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Wilde Horde 1: Die Pferde im Wald von Tempel, Katrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.02.2018
  • Verlag: Carlsen
eBook (ePUB)
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Wilde Horde 1: Die Pferde im Wald

WILDE HORDE: Frei und wild und schnell wie der Wind - fünf Freunde, fünf Pferde und ein großes, wildes Abenteuer!

BAND 1:

Zaz verbringt ihren Sommer in der Pension ihrer Oma am Waldrand – Ferien hat sie sich anders vorgestellt! Doch dann begegnen ihr im Wald zwei Jungs und zwei Mädchen. Die vier nennen sich die 'Wilde Horde' – und streifen zusammen mit ihren Pferden durch die Wildnis. Sie wollen Zaz nicht in ihrem Wald haben, aber sie ist ohnehin lieber allein. Doch plötzlich ist alles anders. Denn Zaz lernt das fünfte Pferd kennen: Monsun. Als er nicht mehr von Zaz' Seite weichen will, gibt es kein Zurück. Ein unglaubliches Abenteuer beginnt ...

Ein spannendes Mädchenbuch ab 10 Jahren über Freundschaft, Freiheit und Pferde!

Von Bestseller-Autorin Katrin Tempel

Katrin Tempel wurde in Düsseldorf geboren und wuchs in München auf. Nach ihrem Geschichtsstudium arbeitete sie als Journalistin, heute ist sie Chefredakteurin der Zeitschrift "LandIdee". Außerdem schreibt sie Drehbücher (unter anderem den historischen ZDF-Zweiteiler "Dr. Hope") und Romane. Mit "Holunderliebe" und "Mandeljahre" gelangen ihr große Publikumserfolge. Unter dem Namen Emma Temple veröffentlicht sie bei Piper weitere Romane, zuletzt "Die Nebel von Connemara". Sie lebt mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter in Bad Dürkheim an der Weinstraße.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 28.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646929300
    Verlag: Carlsen
    Größe: 3878 kBytes
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Wilde Horde 1: Die Pferde im Wald

Zonk.

Zaz' Kopf knallte gegen die Scheibe. Der Bus war durch ein Schlagloch gerumpelt. Sie sah aus dem Fenster: Grün. Wiese, Wald, wieder Wiese, Büsche, ein Bach und dann noch eine Wiese.

Müde schloss sie die Augen und drehte die Musik lauter. Es konnte nicht mehr weit sein, bis sie ihr Landgefängnis erreichen würde.

Mit dieser Idee waren ihre Eltern erst vor ein paar Tagen angekommen. Bis dahin hatte Zaz noch davon geträumt, dass die ganze Familie dieses Jahr mal zusammen unterwegs wäre. Irgendwo, wo die Sonne schien, mit Meer, Sand und Sonnenschirm. Auf irgendeiner Reise, die nach Sommerferien klang. Zaz hatte es sich so schön ausgemalt: mit ihrem Vater in der Achterbahn im Disneyland. Mit ihrer Mutter auf Shoppingtour oder einfach nur mit einem großen Eis am Strand. Alle drei zusammen. Lachen, Spaß haben und mal nicht über Zaz' Noten oder ihren Mangel an Freunden oder wer weiß was schimpfen. In der Schule hätte sie hinterher ganz cool sagen können: "Im Sommer? Wir waren in Kalifornien, mein Jetlag ist noch echt schlimm. Aber das wird schon, dafür habe ich surfen gelernt ..."

Doch dann hatte Paps Zaz mit seinem freundlichsten Grinsen aufgeklärt, was wirklich Sache war. "Ein Sommer bei Oma, das ist doch wunderbar, Susanne. Du kannst alle Freiheiten genießen, sie hat einen wunderschönen Hof. Da ist ein Wald, ein See, und sie hat sogar noch Opas Pferde. Da willst du am Ende gar nicht mehr weg." Ihr Vater hatte sie dabei angestrahlt, als hätte er ihr ein echtes Geschenk gemacht.

Zaz kannte ihre Oma nur von Bildern, auf denen sie als kleines Baby in ihren Armen lag. Seitdem waren sie nicht mehr auf dem wunderschönen Hof gewesen. Angeblich war ihre Oma immer sehr beschäftigt mit ihrer Pension, die den merkwürdigen Namen Donneracker trug, gewesen, vor allem in den Schulferien. Und deswegen waren immer nur ein paar Päckchen und hastig hingekritzelte Zeilen zu Weihnachten oder zum Geburtstag gekommen.

Offensichtlich hatte es Zaz' Vater auch ohne dieses Donneracker prima ausgehalten. So wie Zaz auch. Sie hatte keine Lust auf Land. Das Leben in der Stadt war klasse. Und das hatte sie ihren Eltern auch versucht klarzumachen: "Aber ich habe in der Schule echt gearbeitet! Ich hab sogar die Fünf in Mathe weggekriegt. Da könnt ihr mich doch nicht zu Oma in die Pampa abschieben!"

Ihr Vater hatte die Mundwinkel nach unten gezogen. Das machte er immer, wenn er wütend war. "Du bist in der achten Klasse nicht sitzengeblieben. Soll das eine Leistung sein, die wir auch noch belohnen müssen?"

Zaz hatte genickt. Ja, sicher.

Er sah das anders. "Komm schon. So schlimm wird das nicht, wahrscheinlich gefällt es dir am Ende sogar richtig gut. Und wenn es dir doch langweilig wird, dann werde ich meiner Mutter sagen, dass sie dich jeden Tag eine Stunde lang Vokabeln abfragen soll. Dann wird das nächste Schuljahr bestimmt besser. Einverstanden?"

Zaz zog den Kopf ein. Diesen Ton kannte sie. Wenn man da Widerstand leistete, kam noch eine Stunde bei irgendeinem tollen Onlineprogramm für Mathematik dazu. Oder Bio. Oder irgendein anderes Fach, in dem sie nicht zu den Leuchten zählte. Und davon gab es ziemlich viele.

Jetzt mischte sich zum ersten Mal ihre Mutter ein. Sie erklärte mit sanfter Stimme: "Ach, Susannemaus. Wir würden auch lieber mit dir verreisen. Aber wir haben da einen großen Auftrag reinbekommen und müssen ein paar Wochen lang echt viel arbeiten. Du weißt doch, wie das ist ..."

Zaz winkte ab. Die Arbeit. Wieder einmal. Solange sie denken konnte, ging bei ihren Eltern die Arbeit vor. Irgendeine Firma musste immer gerettet werden - und dann konnten sie nicht zur Aufführung ihrer Theater- AG kommen. Oder zu den Leichtathletik-Wettkämpfen - obwohl Zaz wirklich schnell laufen konnte. Vor allem über lange Strecken. 2000 Meter schaffte sie in gut acht Minuten. Das musste erst einmal jemand nachmachen.

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