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Tristan Treuherz - Ein Ritter, ein Schatz und ein Abenteuer mit Isolde von Wich, Henriette (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2018
  • Verlag: Carlsen
eBook (ePUB)
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Tristan Treuherz - Ein Ritter, ein Schatz und ein Abenteuer mit Isolde

Ein Ritter ohne Furcht und Tadel, ein großes Abenteuer zwischen den Zeiten! Tristan stammt aus dem Mittelalter. Aber wegen eines Fehlers spukt der Knappe seit 777 Jahren als Geist auf Burg Adlerstein. In dieser Burg – inzwischen eine Ruine – testet der Erfinder Professor Neufeld ein Teleportier-Gerät. Der Versuch schlägt fehl, stattdessen landet Tristan in der modernen Welt, als Mensch aus Fleisch und Blut! Zum Glück hat der Professor eine Tochter namens Isolde, die sich des kühnen Knappen annimmt. So beginnt eine tolle Freundschaft und ein großes Abenteuer – samt Zeitreisen, Schatzsuche und Bösewicht! Henriette Wich wurde 1970 in Landshut geboren und war schon als Kind eine Leseratte. Nach ihrem Studium der Germanistik und Philosophie in Regensburg arbeitete sie sechs Jahre als Lektorin in einem Kinderbuchverlag. Seit Sommer 2000 ist Henriette Wich freie Autorin für Kinder und Jugendliche. Sie lebt mit ihrer Familie in Regensburg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 28.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646922455
    Verlag: Carlsen
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Tristan Treuherz - Ein Ritter, ein Schatz und ein Abenteuer mit Isolde

T ristan Treuherz blieb wie erstarrt stehen. Ein tosender Donner rollte über Burg Adlerstein hinweg. Doch das war es nicht, was ihn aufgeschreckt hatte. Angestrengt starrte er in die Finsternis - die Hand am Schwertgriff, die Muskeln zum Zerreißen gespannt.

War das eben ein leises Klirren gewesen? Von jemandem, der sich im Kettenhemd bewegte? Dort draußen auf der Wehrmauer, hinter der Turmöffnung, auf die er gerade zuschlich?

Er wartete, bis der Donner verhallt war, und lauschte angestrengt. Doch er hörte nur den Regen, der auf das verwitterte Mauerwerk prasselte. Und die Schritte seiner Verfolger, noch ziemlich weit unten im Turm. Aber sie kamen schnell näher.

Tristan nickte zufrieden. Die Sache lief wie am Schnürchen. Nach 777 Jahren hatte er endlich eine echte Chance, während der Vollmondnacht alle drei seiner Gegner zu besiegen. Mit ein bisschen Glück war der albtraumhafte Spuk ab heute auf immer vorbei.

Er riss sich aus seinen Gedanken, denn jetzt konnte er den keuchenden Atem seiner Verfolger schon deutlicher hören. Er musste weiter, den Köder für die verschiedenen Fallen spielen, die er zu Beginn der Geisterstunde vorbereitet hatte.

Entschlossen schritt er auf die Turmöffnung zu. Doch als ein Blitz den Nachthimmel zerriss, blieb Tristan wie angewurzelt stehen. Für einen Moment war draußen auf der moosüberwachsenen Wehrmauer eine Schattengestalt im grellen Licht zu erkennen. Und die Umrisse einer zum Schlag erhobenen Streitaxt.

Dreifach verflixte Krötenkacke , stieß Tristan einen stummen Fluch aus. Hinter der nächsten Ecke lauerte einer seiner drei Gegner: Hartmann von Schwarzthal. Spitzname: Knochenspalter. Markenzeichen: besagte Streitaxt. Tristan konnte nicht mehr zählen, wie oft er in den letzten 777 Jahren schon üble Bekanntschaft mit dem Ding gemacht hatte.

Was zum Henker suchte der Knochenspalter auf einmal hier? Bis eben war Tristan davon ausgegangen, dass er Hartmann erfolgreich in den Kellergewölben abgehängt hatte.

Na, primos , dachte Tristan. Jetzt saß er selbst in der Falle. Vor ihm der Knochenspalter und hinter ihm die anderen zwei: Orok aus den Steppenlanden und Tristans Erzfeind Knut Drexel, ehemals sein Mitschüler in der Ritterschule. Der Erste zu Lebzeiten ein gefürchteter Schwertkämpfer übelster Sorte, der Zweite so abgrundtief hinterhältig, dass es auch nach Jahrhunderten einfach nicht zu fassen war.

Den Geräuschen nach zu schließen waren sie nur noch drei Treppenwindungen hinter ihm. Er musste handeln. Und zwar schnell, sonst würden sie ihn in Stücke hacken. Und dann ging in der nächsten Vollmondnacht wieder alles von vorne los.

Eine verschwommene Idee blitzte in Tristans Kopf auf. Nicht gerade ein Plan, aber besser als gar nichts. Leise zog er sein Schwert aus der Scheide. Zählte stumm bis drei. Nahm Anlauf - und warf sich mit einem Hechtsprung durch die Turmöffnung nach draußen.

In elegantem Bogen pfiff Knochenspalters Streitaxt durch die Luft. Aber seine Waffe traf ins Leere. Denn offensichtlich hatte Hartmann nicht damit gerechnet, dass sein Gegner in Schienbeinhöhe an ihm vorbeischießen würde. Genauso wenig wie Tristan damit gerechnet hatte, dass er auf dem patschnassen, moosigen Untergrund so vertrackt viel Schwung bekam. Statt wie gehofft eine halbe Schwertlänge vor Knochenspalters Plattfüßen zu stoppen und ihn mittels einer blitzschnellen Kombination aus Körperdrehung und Schwerthieb in die Knie zu zwingen, sauste er geradeaus weiter - mit dem Kopf voran auf einen Haufen Steinquader zu, die von einer eingestürzten Mauerzinne stammten.

Gleich darauf explodierte trotz Streithelm ein Feuerwerk in Tristans Schädel. Eine Sekunde lang sah er nichts als Sterne.

Stöhnend wälzte Tristan sich herum. Das war's jetzt , dachte er. Gleich würde Knochenspalters Axt auf ihn niederkrachen. Gleich war es aus und vorbei ... wied

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