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WILD CROW - Die Rache der Weißen Witwe von Grey, Jacob (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.04.2018
  • Verlag: cbt Jugendbücher
eBook (ePUB)
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WILD CROW - Die Rache der Weißen Witwe

Ein Junge, der mit den Raben fliegt Caw hat den Spinnen-Mann besiegt und die Herrin der Fliegen entmachtet. Doch nun droht ein neuer, der schrecklichste aller Feinde. Die Weiße Witwe hat nur ein einziges Ziel: Caw und seine Raben zu vernichten und die Stadt Blackstone unter ihre Herrschaft zu bringen. Das bedeutet Tod und Verderben für alle ihre Bewohner. Alle, die Caw am liebsten sind, befinden sich in tödlicher Gefahr. Werden Caw und seine Raben sie auch diesmal noch beschützen können? Von dem geheimnisvollen Jacob Grey ist wenig bekannt. Angeblich lebt er in den USA in einer großen Stadt, wo er nachts durch die Straßen streift, immer auf der Suche nach neuen dunklen und wunderbaren Geschichten. Er liebt alle Tiere, und ebenso wie sein Held spricht er mit Raben - aber niemand weiß, ob er ihre Antworten versteht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 10.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641216702
    Verlag: cbt Jugendbücher
    Serie: Wild Crow .3
    Originaltitel: Feral #3 - The White Widow's Revenge
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WILD CROW - Die Rache der Weißen Witwe

Erstes Kapitel

Die haben ja keine Ahnung, dachte Caw. Keinen Schimmer, dass sie in höchster Gefahr schweben.

Er zog den Kragen hoch, obwohl er bereits bis auf die Haut nass war, und ließ den Blick über die Straße schweife n. Wegen des abscheulichen Wetters war es ruhig, nur wenige Menschen gingen ihren Geschäften nach. Ein Ma nn in einem schwarzen Anzug aß unter einer tropfenden Markise ein Sandwich und Autos schossen über die glatte Straße. Ein Junge lief an der Hand seiner Mutter in ein Schuhgeschäft, um sich vor der Sintflut in Sicherheit zu bringen.

Obwohl es seit Tagen regnete, machten die Wolken nicht den Eindruck, als könnten sie jemals austrocknen. Die Straßen konnten kein Wasser mehr aufnehmen und das Dach, auf dem Caw stand, war voller Pfützen. Er sah auf die Schuhe herunter, die er aus einem Altkleidercontainer gefischt hatte. Sie waren schon längst völlig durchweicht und seine Zehen schmatzten beim Gehen, doch Caw war schon so oft bis auf die Haut nass geworden, dass es ihm nichts mehr ausmachte. Da er in einem Rabenhorst, einer Art Baumhaus, im Blackstone-Park aufgewachsen war, hatte er viele Stürme überstanden, die über die Stadt hinweggefegt waren und seine schützende Plane abgerissen hatten. Wenn sie das Loch nicht reparieren konnten, hatten Caw und seine Raben sich dicht an den Boden gekauert, schutzlos dem peitschenden Wind und Regen ausgesetzt. Er hatte es gehasst, doch er hatte sich immer darauf verlassen, dass es wieder aufhören würde.

Ich habe vergessen, wie die Sonne aussieht , sagte Screech. Caws jüngster Rabe saß mit auf dem Dachvorsprung und plusterte sich auf, um sich gegen den Regen zu schützen. Die beiden anderen Vögel hockten neben ihm.

Sollen wir nicht lieber nach Hause fliegen? , fragte Glum hoffnungsvoll. Er hielt den Schnabel auf die Brust gedrückt und die Augen geschlossen.

Schimmer legte den Kopf schief. Hört auf zu jammern , sagte sie. Das bisschen Wasser schadet nicht.

Passanten auf der Straße würden die drei Raben nicht beachten, dachte Caw. Und nur Wildstimmen wie er selbst würden bemerken, dass er die Vögel verstehen konnte.

"Crumb will, dass wir hier warten, während er die Bank überprüft", sagte Caw und wies mit dem Kopf auf das Gebäude auf der anderen Straßenseite.

In Blackstone gibt es zwanzig Banken , sagte Glum. Die Chance, dass sie sich ausgerechnet diese aussuchen, ist gering.

Caw zuckte die Achseln.

Ich kann runtergehen und nachsehen, wenn du willst , sagte Schimmer und hüpfte unruhig hin und her.

Caw dachte darüber nach. Möglicherweise befanden sich dort unten ihre Feinde; ein Rabe, der sich auffällig verhielt, könnte sie warnen.

Stattdessen überlegte er, ob er Schimmer ins Krankenhaus schicken sollte, damit sie durchs Fenster Selinas Zustand begutachtete. Wenigstens hätte sie dann etwas zu tun. Sie mochte die Tochter der Fliegenflüsterin nicht sonderlich, doch sie würde ihm gehorchen. Außer Caw hatten alle Vorbehalte gegen das Mädchen. Doch Selina Davenport lag seinetwegen im Krankenhaus, denn sie hatte sich in den Lauf einer Kugel geworfen, um ihm das Leben zu retten.

Seit der Schlacht auf dem Dach über der Wohnung der P olizeipräsidentin Cynthia Davenport vor zwei Wochen lag Selina bewusstlos in der Klinik von Blackstone. Die Är zte wussten nicht, warum sie nicht aufwachte, und glau bten an eine Infektion. Caws Freund Crumb, der Taubenflüsterer, war der Meinung, dass es besser wäre, wenn sie nie wieder aufwachte. Caw sagte nichts dazu, denn Selina war seine Freundin. Sie hatte zu ihm gehalten, als es am meisten zählte.

Hallo? , fragte Schimmer. Was meinst du, Boss? Ich kann den Häuserblock abfliegen. Dabei sieht mich keiner.

"Okay", sagte Caw. "Aber pass auf."

Schimmer glitt mit ausgebreitetem Gefiede

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