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Vulkanjäger Roman von Brandis, Katja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2014
  • Verlag: Beltz & Gelberg
eBook (ePUB)
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Vulkanjäger

Ein atemberaubender Roman über den schmalen Grat zwischen Mut und Besessenheit, Liebe und Selbstaufgabe. Eine Reise zu den Vulkanen der Welt! Als Jan von seinem Vater, dem berühmten Dokumentarfilmer und Vulkanologen, eingeladen wird, freut er sich auf Abenteuer und Exotik. Mit der Besessenheit seines Vaters hat er nicht gerechnet. Auf der Jagd nach spektakulären Ausbrüchen begibt der sich regelmäßig in Lebensgefahr. Erst ein Abstecher nach Neapel zum schlafenden Vesuv verspricht ruhige Tage - und Jan begegnet der wunderbaren Giulia, die ihn in ihren Bann zieht. Dass der Vesuv einer der gefährlichsten Vulkane der Welt ist, wird Jan erst klar, als Beben die Stadt erschüttern. Steht eine Katastrophe bevor? Jan würde am liebsten abhauen, doch wie könnte er Giulia zurücklassen? Und seinen Vater, der um jeden Preis bleiben will? Plötzlich steht Jan vor der gefährlichsten Entscheidung seines Lebens ... Katja Brandis, geboren 1970, studierte Amerikanistik, Anglistik und Germanistik und arbeitete als Journalistin. Sie schreibt seit ihrer Kindheit und hat inzwischen zahlreiche Romane für Jugendliche veröffentlicht. Sie lebt mit Mann, Sohn und drei Katzen in der Nähe von München. Bei Beltz & Gelberg erschienen von ihr die Romane "Freestyler", "White Zone - Letzte Chance", "Floaters. Im Sog des Meeres", "Und keiner wird dich kennen", "Vulkanjäger", sowie zusammen mit Hans-Peter Ziemek "Ruf der Tiefe" und "Schatten des Dschungels".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 04.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783407744517
    Verlag: Beltz & Gelberg
    Größe: 2743 kBytes
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Vulkanjäger

Feurige Ferien

Als mir der Brandgeruch in die Nase stieg, wusste ich, dass etwas gewaltig schieflief. "Melde mich später wieder", sagte ich zu meinem besten Freund Noah, drückte Auflegen und sprintete die Treppe hinunter in die Küche. Kurzer Blick durch die Glasscheibe des Backofens - verdammt, das sah schlecht aus! Ich riss die Ofentür auf und Rauch wallte mir entgegen. O Mann, ich hatte versehentlich Grill eingestellt! Das Hühnchen sah aus, als hätte es eine Feuerbestattung hinter sich. Konnte man das noch essen? Oder hatte sich die selbst gekochte Überraschung für Mama gerade erledigt? Ich packte das Hühnchen mit einem Ofenhandschuh am Schenkel, versuchte, es auf einen Teller zu schleudern und gleichzeitig mit dem Knie die Ofenklappe zuzuknallen. Aber das Hühnchen hatte zu viel Schwung, es glitschte auf der anderen Seite des Tellers wieder hinunter. Instinktiv wollte ich es mit der bloßen Hand stoppen, schrie auf - heiß! - und ließ es fallen. Auf den Fußboden. Alles kein Problem. Kein Problem - wenn man sich das oft genug sagt, dann stimmt es irgendwann. Ich hatte noch eine Viertelstunde, bis Mama von der Arbeit kam. Reichlich Zeit, den Vogel abzuwaschen und die verkohlten Stellen abzukratzen. Als ich damit fertig war, blieben mir noch genau sieben Minuten für den Salat. Aber wenn jemand Salat machen kann, dann ist das Jan Bendert, sechzehn Jahre, Vizechampion im Küchenduell der zehnten Klasse. Die Gurke hatte keine Chance gegen mich, die Tomaten zerfielen förmlich vor meinem Messer, und die Paprika drückte sich winselnd in eine Ecke des Kühlschranks, als sie mich kommen sah. Pünktlich war alles fertig. 19.30 Uhr, fast auf die Sekunde genau. Wow! Jetzt fehlte nur noch meine Mutter. Ich wischte mir den Schweiß ab, kippte das Küchenfenster und wartete auf das Geräusch ihres Schlüssels im Schloss. Vielleicht kam sie ein paar Minuten später, das war gar nicht so schlecht, dann konnte ich noch den Tisch decken. Das tröstete sie vielleicht darüber hinweg, dass es im ganzen Erdgeschoss nach Waldbrand roch. 19:40 Uhr. Wahrscheinlich traf sie jeden Moment ein. Ich warf mich aufs Sofa. Zu einem gelungenen Essen gehört schließlich ein entspannter Gastgeber. Das Telefon klingelte. Es dauerte eine Weile, bis ich es gefunden hatte - ich hatte es vorhin auf mein Bett fallen lassen. "Bendert", meldete ich mich und zurück kam ein gut gelauntes "Hier auch!". "Hi, Mama", sagte ich und blickte auf die Anruferkennung, um festzustellen, ob sie vom Handy aus anrief oder aus dem Büro. Mama Büro, stand da. In diesem Moment wusste ich Bescheid und ein hohles Gefühl breitete sich in meinem Inneren aus. "Bei mir wird's leider ein bisschen später, ich bin mit der Präsentation immer noch nicht fertig und die Geschäftsleitung sitzt mir im Nacken ..." "Aha", sagte ich so freundlich wie möglich. "Na, dann noch viel Erfolg und bis nachher." Ich nahm mir die Hälfte des Hühnchens und ein bisschen Salat, den Rest warf ich weg. War eh nicht so gut geworden, in der Eile hatte ich zu viel Kreuzkümmel ins Dressing getan. Meine Katze Lucky machte es sich auf meinem Schoß bequem und begann sofort zu schnurren. Ich schenkte ihr trotzdem ein Stück Huhn. Vor drei Jahren war mir Lucky in einer eiskalten Winternacht auf dem Bahnsteig einer S-Bahn-Station begegnet und fast einen Kilometer weit hinterhergelaufen. Wieso hatte sie ausgerechnet mich ausgesucht und keinen von den anderen Fahrgästen, obwohl auch andere sie gestreichelt hatten? Hatte

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