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Dein letzter Gottesdienst? Das etwas andere Buch zu Konfirmation und Firmung von Nützel, Nikolaus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.02.2016
  • Verlag: cbj
eBook (ePUB)
13,99 €
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Dein letzter Gottesdienst?

Mal ehrlich: Für viele Jugendliche sind das Tolle an Konfirmation oder Firmung vor allem - die Geschenke. Okay, das Fest an sich ist auch ganz nett. Aber wie steht es um die Bedeutung? Was heißt es, ein vollwertiger Christ, eine vollwertige Christin zu sein? Will ich das überhaupt? Und was genau ist das, die christliche Kirche? Fragen, auf die Nikolaus Nützel Antworten gibt, ohne missionarisch zu sein. Denn fest steht: Erst mal hängt man drin, in der Glaubens-Sache. Fest steht aber auch: Man hat immer eine Wahl. Nur: Fragen stellen und sich Gedanken machen, das sollte man schon ...

Mit zahlreichen Fotos und informativen Themenkästen.

Nikolaus Nützel, gelernter Dolmetscher, Diplom-Journalist und Romanist, arbeitet als freier Journalist vor allem für den Bayerischen Rundfunk. Daneben schreibt er Sachbücher für Jugendliche, die unter anderem zweimal als 'Bestes Junior-Wissensbuch' des österreichischen Wissenschaftsministeriums ausgezeichnet wurden. "Sprache oder Was den Mensch zum Menschen macht" war zudem für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und erhielt den "Luchs" von Radio Bremen und DIE ZEIT.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 184
    Erscheinungsdatum: 29.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641182809
    Verlag: cbj
    Größe: 9765kBytes
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Dein letzter Gottesdienst?

© Nikolaus Nützel

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Kann ich der Kirche entkommen?

Frag hundert Erwachsene, wann sie das letzte Mal "einfach so" in einem Gottesdienst waren, also nicht an Weihnachten oder bei einer Taufe oder Hochzeit, dann wird ... langes Schweigen kommen. Und dann könnte von 80 bis 90 dieser hundert Erwachsenen die Antwort kommen: "Keine Ahnung, irgendwann kurz vor meiner Konfirmation war ich das letzte Mal in einem normalen Gottesdienst." Katholische Erwachsene könnten den gleichen Satz sagen, nur mit dem Wort "Firmung" statt Konfirmation. Wenn du das Gefühl hast, dass es dich so schnell nicht mehr in einen Gottesdienst verschlagen wird, bist du also nicht allein. Du gehörst zu einer großen Mehrheit. Trotzdem: Du entkommst der Kirche nicht. Sie ist überall, du musst nur ein bisschen genauer hinschauen. Und damit entkommst du auch all dem nicht, was irgendwie mit Glaube, Gott und dem Überirdischen zu tun hat. Und all das hat in Europa wiederum irgendwie immer etwas mit dem Christentum zu tun.

Das glaubst du nicht? Schau es dir mal an.

Gott, Götter, am Göttesten

Der "Fußballgott", gibt's den? Zumindest gibt es ihn in vielen Tausend Texten, die in Zeitungen und Internet-Einträgen in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden. Er findet sich sogar noch öfter als der "Wettergott", von dem auch nicht gerade selten die Rede ist. Selbst Begriffe, die eigentlich nicht so richtig zum Wort "Gott" zu passen scheinen, werden gern mal benutzt, um vermeintlich Göttliches zu beschreiben. Vom "Sexgott" ist immer mal wieder die Rede, wenn ein Mann in einer ganz bestimmten Hinsicht als Spitzenklasse tituliert werden soll.

Nicht nur in Kirchen ist von Gott die Rede.

© Picture Alliance: (Foto Huebner)

Mit Kirche hat diese Sorte von Göttern auf den ersten Blick nicht viel zu tun. Doch der "Fußballgott", der "Wettergott", der "Sexgott" zeigen, dass die Menschen schlicht etwas brauchen, das außerhalb der Welt ist, die sie sehen und anfassen können. Und sei es nur, um Witze darüber zu machen, so wie beim "Sexgott". In einer Welt, in der Glaube und Kirche überhaupt keine Rolle spielen, würde niemand vom "Fußballgott" sprechen. Das ergibt nur dann Sinn, wenn das Wort "Gott" eine Bedeutung hat.

Der Grund ist einfach: Wer sich in der Welt zurechtfinden will, wünscht sich Orientierung. Und selbst Leute, die maximal ungläubig sind, orientieren sich an den Wegweisern, die die christlichen Kirchen seit zweitausend Jahren aufstellen. Wer keine lustigen neuen Wörter mit der Silbe "Gott" bildet, der nimmt das wichtigste Buch der Christen: die Bibel.

Hier eine Auswahl von Buchtiteln, die wirklich nichts mit dem christlichen Glauben zu tun haben:

"Die Fett-Weg Bibel"
"Webers Grillbibel"
"Die Hausmittel-Bibel - Schnell wieder gesund"
"Die fantastische Strick-Bibel"
"Kräuterbibel"
"Die Home-Workout-Bibel"
"Die Bibel des schwulen Sex"
Kein Witz: Alle diese Buchtitel gibt es wirklich. Was zeigen sie dir? Sogar jemand, der über "schwulen Sex" schreibt, nimmt sich etwas aus dem Christentum, wenn er zeigen will, dass sein Buch etwas ganz Besonderes sein soll.

Kreuze überall

Man darf vermuten, dass es in der Tattoo-Szene weltweit nicht ganz so christlich zugeht wie auf Kirchentagen. Aber wenn du mal hinschaust, was sich Tätowierungs-Fans besonders gerne in die Haut stechen lassen, wirst du sehen: Es sind christliche Zeichen. Betende Hände, Jesus, Maria - und vor allem das Kreuz.

Ein Glaubensbekenntnis auf der Haut?

© Picture Alliance: (Jens Kalaene/dpa)

Aber man muss das Kreuz als Schmuck nicht unbedingt in die Haut stechen. Man kann es sich auch um den Hals hängen oder um den Arm binden. Achte mal darauf, wie viele Menschen ein Kreuz tragen, von denen man sich fragt: "Glaubt die an das, was hinter dem Kreuz eigen

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