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Captain Cork Das ultimativ andere Weinbuch von Klimek, Manfred (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.12.2013
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER
eBook (ePUB)
16,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Captain Cork

Wein einmal ANDERS! Captain Cork macht Schluss mit dem Weingeschwätz! Unbeeindruckt von Weingurus und allgegenwärtigen Punktebewertungen spricht er Klartext und hat die besten Tipps für Weineinsteiger und alle, die sich nicht willenlos abfüllen lassen wollen. Kompetent, dabei gleichzeitig unterhaltsam und mit einer gehörigen Portion Humor nimmt Captain Cork den Leser mit auf große Fahrt in die Welt der Weine. Schonungslos räumt er mit den häufigsten Wein-Mythen auf und verrät wissenswerte Fakten und liebenswerte Anekdoten zum Thema. Ausgezeichnete und ungewöhnliche Weinfotografie verdoppelt den Lesespaß!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 14.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833837272
    Verlag: GRÄFE UND UNZER
    Größe: 17447 kBytes
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Captain Cork

WIR STECHEN IN SEE

Vor der großen Fahrt erzählt der Captain, wie Wein zu dem Getränk geworden ist, das wir so lieben, welche Weine man unbedingt gekostet haben sollte, was man an Hardware benötigt und warum Mythen oft Humbug sind. Er klärt auf, welche Weine zum Essen passen, wie der Wein im Kopf ankommt und warum man den Weintestern misstrauen sollte. Was zählt, ist das Bekenntnis zum eigenen Geschmack.
WAS IST WEIN?

Wein ist ein alkoholisches Getränk aus dem vergorenen Saft von Weintrauben. Eigentlich kann jeder Wein herstellen. Und hat das auch gemacht – ein paar Jahrhunderte lang. Bis dann Kultur und Staat Regeln entwarfen. So wurde Wein zu einem staatlich kontrollierten Kulturgetränk.

WAS IST IM WEIN?

Presst man die Traube aus, bekommt man neben den Schalen und Kernen vor allem Wasser, Zucker, Säure sowie Farb- und Gerbstoffe. Das sind die fünf wichtigsten Komponenten, jede davon (bis auf das Wasser) eine Wissenschaft für sich und Gegenstand teils energisch ausgefochtener Glaubenskriege. Wein ist in den letzten Jahren zu einem von Ideologien und Moden beeinflussten Geschäft geworden.

Bei der Gärung wird Zucker in Alkohol umgewandelt. Nicht der gesamte Zucker, denn fast immer bleibt etwas davon übrig, der sogenannte Restzucker, der meist unterhalb der Wahrnehmungsgrenze verharrt. Ist der Restzucker Teil des Weingeschmacks, spricht man von feinherben, halbtrockenen oder lieblichen (ein Igitt-Ausdruck, der löblicherweise gerade begraben wird) Weinen. Wird der Geschmack durch den Restzucker bestimmt, handelt es sich um Süßwein. Süßweine sind meist Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen, können aber in gewissen Weinregionen und in bestimmten Jahren auch Spätlesen und Auslesen sein. Und diese Unterscheidungen sind erst ein kleiner Teil der Vielfalt, die wir als Weintrinker erleben.

Die Säure ist wichtig, weil sie den Geschmack und die Frische des Weins beeinflusst. Ohne sie wären alle Weine nur spannungslose, schale Getränke. In der Beere kommen drei Säuren vor: Weinsäure, Apfelsäure und Zitronensäure. Bei der Gärung und Verarbeitung entstehen noch minimale Mengen anderer Säuren, etwa Essigsäure, Milchsäure oder Buttersäure. In der Analyse muss meistens nur die Weinsäure angegeben werden, jede der anderen angegebenen Säuren vermag jedoch einen Wein massiv zu beeinflussen. Bis hin zum Weinfehler.

Alkohol ist wichtig, weil er die Säure mildert und die Aromastoffe transportiert. Daraus abzuleiten, dass ein hoher Alkoholgehalt auch mehr Geschmack bedeutet, ist aber schlichtweg falsch. Es gibt zwei Arten von Alkohol im Wein: Ethanol und Methanol. Ethanol ist gut, Methanol hingegen böse, denn Methanol ist giftig. Zur Beruhigung: Methanol kommt im Wein nur in sehr geringer Menge vor. Weine können auf natürlichem Weg knapp 17 Prozent Alkohol erreichen, danach sterben die Hefen ab, sie haben sich praktisch zu Tode gesoffen.

Bei manchen Weinen aus warmen und heißen Regionen ist in den letzten zehn Jahren der Alkoholgehalt teils dramatisch angestiegen. Das ist zum Teil dem Diktat önologischer Moden zuzuschreiben, sehr oft aber auch die Folge des Klimawandels. So endeten beispielsweise im Jahr 2010 manche Bordeaux-Weine (vor allem jene aus der Rebsorte Merlot) nach der Gärung bei mehr als 16 Prozent Alkohol. Im Verschnitt der Sorten kann der Alkoholgehalt zwar gesenkt werden, doch die Entwicklung scheint nachhaltig und auch durch Gegenmaßnahmen wie Laubarbeit (nachzulesen im Kapitel "Der Winzer im Weinberg") nicht ausreichend gebremst zu werden.

Bleiben n

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