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Weihnachtswunder von Manhattan von Rotaru, Lana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2018
  • Verlag: Impress
eBook (ePUB)
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Weihnachtswunder von Manhattan

**Ein Weihnachtsmann zum Verlieben** Cathy hasst die Adventszeit. Alles daran. Das Wetter, die künstliche Fröhlichkeit und allem voran den Zwang, Geschenke für Leute kaufen zu müssen, die sie nicht leiden kann. Diese Einstellung ändert sich auch nicht, als sie Nick Claus kennenlernt, der von sich selbst behauptet, der Sohn des Weihnachtsmanns zu sein. Sie ist sich sicher, der Typ muss verrückt sein. Doch obwohl sie sich die größte Mühe gibt, ihm aus dem Weg zu gehen, gelingt es Nick immer wieder, sich in Cathys Leben zu schleichen. Und sie muss sich eingestehen, dass sie an seiner Seite immer wieder Momente erlebt, für die sie keine anderen Worte findet als 'einfach magisch'. Aber trotzdem: Den Weihnachtsmann kann es nicht geben ... oder doch?

Lana Rotaru lebt zur Zeit mit ihrem Ehemann in Aachen. Der Lesewahnsinn begann bei ihr bereits in früher Jugend, die sie Stunde um Stunde in einer öffentlichen Leihbibliothek verbrachte. Nun füllen Hunderte von Büchern und E-Books ihre Wohnzimmer- und E-Reader-Regale und ein Ende ist nicht in Sicht. Eine Lesepause legt sie nur ein, wenn sie gerade selbst an einem neuen Roman schreibt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 01.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646604214
    Verlag: Impress
    Größe: 2471 kBytes
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Weihnachtswunder von Manhattan

Prolog
Acht Wochen bis Heiligabend

Es gibt Begegnungen, die können dein Leben für immer verändern. Klar, auf die meisten trifft das nicht zu, vor allem wenn diese Begegnungen im Supermarkt an der Kasse stattfinden, im Central Park, den man auf dem Weg zur Arbeit durchquert, oder in der Pizzeria, in der man nach der Schule jobbt.

Aber es gibt auch jene Art von Begegnungen, die einen unglaublichen Einfluss auf dein Leben haben, und das obwohl du dich mit Händen und Füßen dagegen wehrst.

Genau von so einer Begegnung handelt diese Geschichte.

***

»Hallo, ich heiße Cathy und bin heute Abend deine Kellnerin.« Ich wusste nicht, wie oft ich diesen Satz inzwischen aufgesagt hatte, aber es musste eindeutig zu oft gewesen sein, denn in meinen Ohren klang er eher so: »Beeil dich mit deiner Bestellung, ich habe noch andere Kunden und will pünktlich Feierabend machen!« Ich konnte nur hoffen, dass das künstliche Lächeln, das standardmäßig zu meiner Kellneruniform gehörte und daher automatisch in meinem Gesicht haftete, über meine fehlende Motivation hinwegtäuschte.

Mein Gast, ein junger Typ mit hellblonden, ja beinah weiß-silbrigen Haaren, saß an einem der heiß begehrten Fenstertische und sah mich aus dunkelblauen Augen an. Dabei lächelte er, als würde er für das Cover eines Hochglanzmagazins posieren und nicht in einer kleinen Pizzeria am Rockefeller Center sitzen.

»Hallo Cathy, ich bin Nick. Freut mich dich kennenzulernen.« Passend zu seinem Äußeren klang auch seine Stimme sympathisch.

Ätzend.

Seine Worte hatten mich derart überrumpelt, dass ich, anstatt wie geplant mit den Augen zu rollen, mein Gegenüber nur mit leicht geöffnetem Mund anstarren konnte. Okay, diese Reaktion mochte vielleicht etwas übertrieben erscheinen, aber dieser Typ hier war der erste Gast, der sich nicht nur meinen Namen gemerkt, sondern sich auch noch selbst vorgestellt hatte. Das war als säße ein pink-glitzerndes Einhorn vor mir. Man hörte zwar immer wieder von solchen Gästen, aber man glaubte nicht daran, selbst einem zu begegnen. Besonders nicht, wenn man in den acht Monaten, die ich inzwischen als Kellnerin jobbte, normalerweise mit »Miss« oder »Entschuldigung« angesprochen wurde. Am schlimmsten waren Gäste, die einen gleich mit der Geldbörse heranwinkten.

Da ich mir meine Verblüffung nicht anmerken lassen wollte, räusperte ich mich, zückte meinen Notizblock samt Kugelschreiber aus der schwarzen Schürze, die gemeinsam mit der dunklen Stoffhose, der weißen Bluse und dem roten Halstuch mein Arbeitsoutfit darstellte, und fixierte meinen Blick auf das weiße Papier.

»Was darf ich dir bringen?« Erneut war meinen Worten deutlich anzuhören, wie genervt ich war. Aber wenn man bedachte, wie ätzend der heutige Tag bisher verlaufen war, konnte man mir meine schlechte Laune nicht wirklich verübeln. Abgesehen von einer Vier in der Mathezwischenprüfung hatte ich meine U-Bahn verpasst und musste fünf Blocks zu Fuß laufen, um nicht zu spät zum Schichtbeginn zu kommen. Hinzukam, dass wir momentan keinen Barkeeper hatten, sodass ich mich neben den bestellten Speisen auch noch um das Zapfen der Getränke kümmern musste.

Super ätzend! Als ob das nicht schon genug Qual gewesen wäre, musste sich dieser nervige Touri ausgerechnet an einem meiner Tische vor dem nasskalten Herbstwetter verstecken. Vermutlich kam er geradewegs von einer dieser überteuerten und schlecht geführten Sightseeing-Touren, die überall in Manhattan angeboten wurden, nur damit er bei seiner Rückkehr vor Familie und Freunden angeben konnte, dass er die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt live und in Farbe gesehen hatte.

Mal ehrlich, gab es nirgendwo anders auf der Welt große, hässliche Betonbauten, die man für viel Geld besichtigen konnte? Wieso war Manhattan nur so beliebt?

Überraschenderweise schwieg mein Gegenüber - wie hieß er gleich noch mal? - was mich dazu veranlasste, doc

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