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Heart to heart Zusammen sind wir frei von Meyer-Kahlen, Alexia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.08.2020
  • Verlag: Coppenrath Verlag
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Heart to heart

Nachdem ihr Traum von Olympia geplatzt ist, kehrt Paula dem Vielseitigkeitsreiten den Rücken. Mit ihrem neuen Hengst, dem übermütigen La Vie, erkundet sie die Welt des freien Reitens: spielerische Bodenarbeit, nebeneinander joggen, einfach mal herumalbern ... Doch bald stellt sich heraus, dass die beiden auch beim Leistungssport ein tolles Team sind. Als Paula sich gerade in der Welt der Shows und Freiheitsdressurs zu Hause fühlt, bekommt sie mit La Vie eine Chance für Olympia. Leistungssport oder freies Reiten - wie wird Paula sich entscheiden?

Alexia Meyer-Kahlen wuchs mit Pferden auf und lebt heute mit ihren Tieren auf dem osthessischen Vogelsberg. Nach einem Drehbuchstudium am American Film Institute promovierte sie über den kreativen Schreibprozess. Sie führt eine psychotherapeutische Praxis, wo sie auch Pferde einsetzt und sich vor allem dem Thema Achtsamkeit widmet. Das Schreiben von Jugendbüchern ist für sie die schönste Nebensache der Welt. Als gute Bekannte der Familie hat sie die besondere Geschichte von Jenny Simon und ihrem Friesenhengst Mambo genau verfolgt und mit großer Sensibilität in einen Roman verwandelt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 19.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783649637707
    Verlag: Coppenrath Verlag
    Größe: 1872 kBytes
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Heart to heart

2.

Machst du heute noch was oder lässt du Bogart stehen?

Paula las die Textnachricht ihrer Reiterfreundin Anne, als sie gerade aus der Haustür trat, um Bogart aus seiner Box zu holen.

Freundin war eigentlich das falsche Wort, denn auf den Turnieren, wo sie sich regelmäßig trafen, waren sie erbitterte Konkurrentinnen. Mit ihrem Fuchs Furioso war die gleichaltrige Anne ähnlich ambitioniert wie Paula und auch sie stand auf der Auswahlliste für den Kader.

Weiß nicht, was machst du?, textete Paula zurück. Eigentlich hatte sie ihrem Pferd heute einen Ruhetag gönnen wollen, bevor es morgen nach Warendorf zum Bundesstützpunkt des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei, kurz DOKR, ging. Bogart war für die Kader-Qualifikationsprüfung top in Form, und es tat seiner Kraft sicher besser, den Tag heute einfach auf der Weide zu verbringen, als noch mal irgendwelche Lektionen abzurufen oder einen Parcours zu springen.

Ich glaube, ich lasse Furioso noch mal über ein paar Geländesprünge gehen, sonst wird der mir zu gechillt, textete Anne jetzt zurück.

Paula zögerte einen Moment. Da war sie wieder, diese innere Anspannung, die ihren Magen zusammenkrampfen ließ und ihren Herzschlag in die Höhe trieb.

Ich auch, schrieb sie schnell zurück. Wollte Bogart noch mal über unsere festen Sprünge auf der Wiese nehmen, dann bleibt er schön knackig.

Einen kurzen Moment ärgerte sie sich darüber, was sie Anne geantwortet hatte. Eigentlich war der Tag so geplant gewesen, dass sie heute Morgen Bogarts Mähne und Schweif waschen und ihn einflechten wollte und am Nachmittag mit ihren Eltern und deren Friesengespann auf eine Kutschfahrt gehen würde. Es gab für Paula nichts Entspannenderes, als neben ihrem Vater auf dem Kutschbock zu sitzen und die Welt einfach an sich vorbeiziehen zu lassen.

Sie seufzte. Daraus wurde dann wohl nichts. Aber wahrscheinlich hatte Anne recht, und es war gut, die Pferde im Training zu halten. Ausruhen konnten sie sich nach der Quali noch genug.

Beim gemeinsamen Mittagessen drehte sich alles um die bevorstehende Qualifikationsprüfung. Paulas Vater war von Beruf Hufschmied, und wenn seine Tochter ein wichtiges Turnier hatte, legte er seine Kundentermine immer so, dass er Paula und ihr Pferd begleiten konnte.

»Alles gepackt, mein Schatz?«, meinte er jetzt und nahm sich einen ordentlichen Schlag Kartoffelsuppe.

»Schon vorgestern«, versuchte Johannes seine Schwester aufzuziehen, doch ein Blick von Paula brachte ihn zum Schweigen.

»Bogart sieht wunderschön aus«, bemerkte ihre Mutter. »Vielleicht könntest du ihm den Schweif noch etwas kürzen, meinst du nicht?«

Paula nickte und schob ihren vollen Teller zur Seite.

»Komm, komm, du musst doch was essen«, protestierte ihr Vater jetzt.

»Ich kann nicht, bin zu nervös«, gab Paula zurück.

»Die Kutschfahrt wird dir gleich richtig guttun«, schaltete sich ihre Mutter wieder ein. »Papa und ich haben eine neue Route, die geht eine Stunde nur durch den Wald. Du wirst sehen, danach kommt auch dein Appetit zurück.«

Paula zögerte, dann stieß sie schnell hervor: »Ich komme nicht mit. Ich wollte Bogart noch mal über die festen Sprünge auf der großen Wiese gehen lassen.«

»Was soll das denn?«, runzelte ihr Vater die Stirn. »Wir hatten doch abgesprochen, dass du ihn heute stehen lässt.«

»Kind, damit machst du deine Nervosität sicher nicht besser«, fügte ihre Mutter hinzu.

Paula wandte ihren Blick Hilfe suchend Richtung Johannes, doch auch der schüttelte langsam den Kopf. »Keine gute Idee, Schwesterherz. Du springst den nur sauer.«

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