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V is for Virgin von Oram, Kelly (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.05.2020
  • Verlag: Parkstone-International
eBook (ePUB)
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V is for Virgin

Val Jensen wird von ihrem Freund verlassen - weil sie mit dem Sex bis zur Ehe warten will. Als ihre Geschichte über YouTube viral geht, wird sie unter dem Namen Virgin Val landesweit bekannt. Das Chaos scheint perfekt, als schließlich Rockstar Kyle Hamilton vor ihr steht: Der Sänger der Boyband Tralse hat es sich nämlich zum persönlichen Ziel gemacht, sie zu verführen. Womit Kyle allerdings nicht gerechnet hätte: Val bereitet ihm ganz schönes Herzklopfen ...

Kelly Oram schrieb mit 15 Jahren ihre erste Kurzgeschichte - eine Fan Fiction über ihre Lieblingsband, die Backstreet Boys, womit ihre Familie sie heute noch aufzieht. Sie ist süchtig nach Büchern, redet gern und viel und liebt Zuckerguss. Mit Cinder & Ella feierte sie bei ONE einen Überraschungserfolg. Sie lebt mit ihrem Mann, vier Kindern und einer Katze am Rande von Phoenix, Arizona.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 336
    Erscheinungsdatum: 29.05.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732585694
    Verlag: Parkstone-International
    Originaltitel: V is for Virgin
    Größe: 1235 kBytes
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V is for Virgin


1
Das Gespräch

Ich wusste, dass es so kommen würde. Als Zach mir sagte, dass seine Eltern das Wochenende über nicht in der Stadt wären, und mich fragte, ob ich rüberkommen und mit ihm einen Film ansehen wolle oder so was, wusste ich, an was er eigentlich dachte. Ich bin zwar noch Jungfrau, aber ich bin nicht bescheuert. Er spielte definitiv mehr auf den »oder so was»-Teil des Abends an.

Doch das störte mich nicht. Ich meine, er ist ein gesunder siebzehnjähriger Junge und wir waren inzwischen seit drei Monaten zusammen. Mir ist klar, wie die Welt funktioniert. Irgendwie hatte ich aber gedacht, dass er genauso verständnisvoll sein würde, wie ich es immer war.

Damit lag ich allerdings falsch.

Es ist wohl genauso sehr meine Schuld wie seine. Am besten wäre ich von Anfang an ehrlich mit ihm gewesen, aber kann man mir wirklich vorwerfen, dass ich es so lange wie möglich hinausgezögert habe? Jemandem zu sagen, dass man Jungfrau ist, ist schon nicht leicht, aber jemandem zu sagen, dass man vorhat, es auch dabei zu belassen, ist noch viel schwerer.

Zach hatte alles genau geplant. Als ich bei ihm zu Hause ankam, erwartete er mich mit einem selbst gekochten Essen. Kerzenleuchter und das feine Porzellan seiner Mutter, sowie die Tschaikowski-Sammlung seines Vaters, die im Hintergrund spielte, sorgten für eine entsprechende Stimmung. Es war das beste Hähnchen Parmigiana, das ich je gegessen habe, wenn es auch ein bisschen zu stark durchgebraten war.

Nach dem Essen führte er mich zum Sofa und gab mir eine kleine Schachtel mit einer Schleife darum.

»Was ist das?«, fragte ich ein bisschen schockiert.

Es ist nicht so, dass Zach unsensibel oder gedankenlos wäre, aber Romantik ist normalerweise wirklich nicht seine Stärke, und dieser ganze Abend hatte mich einfach umgehauen.

»Ich weiß doch, wie gern du Schmuck magst, und ich dachte, die würden gut zu deiner Kette passen.«

Automatisch fand meine rechte Hand ihren Weg zum glänzenden V aus Weißgold, das an meinem Hals hing. Das V steht für Valerie. Die Kette ist ein Geschenk meiner leiblichen Mutter. Sie war erst sechzehn, als sie mich bekam, und hat mich gleich danach zur Adoption freigegeben. Abgesehen von meinem Leben ist das die einzige Sache, die sie mir je geschenkt hat - aber ich bin dankbar, wenigstens das zu haben.

Noch bevor ich die Schleife von der Schachtel gelöst hatte, merkte ich, wie meine Augen feucht wurden. Die Ohrringe, die ich darin fand, waren so schön, dass sich schnell die ersten Tränen einen Weg über meine Wange bahnten und meine Wimperntusche zu zerlaufen begann.

Als Zach merkte, dass ich weinte, wurde er kreidebleich. »Heißt das, du magst sie ... oder habe ich es verbockt?«

»Zach«, flüsterte ich und schniefte. »Sie sind perfekt.«

Und dann trafen unsere Lippen aufeinander.

Wir küssten uns ... und küssten uns ... und küssten uns, bis mein Mund trocken, meine Lippen wund und mir selbst ganz schwindlig vor lauter Gefühlen war.

Als wir eine Pause machten, um wieder zu Atem zu kommen, nahm Zach meine Hände in seine und sagte diesen einen Satz, vor dem ich den ganzen Abend lang Angst gehabt hatte.

»Lass uns in mein Zimmer gehen.«

Mein Herz begann wild in meiner Brust zu schlagen. Wie ich schon sagte, ich hatte gewusst, dass es so kommen würde. Aber das bedeutete nicht, dass ich darauf vorbereitet war.

»Ich glaube, das ist keine so gute Idee«, sagte ich und seufzte leise.

»Warum nicht? Wir sind allein, wir hatten einen tollen Abend, und wir sind jetzt schon seit drei Monaten zusammen.«

Ich wollte seine Gefühle nicht verletzen. Ich suchte nach den richtigen Worten, um es ihm zu erklären, doch während ich noch meine Gedanken ordnete, presste Zach seine Lippen wieder auf meine ... und das machte es mir ziemlich schwer, einen klaren Gedanken zu f

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