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William Wenton 1: William Wenton und die Jagd nach dem Luridium von Peers, Bobbie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.03.2017
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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William Wenton 1: William Wenton und die Jagd nach dem Luridium

Niemand kann Rätsel besser lösen als William Wenton! Doch als er einen angeblich unlösbaren Code knackt, wird er von geheimnisvollen Fremden ans Institut für Posthumane Forschung entführt. Hier erfährt er, dass er zu den sogenannten Kandidaten gehört, deren Aufgabe es ist, die Welt vor dem gefährlichen Luridium zu beschützen. Dabei soll ihm ein Orbis helfen, eine Art fliegende Kugel, deren Form und Größe sich ständig verändert. Doch William hat scheinbar übermächtige Gegner und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Bobbie Peers, geboren 1974 in Norwegen, ist Drehbuchautor und Regisseur. Er hat an der "London International Film School" studiert und 2006 für seinen Kurzfilm "Sniffers" die goldene Palme von Cannes gewonnen. 2015 hat er seinen ersten Spielfilm "Dirk Ohm - der Illusionist, der verschwand" mit August Diehl in der Hauptrolle gedreht. "William Wenton und die Jagd nach dem Luridium" ist sein erstes Kinderbuch, das sich bereits in 37 Sprachen verkauft hat.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 24.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646929201
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Originaltitel: William Wenton - Luridiumstyven
    Größe: 4098 kBytes
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William Wenton 1: William Wenton und die Jagd nach dem Luridium

William stieg die Treppen hinunter und blieb dann stehen. Zwei riesige Wärter in grauen Anzügen versperrten den Eingang. In der Halle hinter ihnen drängten sich die Leute dicht an dicht. Der eine Wärter sprach mit einem wütenden kleinen Mann, der hineinwollte. Der kleine Mann hielt dem Wärter eine Eintrittskarte unter die Nase.

"Ich habe schon bezahlt! Sie müssen mich durchlassen, wenn ich eine Eintrittskarte habe!", rief er.

"Dann hätten Sie früher kommen müssen. Wir können nicht noch mehr einlassen. Es ist schon jetzt überfüllt." Der Wärter zeigte demonstrativ auf die Menschenmenge hinter sich.

"Sehen Sie mich doch an, ich bin eins neunundvierzig groß und wiege fünfzig Kilo. Ob ich hier draußen oder da drinnen bin, das merkt doch niemand", sagte der Mann.

"Tut mir leid", sagte der andere Wärter energisch und verschränkte die Arme vor der Brust.

Der kleine Mann blieb noch einige Sekunden stehen. William sah, dass er die Fäuste ballte wie ein trotziger kleiner Vierjähriger. Sein Gesicht wurde immer röter und es schien so, als ob er jeden Augenblick explodieren könnte.

Dann machte er kehrt und lief die Treppe hoch. William ging zu den Wärtern.

"Entschuldigung", sagte er so unschuldig, wie er nur konnte.

Die beiden Männer schauten auf ihn herab.

"Ich bin mit meiner Klasse hier, und wir sollen da rein", sagte er und zeigte in den Saal.

"Ist deine Klasse schon drinnen?", fragte der eine Wärter.

"Äh ... ja", sagte William zögernd.

"Hast du einen Stempel?"

William zögerte. Er wollte schon etwas sagen, als eine Gestalt durch die Luft geschossen kam und gegen den einen Wärter knallte.

" EINLASSEN ! EINLASSEN ! EINLASSEN !", rief der kleine Mann und klammerte sich an den Hals des Wärters, während er versuchte, über den Mann hinüberzuklettern und so in den Saal zu gelangen.

Der Wärter versuchte, ihn wegzuwischen, wie man das mit einer wütenden Wespe macht.

"Hol den da runter", rief er, "Hol den da runter!"

Der andere Wärter stürzte auf ihn zu, packte den kleinen Mann an den Beinen und versuchte, ihn von seinem Kollegen wegzuzerren. Aber der kleine Mann klammerte sich fest wie ein wütender Tintenfisch.

"Er ist stärker, als er aussieht, Håvard. Kitzel ihn doch mal eine Runde, vielleicht lässt er dann los."

"Kitzel du ihn doch, Svein", rief der andere Wärter und fuchtelte mit den Armen.

Weitere Wärter kamen angelaufen, um zu helfen. Alle waren so beschäftigt, dass niemand bemerkte, wie William sich durch die offene Tür schlich. Kurz darauf stand er mitten in der Menschenmenge in einem riesigen Raum. Er spürte am ganzen Leib ein Kribbeln. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Herr Humburger merken würde, dass jemand fehlte.

"Jetzt bleiben nur noch fünf Minuten, um den schwierigsten Code der Welt zu knacken", verkündete eine Stimme über Lautsprecher. "Viele haben es versucht, aber noch hat es keiner geschafft."

William schaute sich um. An der Wand am anderen Ende des Saales entdeckte er einen Bildschirm mit großen roten Ziffern, die einen Countdown anzeigten. Über dem Bildschirm hing ein Plakat mit einem Foto der Unmöglichkeit. William bahnte sich einen Weg durch die Menge. Er hatte durchaus nicht vor, den Code zu knacken. Er wollte ihn nur sehen. Am liebsten, während andere sich an der Lösung versuchten. Er spürte, wie sein Puls schneller wurde und Adrenalin durch seine Adern schäumte.

Zwei Minuten später hatte sich William nach vorn gedrängt und stand jetzt vor einer kleinen Bühne.

Auf der Bühne standen ein Tisch und ein Stuhl. Auf dem Stuhl saß ein dünner Mann von Mitte vierzig. Die langen blonden Haare hatte er zu einem Pferdeschwanz gebunden. Er beugte sich über den Tisch und drehte an einem Zylinder herum. Kleine Schweißtropfen traten ihm auf die Stirn. Er keuchte und schnaufte, während er immer wieder nervöse Blicke

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