielleicht geboten hätte.

Ich brauchte ein Wunder, und zwar schnell.

"Liebes, ein Wunder ist geschehen."

Den Kopf voller düsterer Gedanken hatte ich im Ballsaal auf die samtene Prägetapete gestarrt. Jetzt blinzelte ich und wandte mich wieder dem lärmenden Fest und meiner näher kommenden Großmutter zu. Obwohl ihr Gesicht voller Falten und ihr Haar schneeweiß war, machten die Leute ständig Bemerkungen darüber, was für eine attraktive Frau Lady Alice Witmore war. Ich war derselben Meinung, obwohl ich den Eindruck hatte, dass sie in den Jahren, seit meine Eltern gestorben waren, stärker gealtert war. Doch jetzt gerade leuchtete ihr Gesicht, wie ich es seit Langem nicht mehr gesehen hatte.

"Und wie, Großmama?"

"Es gibt einen Bewerber. Einen Bewerber. Er ist alles, was wir uns erhofft haben. Jung. Ein beträchtliches Vermögen. Und seine Familie ist so glanzvoll wie unsere."

Letzteres überraschte mich. Mit dem Stammbaum des hochverehrten Rupert ließ sich fast nichts vergleichen. "Bist du sicher?"

"Aber gewiss. Er ist dein ... Cousin."

Es kam nicht oft vor, dass es mir die Sprache verschlug. Einen Moment lang fiel mir nur mein Cousin Peter ein. Etwa doppelt so alt wie ich - und verheiratet. Nach der Erbfolgeregelung würde der Rothford-Titel an ihn übergehen, falls ich kinderlos starb. Wann immer er in der Stadt war, kam er vorbei und erkundigte sich nach meinem Befinden.

"Welcher?", fragte ich schließlich und entspannte mich ein wenig. Der Begriff "Cousin" wurde manchmal recht großzügig verwendet, und wenn man die Stammbäume weit genug zurückverfolgte, war der halbe osfridische Adel mit der anderen Hälfte verwandt. Großmutter konnte sich auf jede Menge Männer beziehen.

"Lionel Belshire, Baron von Ashby."

Ich schüttelte den Kopf. Er war mir unbekannt.

Großmutter hakte sich bei mir unter und zog mich auf die gegenüberliegende Seite des Ballsaals, wobei sie sich an einigen der einflussreichsten Personen der Stadt vorbeischlängelte. Sie waren in Samt und Seide gehüllt und hatten sich mit Perlen und Edelsteinen geschmückt. Überall an der Decke hingen Kristalllüster - als ob unser Gastgeber die Sterne übertreffen wollte. So lebte die Aristokratie von Osfro.

"Seine Großmutter und ich waren früher Hofdamen bei der Herzogin von Samford. Leider ist er nur ein Baron." Großmama beugte ihren Kopf zu mir, damit sie leiser sprechen konnte. Das perlenbesetzte Cape, das sie trug, war tadellos, aber seit mindestens zwei Jahren unmodern. Sie gab unser Geld aus, um mich einzukleiden. "Aber er ist trotzdem von sehr guter Herkunft. Er stammt von einem von Ruperts unbedeutenderen Söhnen ab, obwohl es da ein Gerücht gab, dass Rupert vielleicht nicht s

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