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Die Steinböcke sind los Der zweite Fall der MounTeens von Naas, Marcel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2019
  • Verlag: boox-verlag
eBook (ePUB)
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Die Steinböcke sind los

Es ist Frühling in Bad Lärchenberg. Die Murmeltiere im kleinen Tierpark sind erwacht und geniessen die ersten warmen Sonnenstrahlen. Alles wirkt friedlich. Da entdecken die MounTeens Plakate, auf denen die Schliessung des kleinen Zoos mit den einheimischen Alpentieren gefordert wird. Was steckt hinter dieser Aktion? Sam, Lena, Matteo und Amélie gehen der Sache auf den Grund. Unerwartete Unterstützung erhalten sie dabei von Dali, dem Polizeihund mit der aussergewöhnlich feinen Spürnase. Ihre Nachforschungen sind aber nicht ungefährlich - und plötzlich wird die Situation brenzlig ... Marcel Naas, geboren 1973, arbeitete zehn Jahre als Sekundarlehrer, bevor er ein Studium der Pädagogik, Publizistik und Philosophie an der Universität Zürich abschloss. Nach Promotion an der Universität Luxemburg war er in einem Post-Doc-Projekt der Universität Basel für die Herausgabe von Isaak Iselins pädagogischen Schriften verantwortlich. Seine Tätigkeit in der Lehrerbildung begann er 2010 als Dozent an der Pädagogischen Hochschule Zürich, wo er heute als Bereichsleiter 'Bildung und Erziehung' wirkt. Nach diversen wissenschaftlichen Publikationen erfüllt er sich mit seinen Jugendbüchern 'MounTeens' einen lange gehegten Wunsch. Marcel Naas lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen im Zürcher Oberland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 188
    Erscheinungsdatum: 01.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783906037493
    Verlag: boox-verlag
    Größe: 4973 kBytes
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Die Steinböcke sind los

Wer ist gegen den Tierpark?

Über der Flanke des Gämshorns war die Sonne aufgegangen. Lena sog die kühle Morgenluft ein und schaute sich um. Bad Lärchenberg war in ein zauberhaftes Licht getaucht. Die vorwitzigen Sonnenstrahlen hatten die Nacht aus dem Tal vertrieben und das Schwarz-Grau in leuchtende Frühlingsfarben verwandelt. Lena liebte diese Jahreszeit, wenn die letzten Schneereste in der kleinen Bergstadt schmolzen und der Winter damit endgültig vorbei war.

Beim morgendlichen Treffpunkt angekommen, wandte sich Lena der wärmenden Sonne zu und öffnete ihre Winterjacke ein Stück. Endlich Frühling, dachte sie und betrachtete versonnen die noch immer weissen Berggipfel.

Es war zwanzig nach sieben. Gleich würde Matteo herangeschwebt kommen. Sie hielt sich die Hand vor die Augen und blickte blinzelnd zur Lärchenalp hoch, von wo eine rote Gondel talwärts unterwegs war. Lena betrat die Ankunftshalle der Talstation. Ihre Gedanken schweiften zu den Ereignissen im vergangenen Dezember. Das verdächtige Treiben rund um das Hotel Montana oben auf der Lärchenalp hatte sie und ihre Freunde Matteo, Sam und Amélie mehrere Wochen beschäftigt und dazu geführt, dass sie zu den "MounTeens" - einer verschworenen Detektivbande - geworden waren. Lena erinnerte sich an die Namenssuche und die anfänglichen Zweifel, ob es dreizehnjährigen Teenagern aus den Bergen nicht peinlich sein sollte, sich "MounTeens" zu nennen. Nachdem sie den ersten Fall nahezu im Alleingang gelöst hatten, war der Name jedoch nicht mehr wegzudenken gewesen. Seither war leider Alltag eingekehrt, stellte Lena bedauernd fest. Zu gerne hätte sie wieder im Detektivteam beobachtet, recherchiert, diskutiert und kombiniert. Aber woher sollte ein neuer Fall kommen?

Lena seufzte. Ein langer Schultag erwartete sie, und der einzige Lichtblick schien ihr, mit Matteo zum Schulhaus zu schlendern und dort die anderen zu treffen. Der Rest langweilte sie.

Die Gondel war beinahe lautlos in die Talstation eingefahren, weshalb das plötzliche Rumpeln beim Öffnen der Türen Lena jäh aus ihren Gedanken riss.

Matteo trat als Erster aus der Kabine und grinste. Lena hatte winkend die Hand gehoben, um sich bemerkbar zu machen. Sie wäre mit ihren roten Haaren, der grünen Winterjacke und den violetten Jeans als einziger schriller Farbklecks in der grauen Ankunftshalle der Talstation aber auch ohne Handzeichen nicht zu übersehen gewesen! Lenas unmöglicher - oder zumindest ausgefallener - Modestil war ihr Markenzeichen und Matteo bewunderte insgeheim ihren Mut, sich wenig um die Meinung anderer zu scheren und ihr "Ding" durchzuziehen, wie sie das zu sagen pflegte. Dazu passte, dass sie ihn jeden Morgen abholte, um den Weg zum Schulhaus gemeinsam unter die Füsse zu nehmen. Dass man in der Schule deswegen tuschelte, weil Mädchen und Jungs in diesem Alter nur abmachten, wenn sie zusammen waren, war ihr egal. Und Matteo interessierte sich sowieso mehr für Fussball als für Mädchen, also war das Ganze zwischen ihnen schlicht kein Thema.

"Hey Berti, schon wach heute?", fragte Lena gutgelaunt.

Matteo wusste, worauf sie anspielte. Er wohnte auf der Lärchenalp, rund achthundert Meter oberhalb von Bad Lärchenberg, und pendelte per Luftseilbahn zur Schule und zurück. Obwohl er früher als andere aufstand, wurde er oft schwer wach und war froh, wenn er nichts sagen musste. Mit einem mürrischen "Mhm, geht so" liess Matteo den für Lena typischen morgendlichen Schwung auch heute an sich abprallen.

Lena zeigte sich wenig beeindruckt. "Sag mal, habt ihr noch Schnee oben auf der Lärchenalp oder hat die Sonne alles weggeputzt?"

Matteo zog eine Augenbraue hoch. Was sie wohl jeweils zum Frühstück einnahm? So viele Wörter morgens um halb acht - da konnte und wollte er nicht mithalten. "Fast weg." Das musste reichen

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