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Zoes Vierundzwanzig-Stunden-Zauber von Reinhardt, Dana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.07.2014
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Zoes Vierundzwanzig-Stunden-Zauber

Die 10-jährige Zoe hat's echt nicht leicht: Ihre Mutter nervt, Oliver, ihr kleiner Bruder, kann eine ziemliche Kröte sein, und jetzt hat sie auch noch in Gegenwart ihres heimlichen Schwarms - gepupst. Grund genug, mal so richtig auszurasten. Und dazu geht Zoe am liebsten auf den Dachboden, da kann man herrlich auf dem Boden rumhopsen, bis man sich besser fühlt.
Nur diesmal kracht Zoe plötzlich durch die Bodendielen und fällt und fällt und landet auf den Dachbodendielen! Nur - wie sich rausstellt - genau 24 Stunden zuvor. Wenn das nicht genial ist! Denn mit diesem Trick kann sie alles Mögliche ungeschehen machen: peinliche Momente, blöde Missverständnisse und vermasselte Prüfungen. Aber ihr größtes Ziel ist: die Trennung ihrer Eltern rückgängig zu machen. Und mit ein bisschen Zauberei ...

Dana Reinhardt stammt aus Los Angeles und lebt abwechselnd dort und in San Francisco. Nach dem Jurastudium arbeitete sie für Fernsehsender, Verlage und Magazine. Sie schreibt über alles gerne, außer über sich selbst.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 28.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641110109
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Originaltitel: Odessa again
    Größe: 2183kBytes
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Zoes Vierundzwanzig-Stunden-Zauber

Einer der Gründe, warum Zoe das Haus nicht mochte, war der Zeitpunkt , an dem sie es zum ersten Mal gesehen hatte – nämlich einen Tag, nachdem Papa ihnen eröffnet hatte, dass er wieder heiraten wolle.

Etwas wieder tun heißt doch, das Gleiche noch einmal tun, also hätte wieder heiraten eigentlich bedeuten müssen, dass er Mama wieder heiratete, nicht jemand anderen.

Aber das sagte Zoe nicht, als sie, Oliver und Papa in einer Nische im Pizzicato saßen und er ihnen die Neuigkeit verkündete. Zoe und Oliver liebten das Pizzicato. Papa hasste es. Dass er sie freiwillig dorthin eingeladen hatte, war schon ein Alarmsignal und hätte sie stutzig machen müssen.

Das zweite Alarmsignal kam, als er mit der Gabel an sein Glas klopfte und sagte, er habe große Neuigkeiten .

Zoe waren kleine Neuigkeiten lieber. Große Neuigkeiten hatten immer einen Haken.

An jenem Abend weinte sie in Mamas Armen.

"Ich will meinen Doppelnamen behalten!", jammerte sie. Sie hatte den Namen Green-Light nie besonders gemocht. Wenn eine Frau namens Green einen Mann namens Light kennenlernte – müssten sie dann nicht so schnell wie möglich davonrennen? Nicht so ihre Eltern. Von denen rannte keiner weg. Sie verliebten sich, heirateten und kriegten Kinder, deren Nachname einen Bindestrich bekam, und dann entliebten sie sich wieder und ließen sich scheiden, und jetzt war es für Zoe das Wichtigste auf der Welt, den Namen Green-Light zu behalten.

"Niemand nimmt dir deinen Doppelnamen weg", sagte Mama und strich ihr übers Haar. "Du wirst immer Zoe Green-Light heißen, in guten wie in schlechten Zeiten."

An jenem Abend hatte es sich eindeutig nach schlechten Zeiten angefühlt.

Am nächsten Tag nahm Mama sie in das neue Haus mit, das sie gemietet hatten, weil sie das alte Haus, aus dem Papa ein Jahr zuvor ausgezogen war, schließlich verkauft hatten.

Zoe hatte das Haus also vom ersten Tag an gehasst, doch jetzt, wo sie in die Dachkammer gezogen war, hatte sich das geändert.

Olivers Verhalten änderte sich allerdings nicht.

Es begann damit, dass er sie nachäffte ("Oliver, hast du mein Federmäppchen gesehen?" – " Oliver, hast du mein Federmäppchen gesehen?" ) und einfach nicht aufhören wollte ("Du bist so was von bescheuert!", "Du bist so was von bescheuert!" ) und es endete mit seinem leisen Kommentar: "Du magst Theo Summers also so richtig ...", und dabei hatte sie das heute Nachmittag nur ihrer besten Freundin Sofia gestanden!

Sofia hatte, wie immer, angerufen, als Zoe gerade mit ihrem Mittagssnack fertig war.

Sofia hatte Zoe und Theo beobachtet, seit man sie in der Schule an den gleichen sechseckigen Tisch gesetzt hatte.

"Du magst ihn!", sagte Sofia. "Ich seh doch, wie du ihn dauernd anstarrst."

Theo saß Zoe genau gegenüber, wen sollte sie sonst anstarren?

"Klar", meinte Zoe. "Er ist witzig." Schlau fand sie ihn auch, aber sie wusste, dass Sofia das nicht besonders interessierte. In der Welt der vierten Klasse war es wichtig, dass man witzig war. Schlau musste man nicht sein.

"Aber magst du ihn, na du weißt schon – magst du ihn so richtig ?"

Und heute hatte Zoe zugegeben, dass sie ihn süß fand, vor allem, seit er sich die Haare wachsen ließ; und, ja, dass sie ihn so richtig mochte.

Und genau das hatte Oliver ihr zugemurmelt: "Du magst Theo Summers also so richtig ..."

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