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Woodwalkers & Friends. Katzige Gefährten von Brandis, Katja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.09.2020
  • Verlag: Arena Verlag
eBook (ePUB)
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Woodwalkers & Friends. Katzige Gefährten

So kennst du die Woodwalkers noch nicht: Entdecke das Leben von Pumajunge Carag und seinen Wandlerfreunden jenseits der Schulmauern

Der junge Pumawandler Carag freut sich riesig auf die Ferien. Zum ersten Mal will er die Familie seiner Freundin Tikaani besuchen, um gemeinsam ihren Geburtstag zu feiern. Doch noch ehe die beiden in den hohen Norden aufbrechen können, überschlagen sich die Ereignisse. Erst schließen sich ihnen zwei eigenwillige Gefährten an, dann erhält Carag einen Notruf von seiner eigenen Pumafamilie. Ein feindliches Wolfsrudel hat ihr altes Revier in der Nähe der Clearwater High besetzt. Und irgendetwas scheint mit diesen Wölfen nicht zu stimmen. Als die Situation sich zuspitzt, können sich Carag und Tikaani auf die Hilfe von Rothörnchen Holly verlassen. Doch ob sie gemeinsam die Situation retten können?

Die Woodwalkers- und Seawalkers-Bände erscheinen halbjährlich.
Bisher erschienen sind:
Woodwalkers (1). Carags Verwandlung
Woodwalkers (2). Gefährliche Freundschaft
Woodwalkers (3). Hollys Geheimnis
Woodwalkers (4). Fremde Wildnis
Woodwalkers (5). Feindliche Spuren
Woodwalkers (6). Tag der Rache
Seawalkers (1). Gefährliche Gestalten
Seawalkers (2). Rettung für Shari
Seawalkers (3). Wilde Wellen



Katja Brandis, geb. 1970, studierte Amerikanistik, Anglistik und Germanistik und arbeitete als Journalistin. Sie schreibt seit ihrer Kindheit und hat inzwischen zahlreiche Romane für junge Leser veröffentlicht. Sie lebt mit Mann, Sohn und drei Katzen in der Nähe von München.
www.katja-brandis.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 184
    Erscheinungsdatum: 22.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783401809267
    Verlag: Arena Verlag
    Größe: 4622 kBytes
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Woodwalkers & Friends. Katzige Gefährten

Keine Jagdsaison

Ich hatte gehört, dass Jugendliche in normalen Schulen Aufsätze darüber schreiben müssen, was sie in den Ferien erlebt haben. Auf der Clearwater High gab es so was nicht - das Risiko war zu groß, dass solche Aufzeichnungen einem Menschen in die Hände fielen. Denn was wir als Woodwalker taten und erlebten, war meistens geheim ... und manchmal auch fellsträubend gefährlich.

So wie diese Situation, in der wir gerade steckten. Meine große Schwester Mia und ich - beide in Pumagestalt - kauerten in einem Gebüsch neben einem schrottigen braunen Pick-up, auf dessen Ladefläche aller möglicher Kram gestapelt war. Aus dem Fenster auf der Beifahrerseite des Autos ragte der Lauf eines Gewehrs heraus. Er zielte nicht auf uns, aber dafür auf eine Herde von Wapitis, die in der Morgendämmerung friedlich auf einer Lichtung weidete.

Meine Schwanzspitze pendelte vor Aufregung. Das geht gar nicht, sagte ich zu Mia - lautlos, von Kopf zu Kopf. So, wie wir uns immer verständigten, wenn wir in unserer Tiergestalt waren. Ich werde nicht zuschauen, wie er die abknallt!

Früher hast du gerne Wapiti gefressen, meinte Mia ein bisschen erstaunt.

Ich spürte, wie die Tasthaare an meiner Schnauze nervös zuckten. Zum Glück war der Wilderer noch nicht bereit zu schießen, gerade hörte ich ihn im Führerhaus ein Dosenbier gluckern. Ja, früher! Als ich Lou noch nicht kannte - du weißt schon, dieses nette Wapitimädchen in meiner Klasse, das ich mag. Also, was ist? Wir müssen was machen!

Stimmt, sagte Mia und bleckte die Fangzähne, die so lang waren wie Menschenfinger. Nein, sie war kein niedliches Kätzchen, sondern eine vierzig Kilo schwere Raubkatze. Was schlägst du vor? Wir könnten auf sein Auto springen und es ein bisschen zerkratzen, das lenkt ihn vielleicht ab!

Bestimmt, aber unser Ziel ist ja nicht, dass WIR stattdessen erschossen werden, wandte ich ein. Als Menschen könnten wir hier mehr ausrichten. Zu blöd, dass wir unsere Klamotten bei der Schule gelassen haben.

Lautlos verließ ich das Gebüsch und pirschte geduckt, sodass der Kerl mich nicht sah, um das Auto herum. Auf der offenen Ladefläche lag unter anderem eine alte, karierte Decke. Prompt hatte ich eine Idee. Schnell erklärte ich Mia, was ich vorhatte, und sie schaute mich mit großen Augen an. Meinst du wirklich, das klappt?

Etwas anderes fällt mir gerade nicht ein, sagte ich hastig. Los, beeil dich, er kann jederzeit anfangen rumzuballern!

Mia schlich davon. In so was war sie ein Profi - wenn sie nicht gesehen werden wollte, sah sie auch keiner. Ich dagegen blieb, wo ich war, konzentrierte mich und stellte mir den blonden vierzehnjährigen Jungen mit grüngoldenen Augen vor, der ich in meiner Menschengestalt war. Schon spürte ich, wie ein Kribbeln meinen Körper durchzog und wie er begann, die Form zu ändern. Aus meinen Vorderpranken wurden wieder Hände, aus den Hinterläufen Beine und Füße. Meine Ohren schrumpften und zogen sich an die Seite des Kopfes zurück, die Fangzähne wurden zu meinem harmlosen Menschengebiss. Weh tat das alles zum Glück nicht und ich war längst daran gewöhnt. Ein paar Wimpernschläge später kauerte ich pelzlos hinter dem Wagen, fröstelte im kühlen Nachtwind und wünschte mir den Pullover und die Hosen zurück, die ich leider ein paar Hundert Kilometer von hier entfernt versteckt hatte. Vorsichtig zog ich die Decke von der Ladefläche und wickelte mich hinein.

Als der Wilderer hörte, wie ich an das Fenster auf der Fahrerseite klopfte, ließ er vor Schreck fast sein Gewehr fallen. Er streifte sich mit einer Hand hastig das Nachtsichtgerät vom Kopf und blickte erst ertappt drein und dann erstaunt. Wahrscheinlich hatte er mit einem Ranger gerechnet und nicht mit einem ziemlich ungewöhnlich angezogenen Jungen. Schließlich waren wir hier meilenweit von der nächsten Siedlung entfernt, mitten im von

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