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Virtuosity - Liebe um jeden Preis von Martinez, Jessica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2012
  • Verlag: Bastei Lübbe E-Books
eBook (ePUB)
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Virtuosity - Liebe um jeden Preis

Die siebzehnjährige Carmen ist ein Star. Sie tourt mir ihrer Geige durch die Welt und spielt überall vor ausverkauften Konzertsälen. Doch die Konkurrenz ist hart. Beim Guarneri-Wettbewerb treten Jungstars aus den verschiedensten Ländern gegeneinander an - und nur der Sieg zählt. Carmen steht unter Druck, den sie nur noch mit Tabletten in den Griff bekommt. Doch dann lernt sie Jeremy kennen, ihren ärgsten Konkurrenten um den Sieg. Und obwohl Carmen weiß, dass sie sich vor ihm in Acht nehmen sollte, fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Für Carmen ist die Zeit gekommen, sich zu entscheiden: Setzt sie auf Sieg oder auf die Liebe ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 253
    Erscheinungsdatum: 17.02.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838716183
    Verlag: Bastei Lübbe E-Books
    Originaltitel: Virtuosity
    Größe: 1101kBytes
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Virtuosity - Liebe um jeden Preis

Kapitel 1

"Carmen, jetzt starr nicht so! Du kannst ihn ja doch nicht mit den Augen herbeizaubern", ermahnte mich Heidi.

Sie hatte natürlich recht. Aber ich wollte nicht riskieren, ihn zu verpassen. Der Hinterausgang des Chicago Symphony Centers öffnete sich nicht, wie schon in der letzten halben Stunde. Bald musste er einfach herauskommen!

"Lass uns tauschen", schlug sie vor.

Ich blickte kurz auf meinen Nachtisch, eine Mini-Schokoladentorte, aus deren Mitte geschmolzene Schokolade floss, mit einem Klecks Sahne obendrauf. Dann sah ich auf Heidis Dessert, ein Zitronenküchlein, das von einer unnatürlich gelben Wolke aus gesponnenem Zucker umgeben war. Sie hatte gerade mal einen Bissen probiert.

"Stimmt irgendwas nicht mit deinem Nachtisch?", fragte ich und hielt dabei den Blick fest auf den Ausgang gerichtet.

"Nein. Ich finde ihn nur zu sauer. Aber sieh dir den Kuchen mal an. Sieht er nicht hübsch aus?" Sie stieß mit der Gabel dagegen.

"Hm ..." Das war mir eigentlich egal. Wo blieb er ?

Heidi wusste, dass sie mich fast überredet hatte, und lächelte. Dann strich sie sich ihre seidigen blonden Haare hinter die Ohren. Wieder schielte sie auf meinen Teller. "Und du magst doch gern Zitrone, oder nicht?"

"Schon." Ich schob meinen Teller zu ihr hinüber. Zumindest hasste ich Zitrone nicht.

"Du bist einfach klasse", sagte sie, während ihre Gabel bereits in meine Torte sank.

"Weiß ich."

Ich probierte ihren Nachtisch. Die Zitronencreme war wirklich sauer, insbesondere nach der Schokoladentorte, aber der Zuckerguss war schrecklich süß. Elegant und voll im Trend, wie alles, was auf der Karte vom Rhapsody stand, aber nichts, das ich wirklich essen wollte.

Ich nahm noch einen Bissen, schob das Küchlein dann aus dem Weg und stützte das Kinn auf die Hände. Ich hatte diesen Ecktisch auf der Terrasse ausgesucht, weil man von hier einen ungestörten Blick auf die Hintertür des Symphony Centers hatte. Wir saßen so dicht dran, dass wir die abgeblätterte Farbe an der Tür sehen konnten. Trotzdem waren wir ausreichend hinter den dicken grünen Büschen, die aus Blumenkästen quollen, und den goldfarbenen Sonnenschirmen versteckt. Perfekt, um unsichtbar zu bleiben.

"Sag mir noch mal, wonach ich Ausschau halten soll." Heidi leckte sich einen Schokoklecks vom Daumen.

"Blonde Haare, Geigenkasten."

"Ja richtig. Und jetzt sag mir noch mal, warum du hinter diesem mysteriösen Albino-Geiger her bist."

"Er ist kein Albino und ich bin nicht hinter ihm her. Hinter ihm her zu sein würde bedeuten, dass ich eine Art romantisches Interesse an ihm hätte."

"Komm schon, jetzt bleib mal locker", ärgerte sie mich. "Eine kleine Schwärmerei ist nun wirklich kein Grund zur Aufregung."

Ich hätte sie gern ignoriert, aber sie lag einfach zu falsch.

"Noch mal: Jeremy King ist nicht mein Schwarm. Ich kenne ihn überhaupt nicht. Er ist ein Konkurrent."

"Aber jetzt sage ich dir mal, was ich daran nicht verstehe: Wieso musst du ihn denn dann sehen? Schließlich bist du Geigerin und trittst nicht im Armdrücken gegen ihn an. Was soll es dir bringen, wenn du weißt, wie er aussieht?"

"Gar nichts. Ich bin einfach nur neugierig." Ich nahm meine Haare zusammen und versuchte, meine schwer zu bändigende Locken-pracht zu einem Pferdeschwanz zu binden.

"Alle Welt spricht über diesen Typen."

"Alle Welt?"

Ich musste sie nicht einmal ansehen, um zu wissen, dass sie gri

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