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Underdogs Die Wolfe-Trilogie - Underdog/ Vorstadtfighter/ When Dogs Cry von Zusak, Markus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2019
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Underdogs

Die Wolfe-Trilogie von Markus Zusak - zum ersten Mal auf Deutsch in einem Band! Cameron und Ruben Wolfe leben am Rand der Stadt, in einer Welt der Hunderennen und illegalen Boxkämpfe. Sie sind Weltmeister darin, in eine Schlägerei zu geraten, unausgegorene Ideen zu haben und ganz allgemein sowohl Mädchen als auch ihre Eltern und die viel erfolgreicheren älteren Geschwister zu enttäuschen. Die beiden halten immer zusammen, Brüder in guten und schlechten Zeiten. Aber als sich Cameron Hals über Kopf in Rubens Freundin verliebt, wird die Stärke ihrer Beziehung auf eine Zerreißprobe gestellt. Diese Ausgabe enthält alle drei Wolfe-Romane: Underdog, Vorstadtfighter und When Dogs Cry. Der Bestsellerautor Markus Zusak hat sechs Romane geschrieben, darunter "Die Bücherdiebin" und "Der Joker". Seine von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierten Bücher sind in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Sydney.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 528
    Erscheinungsdatum: 14.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641242435
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: Die Wolfe-Trilogie 1-3
    Originaltitel: Underdog/ Vorstadtfighter/ When Dogs Cry
    Größe: 5133 kBytes
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Underdogs

1

Wir saßen gerade vor der Glotze, als wir beschlossen, den Zahnarzt auszurauben.

"Den Zahnarzt?", fragte ich meinen Bruder.

"Klar, warum nicht?", erwiderte er. "Hast du eine Ahnung, wie viel Geld so ein Zahnarzt am Tag verdient? Das ist schon fast pervers. Wenn der Premierminister ein Zahnarzt wäre, hätte der Staat keine Probleme, das kannst du mir glauben. Es gäbe keine Arbeitslosigkeit, keinen Rassismus und keine Diskriminierung. Nur einen Haufen Geld."

"Klar, warum nicht?", erwiderte er. "Hast du eine Ahnung, wie viel Geld so ein Zahnarzt am Tag verdient? Das ist schon fast pervers. Wenn der Premierminister ein Zahnarzt wäre, hätte der Staat keine Probleme, das kannst du mir glauben. Es gäbe keine Arbeitslosigkeit, keinen Rassismus und keine Diskriminierung. Nur einen Haufen Geld."

"Ja."

Ich stimmte meinem Bruder Ruben nur zu, um ihn glücklich zu machen. Dabei spielte er sich mal wieder maßlos auf. Das war einer seiner schlimmsten Fehler.

Der Überfall war eine Tatsache. Aber es gab noch eine zweite.

Die zweite Tatsache war, dass wir zwar beschlossen hatten, unserem Zahnarzt eins über den Schädel zu ziehen und ihn auszurauben, dass wir es aber niemals tun würden. Bislang hatten wir in diesem Jahr schon die Bäckerei überfallen wollen, den Obst- und Gemüseladen, das Haushaltswarengeschäft, die Imbissbude und den Optiker. Nichts davon ist jemals wahr geworden.

"Und diesmal meine ich es ernst." Rube beugte sich vor. Er muss mir angesehen haben, was ich dachte.

Wir würden niemanden ausrauben.

Wir waren hoffnungslos.

Hoffnungslos, bemitleidenswert und zum Kopfschütteln erbärmlich.

Ich war gerade aus meinem Job, bei dem ich zweimal in der Woche Zeitungen ausgetragen hatte, gefeuert worden, nachdem ich ein Küchenfenster eingeschlagen hatte. Es war nicht einmal ein besonders harter Wurf gewesen. Es passierte einfach. Das Fenster stand halb offen, ich warf die Zeitung, und krach! Das Ding flog durch das Glas. Der Typ kam aus dem Haus gerannt und schäumte vor Wut. Er hat mich mit den wüstesten Beschimpfungen überschüttet, während ich nur dastand mit diesen blöden Tränen in den Augen. Den Job war ich los. Ich hätte es wissen müssen - ich kann nichts richtig machen.

Mein Name ist Cameron Wolfe.

Ich wohne in der Stadt.

Ich gehe in die Schule.

Ich bin nicht beliebt bei den Mädchen.

Ich bin eigentlich ganz clever.

Ich bin eigentlich gar nicht clever.

Ich habe dickes, pelziges Haar, das zwar nicht besonders lang ist, aber immer unordentlich aussieht und ständig in alle Richtungen absteht, egal wie sehr ich mich auch bemühe, es glatt zu bürsten.

Mein älterer Bruder Ruben bringt mich unentwegt in Schwierigkeiten.

Ich bringe Rube in mindestens ebenso viele Schwierigkeiten wie er mich.

Ich habe noch einen Bruder, Steve, der älteste von uns. Steve ist der Sonnenschein bei uns in der Familie. Er hatte schon ein paar Freundinnen und hat einen richtig guten Job. Er ist derjenige von uns, den die Leute mögen. Und zu allem Überfluss ist er auch noch ein ziemlich guter Rugbyspieler.

Ich habe auch eine Schwester namens Sarah, die ständig mit ihrem Freund auf dem Sofa sitzt und sich von ihm seine Zunge in den Hals stecken lässt, wann immer es irgend möglich ist. Sarah ist die Zweitälteste.

Ich habe einen Vater, der Rube und mir ständig sagt, dass wir uns waschen sollen, denn er hält uns für schmutzig und behauptet, dass wir wie wilde Tiere stinken würden, die sich im Schlamm gesuhlt hätten.

("Ich stinke nicht, verdammt noch mal!", schreie ich ihn an. "Und ich dusche mich regelmäßig, verdammt!"

"Hast du schon mal was von Seife gehört? ... Ich war auch mal so alt wie du und ich weiß, wie dreckig Jungs in deinem Alter sind."

"Ach, tatsächlich?"

"Aber sicher. Ansonsten würde ich es nicht sagen."

Es

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