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VIRALS - Jeder Tote hütet ein Geheimnis Band 3 von Reichs, Kathy (eBook)

  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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VIRALS - Jeder Tote hütet ein Geheimnis

Geocaches, Gamemaster und geheime Codes - diesen Fall können nur die Virals lösen!
Tory und ihre Freunde Shelton, Ben und Hi entdecken einen Geocache, in dem eine wunderschön verzierte Schatulle steckt. In ihr befindet sich ein geheimer Code, den Shelton mithilfe seiner Superkräfte knackt. Es ist ein Hinweis von dem mysteriösen Gamemaster, der die Virals herausfordert, die Suche fortzusetzen und einen noch wertvolleren Schatz zu finden. Die Freunde stellen sich der Herausforderung - und finden eine täuschend echte Bombenattrappe und eine mehr als düstere Nachricht des Gamemasters. Denn für ihn beginnt das richtige Spiel erst jetzt - irgendwo da draußen ist eine weitere Bombe versteckt. Und die ist echt. Die Zeit läuft und nur die Virals können das Schlimmste verhindern ...

Kathy Reichs, geboren in Chicago, lebt in Charlotte und Montreal. Sie ist Professorin für Soziologie und Anthropologie und unter anderem als forensische Anthropologin für gerichtsmedizinische Institute in Quebec und North Carolina tätig. Ihre Romane erreichen regelmäßig Spitzenplätze auf internationalen und deutschen Bestsellerlisten und wurden in 30 Sprachen übersetzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641087333
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Serie: Virals Bd.3
    Originaltitel: Virals 3 - Code
    Größe: 988 kBytes
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VIRALS - Jeder Tote hütet ein Geheimnis

KAPITEL 1

Die Spule schnarrte und mir wurde fast die Rute aus der Hand gerissen.

" Brrr!" Ich krallte die Finger um den Griff. " Ich habe einen dran!"

" Ruhig bleiben!" Bens dunkelbraune Augen strahlten Bedächtigkeit aus. " Wenn du nicht aufpasst, reißt die Leine."

Tern Point. Loggerhead Island. Ben Blue und ich hockten auf einem breiten Steinsims sieben Meter über dem Atlantischen Ozean. Wir waren schon eine Stunde hier und bislang hatte keiner angebissen.

Bis jetzt.

" Wassollichtun?" Ich angelte zum ersten Mal mit Spinnerblatt und hatte keine Ahnung, wie ich vorzugehen hatte. Erst einmal wischte ich mir die verschwitzte Hand am grauen Poloshirt ab.

" Beide Hände an die Rute!" Am liebsten hätte Ben übernommen, das spürte ich genau, aber er riss sich zusammen. " Gib dem Fisch ein bisschen Leine, dann ziehst du ihn langsam ran und gibst ihm wieder Leine. Aber pass gut auf. Diese Angel ist nicht fürs Sportangeln gebaut."

Mit seinen Anweisungen im Ohr, versuchte ich, meinen Fang müde zu machen. Schließlich schlängelte sich unter uns ein silberner Streifen durch die Brandung.

Ben pfiff und strich sich das schulterlange schwarze Haar hinter das Ohr. " Das ist ein großer Bursche. Netter Fang."

" Danke. Soll ich ihn rausholen?" Meine Arme brannten von dem langen Tauziehen. " Dieses Ungetüm gibt nicht so leicht auf."

Ben übernahm und seine Muskeln spannten sich unter seinem schwarzen T-Shirt und den abgeschnittenen Khakis. Von allen Virals war er mit Abstand der Kräftigste. Und mit Abstand der Naturverbundenste. Ben verbrachte fast seine gesamte Freizeit draußen und seine tief gebräunte kupferfarbene Haut war der beste Beweis dafür.

Die Familie Blue behauptet, von den Sewee-Indianern abzustammen, einer Gruppe amerikanischer Ureinwohner aus dieser Gegend, die vor drei Jahrhunderten verschwunden ist. Für diese Abstammung gibt es allerdings keinen Beweis. Aber das sollte man Ben lieber nicht unter die Nase reiben.

Bens kleines Boot Sewee war unser wichtigstes Transportmittel. Mit dem alten fünf Meter langen Boston Whaler hatte er außerdem das Dutzend Düneninseln vor Charleston erkundet und dabei die besten Stellen zum Angeln entdeckt. Zum Beispiel diese.

Augenblicke später wand sich ein glänzender Gefangener wild am Ende meiner Leine. Ben kurbelte ihn auf Augenhöhe herauf.

Mein Fang war silbrig, einen guten halben Meter lang und mit kleinen beweglichen Schuppen bedeckt. Aus dem Maul rann eine dünne Blutspur.

" Eine Königsmakrele." Ben entfernte den Haken und hob den Fisch an einer Kieme hoch. " Zwanzig Pfund, ganz nette Größe. Gut, dass er sich nicht losgerissen hat."

Vergeblich schnappte der gefangene Fisch nach Sauerstoff. Unsere Blicke trafen sich.

Plötzlich war mir der Spaß vergangen.

" Wirf ihn wieder rein."

" Was?" Ben runzelte die Stirn. " Warum? Diese Art kann man gut essen. Oder wir verkaufen ihn auf dem Fischmarkt in Folly Beach."

Die Kiefer der Makrele gingen auf und zu, doch mit weniger Kraft. Eine Blase bildete sich vor dem Maul. Und platzte.

" Wirf ihn zurück", wiederholte ich entschlossen. " Das Fischgesicht soll noch ein bisschen vom Leben haben."

Ben sah mich finster an, wusste jedoch, dass es keinen Sinn hatte zu streiten. Im Verlauf des vergangenen Jahres hatten die Jungen sich mit meiner Sturheit abgefunden, und auch mit der Tatsache, dass ich bei den meisten Streiten nicht als Verlierer vom Platz ging. Nicht, sobald ich die Beine in den Boden stemmte. Genau wie meine Tante Tempe.

Von der habt ihr vielleicht schon gehört. Dr. Temperance Brennan, die weltberühmte forensische Anthropologin. Manche nennen sie

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