text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Atheismus für Anfänger Warum wir Gott für ein sinnerfülltes Leben nicht brauchen von Dawkins, Richard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.10.2019
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Atheismus für Anfänger

Gottlos glücklich - Ein sinnstiftendes Buch für junge Menschen
Brauchen wir Gott, um gute Menschen zu sein? Wie entscheiden wir, was gut oder böse ist? Und woran können wir glauben? Ein Leitfaden für Kinder aus der Feder des wichtigsten Evolutionsbiologen unserer Zeit. Es ist schön, die Geschichte der Arche Noah zu hören, aber besser, sie zu hinterfragen. Kann Jesus ein Vorbild sein, auch wenn ich nicht an Gott glaube? Richard Dawkins schreibt eine Anleitung für Jugendliche. Er zeigt, wie sie ihre Überzeugungen aus wissenschaftlichen Fakten gewinnen können - und sich vom Glauben emanzipieren und zu selbstbestimmten Menschen heranwachsen.

Richard Dawkins, 1941 geboren, ist Evolutionsbiologe. Von 1995 bis 2008 hatte er den Lehrstuhl für Public Understanding of Science an der Universität Oxford inne. Sein Buch Das egoistische Gen gilt als zentrales Werk der Evolutionsbiologie. Seine Streitschrift Der Gotteswahn ist ein Bestseller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 25.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843721288
    Verlag: Ullstein
    Originaltitel: Outgrowing God
    Größe: 16293 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Atheismus für Anfänger

Glaubst du an Gott?

An welchen Gott?

Im Lauf der Geschichte wurden auf der Welt Tausende von Göttern angebetet. Polytheisten glauben an viele Götter gleichzeitig (das griechische Wort theos bedeutet »Gott«, und poly sind »viele«). Der Obergott der Wikinger war Wotan (oder Odin). Dann gab es Baldur (den Gott der Schönheit), Thor (den Donnergott mit seinem riesigen Hammer) und dessen Tochter Thrud. Es gab Snotra (die Göttin der Klugheit), Frigg (die Göttin der Mutterschaft) und Ran (die Meeresgöttin).

Auch die alten Griechen und Römer waren Polytheisten. Ihre Götter waren wie die der Wikinger sehr menschenähnlich und hatten starke menschliche Begierden und Gefühle. Die zwölf griechischen Götter und Göttinnen werden häufig neben ihre römischen Entsprechungen gestellt, die angeblich die gleichen Aufgaben erfüllten: der Götterkönig Zeus (römisch Jupiter) mit seinen Donnerkeilen; seine Frau Hera (Juno); der Meeresgott Poseidon (Neptun); Aphrodite (Venus), die Göttin der Liebe; der Götterbote Hermes (Merkur), der sich mittels geflügelter Sandalen fortbewegte; und Dionysos (Bacchus), der Gott des Weines. Unter den wichtigsten Religionen, die bis heute überlebt haben, ist der Hinduismus mit Tausenden von Göttern ebenfalls polytheistisch.

Unzählige Griechen und Römer hielten ihre Götter für echt - man betete zu ihnen, opferte ihnen Tiere, dankte ihnen, wenn man Glück gehabt hatte, und machte ihnen Vorwürfe, wenn etwas schiefgegangen war. Woher wissen wir, dass diese antiken Götter nicht die richtigen waren? Warum glaubt heute niemand mehr an Zeus? Genau können wir es nicht wissen, aber die meisten von uns bezeichnen sich voller Selbstbewusstsein im Hinblick auf diese alten Götter als »Atheisten« (ein »Theist« ist jemand, der an einen Gott oder auch mehrere glaubt; ein Atheist - das »a« steht für »nicht« - tut das nicht). Die Römer bezeichneten früher die Christen als Atheisten, weil sie nicht an Juno, Neptun und ihresgleichen glaubten. Heute verwenden wir das Wort für Menschen, die an keinerlei Götter glauben.

Wie vermutlich du, so glaube auch ich nicht an Jupiter oder Poseidon, Thor oder Venus, Cupido oder Snotra, Mars oder Odin oder Apollon. Ich glaube auch nicht an altägyptische Götter wie Osiris, Thot, Nut, Anubis oder seinen Bruder Horus, der angeblich wie Jesus und viele andere Götter aus der ganzen Welt von einer Jungfrau zur Welt gebracht wurde. Ich glaube nicht an Hadad oder Enlil oder Anu oder Dagon oder Marduk oder irgendeinen altbabylonischen Gott.

Ich glaube nicht an Anyanwu, Mawu, Ngai oder einen der Sonnengötter Afrikas. Ebenso glaube ich nicht an Bila, Gnowee, Wala, Wuriupranili, Karraur oder eine der Sonnengöttinnen der australischen Ureinwohnerstämme. Ich glaube nicht an die vielen keltischen Götter und Göttinnen wie die irische Sonnengöttin Edain oder den Mondgott Elatha. Ich glaube weder an die chinesische Wassergöttin Mazu noch an den Haigott Dakuwaqa von den Fidschi-Inseln oder den hethitischen Meeresdrachen Illuyanka. Ich glaube an keinen der Hunderte und Aberhunderte von Himmelsgöttern, Flussgöttern, Meeresgöttern, Sonnengöttern, Sternengöttern, Mondgöttern, Wettergöttern, Waldgöttern ... so viele Götter, und an keinen davon muss man glauben.

Ich glaube auch nicht an Jahwe, den Gott der Juden. An ihn glaubst du wahrscheinlich, wenn du als Jude, Christ oder Muslim aufgewachsen bist. Der jüdische Gott wurde von den Christen und (unter dem arabischen Namen Allah) von den Muslimen übernommen. Christentum und Islam sind Ableger der alten jüdischen Religion. Der erste Teil der christlichen Bibel ist rein jüdisch, und das heilige Buch der Muslime, der Koran, leitet sich teilweise von jüdischen Schriften ab. Diese drei Religionen - Judentum, Christentum und Islam - werden oft zusammenfassend als »abrahamitische« Religionen bezeichnet, weil alle drei ihre Wurzeln auf den mythischen Stammvater Abraham zurückführen, der auch als Begrün

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen