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Kein Gipfel zu hoch Wie ich die höchsten Berge aller Kontinente bezwang von Romero, Jordan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.03.2015
  • Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
eBook (ePUB)
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Kein Gipfel zu hoch

Ein Ziel vor Augen kann Berge versetzen Einmal ganz hoch hinaus und die Welt aus einer anderen Perspektive sehen - das ist Jordan Romeros Traum. Schon mit 10 Jahren nimmt er sich vor, alle Seven Summits zu bezwingen - die jeweils höchsten Berge der sieben Kontinente. Kein Gipfel ist ihm zu schwierig, zu gefährlich, zu hoch. Aufgeben, das kennt Jordan nicht. Mit der Hilfe seines Vaters und seiner Stiefmutter bricht er einen Rekord nach dem anderen und wird zu einer Inspiration für andere. In diesem Buch erzählt der heute 17-Jährige, wie ihn nie der Mut verlassen hat, und nimmt den Leser mit auf eine beeindruckende Reise. Mit farbigen Fotos und einer Karte der Seven Summits im Innenteil. Im Alter von 13 Jahren erklomm Jordan Romero als jüngster Bergsteiger den Mount Everest, mit 15 bezwang er bereits den jeweils höchsten Berg aller sieben Kontinente. Sein nächstes Ziel sind die jeweils höchsten Berge der 50 amerikanischen Bundesstaaten, die er zusammen mit Kindern und Familien im Rahmen der 'Find-your-Everest-Tour' besteigen will. Sich im Freien aufzuhalten, fit zu bleiben, Zeit mit der Familie zu verbringen und sich Ziele zu setzen - das ist es, was Jordan an andere weitergeben möchte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 02.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641150303
    Verlag: cbj Kinder- & Jugendbücher
    Originaltitel: No Summit Out Of Sight
    Größe: 8913kBytes
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Kein Gipfel zu hoch

4. Kapitel

Über die Gipfel wusste ich inzwischen schon gut Bescheid. Aber was genau man tun musste, um sie zu erklimmen, war mir immer noch ein Rätsel. Ich hatte keine Ahnung, wie weit ich einen schweren Rucksack würde tragen müssen oder wie anstrengend es sein konnte, sehr steile Bergpfade hinaufzulaufen. Ich dachte kaum über solche Dinge nach, sondern nur daran, wie wichtig es mir war, diese acht Gipfel zu erreichen.

Bergsteigen kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, welchen Berg man in Angriff nimmt. Auf manche Berge geht es sich sehr bequem, und man braucht nicht mehr mitzunehmen, als einen Rucksack mit Wasser und ein paar kleine Snacks. Für steilere Anstiege benötigt man eine richtige Ausrüstung, bestehend aus Bergschuhen und Stöcken, oder im Winter Schneeschuhen und Eispickeln. Und natürlich gibt es auch Gipfel, die man nur erreichen kann, wenn man steile Felswände hinaufklettert. Das erfordert viel Übung im technischen Klettern, d. h. im Umgang mit Haken, Seilen und anderen Hilfsmitteln. Mit diesen Einzelheiten würde ich mich später befassen und alles Erforderliche lernen. Jetzt aber konzentrierte ich mich erst einmal auf den Kilimandscharo.

Ich habe mich nie für Ausdauersportarten begeistern können, nicht so wie Dad und Karen. Ich sah mich mehr als Sprinter. Aber um auch nur auf einen Gipfel zu kommen, musste ich meine Ausdauer trainieren.

In den ersten Wochen wanderten wir drei in den Bergen und Tälern oberhalb von Dads und Karens Haus, damit ich für den Kilimandscharo fit wurde. Ich gewöhnte mich daran, einen Rucksack zu tragen und Verpflegung herauszunehmen, ohne dabei stehen zu bleiben. Ich sollte Dad und Karen immer Bescheid geben, wenn mir die Füße wehtaten, damit ich keine Blasen bekam. Für steile Strecken nahmen wir Wanderstöcke mit, und im Winter trugen wir Schneeschuhe. Weil ich schon als kleines Kind mit Schneeschuhen gegangen war, hatte ich darin viel Übung.

Ich wusste, dass ich in Tansania pro Tag drei, vier oder sogar fünf Stunden lang ohne Pausen gehen musste, und gestaltete mein Training entsprechend.

Allmählich wurde mein Rucksack schwerer. Manchmal füllten wir ihn mit Wasserflaschen und Lebensmitteln in Dosen. Einmal schleppte ich sogar einen Medizinball den Berg hinauf. Zunächst trug ich fünf, dann zehn Kilo in meinem Rucksack, um Kraft und Ausdauer zu steigern. Ich glaube, dass Dad daran erkannte, wie fit und auch wie diszipliniert ich inzwischen geworden war, denn als wir schon einige Monate lang trainiert hatten, erklärte er eines Nachmittags: "Es wird Zeit, einen Gang zuzulegen. Heute Nacht steigen wir auf den Snow Summit."

Mit Rucksäcken bepackt, gingen wir vom Haus aus los. Am Fuße des Berges gab mir Dad ein paar Steigeisen. Das sind Sohlen mit Stahlstiften, die man sich unter die Schuhe schnallt und die es einem ermöglichen, auf glattem, festgefrorenem Schnee und auf Eis zu gehen. Für ernsthafte Bergsteiger sind sie unentbehrlich.

"Wozu brauchen wir die?", fragte ich.

Dad grinste. "Wir klettern 400 Meter weit auf der Skipiste nach oben."

Ich kannte den Snow Summit sehr gut. Er besaß einige der besten Skipisten der Umgebung, und ich war schon oft hinaufgestiegen, um dann mit Skiern hinunterzufahren. Doch dieses Mal waren wir nachts unterwegs, und mit Seil, Steigeisen und Helmen wie richtige Bergsteiger ausgerüstet.

Ich konnte es kaum glauben: Zum ersten Mal sollte ich über Schnee und Eis auf einen Gipfel steigen!

"Willst du wirklich auf hohe Berge klettern?", fragte Dad.

"Ja!"

"Dann musst du es erst einmal schaffen, auf den hier hinaufzukommen", sagte er und zeigte auf die Piste, die West Ridge hieß. "Und ich glaube, es wird Zeit, etwas Intervalltraining einzubauen."

Intervalltraining bedeutete, dass ich für kurze Zeit - vielleicht 30 Sekunden oder eine Minute lang - so schnell gehen oder klettern sollte, wie ich konnte. In der folgend

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