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Throne of Glass 1 - Die Erwählte Roman von Maas, Sarah J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.08.2013
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
eBook (ePUB)
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Throne of Glass 1 - Die Erwählte

Jetzt im Taschenbuch Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses - und es ist da, um zu töten.

Bereits mit 16 schrieb Sarah J. Maas den ersten Entwurf ihrer Erfolgsreihe >Throne of Glass<. Ihre Bücher wurden in 36 Sprachen übersetzt. Sie lebt mit ihrer Familie in Pennsylvania.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 23.08.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783423421447
    Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
    Originaltitel: Throne of Glass
    Größe: 1161 kBytes
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Throne of Glass 1 - Die Erwählte

1

Nach einem Jahr Sklavenarbeit in den Salzminen von Endovier hatte Celaena Sardothien sich daran gewöhnt, dass sie überallhin mit Waffengewalt und in Ketten gebracht wurde. So behandelte man fast alle der Tausenden von Sklaven in Endovier - Celaena wurde auf dem Weg in die Minen und zurück allerdings immer von sechs zusätzlichen Wachen begleitet. Doch das war für Adarlans berüchtigtste Assassinin keine Überraschung. Sehr wohl eine Überraschung war jedoch der schwarz gekleidete Mann, der nun an ihrer Seite ging und dessen Gesicht unter einer Kapuze verborgen war.

Er hielt sie am Arm gepackt, als er sie durch das helle, glänzende Gebäude führte, in dem die meisten Beamten und Aufseher von Endovier untergebracht waren. Sie gingen Flure entlang, stiegen Treppen hinauf und bogen so oft um die Ecke, bis Celaena absolut keine Chance mehr hatte, allein wieder hinauszufinden.

Zumindest war das wohl die Absicht ihres Bewachers, denn sie hatte es natürlich jedes Mal bemerkt, wenn sie innerhalb weniger Minuten dieselbe Treppe hinauf- und wieder hinuntergestiegen waren. Auch war ihr aufgefallen, dass sie zwischen den Stockwerken im Zickzack liefen, obwohl die Flure und Treppenhäuser in einem regelmäßigen Raster angeordnet waren. Als würde sie so leicht die Orientierung verlieren. Hätte er sich nicht solche Mühe gegeben, wäre sie fast beleidigt gewesen.

Sie betraten einen besonders langen Flur, in dem bis auf ihre Schritte Stille herrschte. Der Mann, der sie am Arm festhielt, war groß und durchtrainiert, sein Gesicht unter der Kapuze auch jetzt nicht zu erkennen. Sicher ein weiterer Versuch, sie einzuschüchtern und zu verwirren. Die schwarze Kleidung gehörte wahrscheinlich ebenfalls dazu. Er drehte den Kopf in ihre Richtung und Celaena grinste ihn an. Als er wieder nach vorn sah, wurde sein eiserner Griff fester.

Irgendwie fühlte sie sich geschmeichelt, auch wenn sie keinen blassen Schimmer hatte, was das hier sollte und warum der Mann vor dem Minenschacht bei den sechs Wachen auf sie gewartet hatte. Nach einem ganzen Tag Steinsalzklopfen im Inneren des Berges war ihre Laune bei seinem Anblick nicht gerade besser geworden. Aber als er sich ihrem Aufseher als Chaol Westfall, Captain der königlichen Leibgarde, vorgestellt hatte, war sie hellhörig geworden, und plötzlich war der Himmel drohend näher gerückt, die Berge hatten sich an sie herangeschoben und sogar die Erde schien sich emporzuwölben. Sie hatte schon lange keine Angst mehr gespürt, hatte sich nicht erlaubt, Angst zu spüren. Jeden Morgen beim Aufwachen wiederholte sie denselben Satz: Ich werde keine Angst haben. Ein Jahr lang hatten diese Worte den Unterschied zwischen Leben und Tod ausgemacht, sie hatten sie davor bewahrt, in der Dunkelheit der Minen kaputtzugehen. Nicht, dass sie dem Captain irgendetwas davon verraten würde.

Celaena betrachtete die behandschuhte Hand, die ihren Arm hielt. Das Leder war beinahe genauso dunkel wie ihre verdreckte Haut.

Mit ihrer freien Hand zog sie ihren zerrissenen, schmutzigen Kittel zurecht und unterdrückte einen Seufzer. Da sie vor Sonnenaufgang in die Minen ging und erst nach der Abenddämmerung wieder herauskam, sah sie nur selten die Sonne. Unter dem Dreck war sie furchtbar blass. Früher war sie einmal attraktiv gewesen, sogar schön - aber das war jetzt wohl nicht mehr so wichtig.

Als sie in den nächsten Flur einbogen, betrachtete Celaena eingehend das kunstvoll gefertigte Schwert ihres Bewachers. Der schimmernde Griff hatte die Form eines fliegenden Adlers. Als der Unbekannte ihren Blick bemerkte, ließ er seine behandschuhte Hand auf den goldenen Adlerkopf sinken. Wieder zuckte ein Grinsen in ihren Mundwinkeln.

»Ihr habt Euch weit von Rifthold entfernt, Captain«, sagte sie und räusperte sich. »Seid Ihr mit dem Heer gekommen, das ich heute Morgen herumpoltern gehört habe?« Sie spähte in das Dunkel unter der Kapuz

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