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Zwei Herzen - eine Pferdeliebe 1: Pias Geschichte von Kirschner, Sabrina J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.06.2019
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH
eBook (ePUB)
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Zwei Herzen - eine Pferdeliebe 1: Pias Geschichte

Zwei Mädchen. Zwei Pferde. Ein großes Geheimnis. BAND 1: Pia liebt Pferde. Doch vom Reiten kann sie nur träumen. Bis sie nach einem Unfall in einem neuen Leben aufwacht. Denn sie wird mit Marie verwechselt, Tochter reicher Gestütsbesitzer. Plötzlich hat Pia nicht nur einen Bruder zum Verlieben, sondern auch ein wunderschönes Pferd: Goldglanz. Doch Goldglanz ist in Gefahr! Und nur Pia kann ihn retten - wenn sie für eine Weile Marie spielt ... Spannender Zweiteiler für echte Pferdefans! Band 1: Pias Geschichte Band 2: Maries Geschichte Von der ehemaligen internationalen Turnierreiterin und Bestsellerautorin Sabrina J. Kirschner Ab 11 Jahren Sabrina J. Kirschner studierte BWL und Film, Englische Literatur und Kreatives Schreiben und arbeitete als internationale Turnierreiterin und Kinderbuchlektorin. Heute lebt sie mit ihrer Familie bei München und schreibt erfolgreich Kinderbücher.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 27.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783646929553
    Verlag: Carlsen Verlag GmbH
    Größe: 4912 kBytes
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Zwei Herzen - eine Pferdeliebe 1: Pias Geschichte

Pia hatte die Augen geschlossen. Hinter ihren Lidern tanzten bunte Lichter mit schwarzen Sprenkeln. Sie drehte den Kopf zur Sonne, um die Schwärze zu vertreiben. Die Lichter wurden größer, weiteten sich aus, leuchteten golden.

Pia entspannte sich. In dem winzigen Raum hinter ihren Lidern fühlte sie sich nahezu unsichtbar, genau wie früher, wenn sie als kleines Mädchen Verstecken gespielt hatte. Sie seufzte. Fast konnte sie den Duft von frisch geschnittenem Gras riechen im Frühsommerwind, der ein sanftes Schnauben an ihr Ohr trug ...

Pia saß am Rand der Koppel unter der Eiche, ihrem Lieblingsplatz, und sah den Pferden beim Grasen zu. Der Baum spendete Schatten, an seinen breiten Stamm konnte sie sich anlehnen, seine tief reichenden Äste verbargen sie. Selbst von dem schmalen Fußweg aus, der von der Straße zur Koppel führte, war Pia unsichtbar.

In Gedanken versunken beobachtete sie die vier Warmblüter auf der Weide, als wie aus dem Nichts ein fünftes Pferd herbeigesprungen kam. Es bäumte sich auf und dann galoppierte es stolz und erhaben direkt auf Pia zu. Ihr Herz begann zu trommeln. Das Pferd schien von innen heraus zu leuchten! Wie flüssiges Gold verschwamm seine Silhouette mit dem Sonnenlicht. Pia stockte der Atem. Ohne das imposante Tier zu kennen, spürte sie instinktiv, dass sie zusammengehörten. Er und sie. Ihr Seelenpferd. Ihr Partner.

Wie es wohl wäre, einfach aufzuspringen und loszugaloppieren? Das weiche Fell unter den Händen zu spüren? Die raue Mähne zwischen den Fingern hindurchgleiten zu lassen, zu spüren, wie sich das Trommeln seiner Hufe mit ihrem Herzschlag vereinte ...

"He, kannst du nicht mal die Füße einziehen?!", zischte ein Mädchen und trat grob gegen Pias Wade. Das Buch auf ihrem Schoß klatschte auf den Boden.

Erschrocken schlug Pia die Augen auf und das goldene Licht hinter ihren Lidern zerstob. Plötzlich saß sie nicht länger an einer sonnenbeschienenen Koppel, sondern wieder in einem dunklen Reisebus. Der Geruch nach alten Synthetiksitzen und Wurstbrot stieg ihr in die Nase.

"Tut mir leid", sagte Pia mit dünner Stimme, aber da war das Mädchen, ihre Mitschülerin Helene, bereits weitergegangen und setzte sich weiter vorn neben ihre beste Freundin Zoe.

Pia zog ihre langen Beine ein und klemmte die Füße unter den Sitz ihres Vordermanns Marven. Sie war froh, dass sie einen Platz hinter ihm ergattert hatte. Marven ließ sie wenigstens in Ruhe. Der Sitz neben ihr war frei geblieben, was im Grunde nicht weiter verwunderlich war. Der Bus hatte über 50 Plätze - für 24 Schüler, und Pia war längst nicht die Einzige, die allein saß. Trotzdem schmerzte es.

Pia beugte sich herunter, um ihr Buch aufzuheben.

"Suchst du das hier?" Marven hatte sich zu ihr umgedreht und streckte ihr den abgewetzten Roman entgegen.

Sofort spürte Pia, wie ihr die Röte in die Wangen schoss. "Ähm, ja ... danke." Verlegen griff sie nach dem Buch.

"Kein Ding", erwiderte Marven knapp und drehte sich zurück nach vorn. Eine Quasselstrippe war Marven nicht gerade. Aber vielleicht mochte Pia ihn genau deshalb.

Sorgfältig strich sie den Einband ihres Buches glatt, legte es auf den freien Platz neben sich und sah aus dem Fenster. Sie hatten die Autobahn bereits vor einiger Zeit verlassen. Jetzt fuhren sie über eine Landstraße Richtung Küste, vorbei an ausgedehnten Wiesen und den stählernen Riesen der Hochspannungsleitungen und Windkrafträder, zwischen denen wollige weiße Schäfchen grasten. Als Pia die Augen zusammenkniff, sah sie in der Ferne einen dünnen silbernen Streifen aufblitzen.

Das Meer.

Pia war noch nie am Meer gewesen. Überhaupt hatte sie noch nicht viel von der Welt gesehen. Auch darum hatte sie sich so auf diese Klassenfahrt gefreut. Sie würden acht Tage auf einer Nordseeinsel verbringen, aber das Beste daran war, dass es dort auch einen Reiterhof gab!

Pia seufzte. Seit sie ein kleines

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