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Die 100 besten Weine der Welt von Staudt, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.03.2014
  • Verlag: Westend Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Die 100 besten Weine der Welt

Hundert Weine - die müssen Sie kennen! Ob Sauvignon Blanc, Pfälzer Riesling, Spätburgunder von der Ahr oder Côtes du Rhône - Wolfgang Staudt hat aus den Weinen der Welt die hundert besten herausgesucht. Kurzweilig, objektiv, fachkundig und verständlich beschreibt er in Kurzportraits alles Wissenswerte über hundert Top-Weine. Im Mittelpunkt stehen jeweils das individuelle Aroma und das sensorische Profil des Weins: Wie schmeckt er, wie duftet er, wie sieht er aus? Der Leser begibt sich auf eine Weltweinreise und lernt auch die regionalen Besonderheiten des jeweiligen Weingebiets kennen. Abgerundet werden die Portraits mit persönlichen Empfehlungen zu den besten Weingütern. Wolfgang Staudt beweist erneut, dass guter Wein nicht teuer sein muss.

Wolfgang Staudt ist Dozent und Weinprofi mit dem weltweit angesehenen 'Diploms in Wine and Spirits'. Seit 1995 ist er selbstständiger Veranstalter von Seminaren, Schulungen und Weinevents.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 31.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864895500
    Verlag: Westend Verlag
    Größe: 3367 kBytes
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Die 100 besten Weine der Welt

Global Player -
die weltweit erfolgreichsten
Rebsorten

Es gibt weltweit etwa 10 000 verschiedene Rebsorten, aber nur etwa 200 haben eine größere wirtschaftliche Bedeutung erlangt und lediglich ein Dutzend, davon die meisten aus Frankreich, verfügt über eine internationale Reputation. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube anzunehmen, der Winzer könne frei darüber entscheiden, welche Rebsorte er in seinem Weinberg anbaut. Abgesehen von den Kosten, die bei der Neubepflanzung eines Weinbergs entstehen, und den Beschränkungen, die sich aufgrund des Klimas und der Bodenart für die Wahl der Rebsorte ergeben, haben viele europäische Weinbauländer gesetzliche Festlegungen getroffen, welche Rebsorten in welchen Regionen zugelassen beziehungsweise verboten sind. In der Neuen Welt sind derlei Beschränkungen unbekannt, und doch hat diese größere Wahlfreiheit nicht etwa zu einer Kultur der Vielfalt, sondern zur Konzentration auf einige wenige Varietäten geführt.
Chardonnay - ein Alleskönner mit vielen
Gesichtern

Wohl keine andere Rebsorte ist heute so bekannt wie Chardonnay. Dabei ist es keine dreißig Jahre her, dass dieser Name noch gänzlich unbekannt war und man in feinen Gesellschaften zwar Chablis und Chassagne genoss, ohne jedoch die Rebsorte zu kennen, die sich hinter den noblen Herkünften verbarg. Auch wenn heute die edlen französischen Chardonnay-Gewächse noch immer ohne Rebsortenangabe in den Handel kommen, ist die Varietät weltweit in aller Munde. Sie wächst nahezu überall und verleiht den Weinen einen wohlklingenden, imageträchtigen Markennamen mit hohem Wiedererkennungswert.

Chardonnay ist eine Weltmarke. Wir finden diese Kreuzung aus den Rebsorten Pinot Noir und Gouais Blanc sowohl in den sehr kühlen als auch in den heißesten Ländern, in England ebenso wie in Indien, in der Champagne ebenso wie im heißen australischen Hunter Valley. Die Traube ist ein Muster an Fügsamkeit und zeigt sich selbst unter ungünstigen Verhältnissen in akzeptabler Qualität. Wie kaum eine andere weiße Traube besitzt Chardonnay eine ungeheure Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Klimazonen, Bodenverhältnisse und Vinifizierungspraktiken. Bei moderatem Ertrag kann Chardonnay die Besonderheiten von Jahrgang und Weinberg klar und prägnant kommunizieren, zugleich reagiert er aber wie kaum eine zweite Sorte auf die modernen kellertechnischen Möglichkeiten. Viele Weinmacher lieben Chardonnay, weil sie bei ihm das ganze Spektrum an Techniken und Präparaten der modernen Önologie zum Einsatz bringen können.

Wie ist es möglich, dass Chardonnay sowohl auf die Besonderheiten der natürlichen Entstehungskontexte als auch auf die diversen Eingriffe der Kellermeister gleichermaßen anspricht? Anders als Riesling und Sauvignon Blanc hat Chardonnay aus sich heraus keine unverwechselbaren, leicht identifizierbaren Geschmacksmerkmale und so spiegelt diese Rebsorte unmittelbar alle Arten von Terroir und kellertechnischer Behandlung wider. Ihre besondere Manipulier- und Gestaltbarkeit macht die Sorte zu einer attraktiven Herausforderung für ambitionierte, leider aber auch für bornierte Weinmacher. Gerade weil beim Chardonnay die kellertechnischen Möglichkeiten locken, ist die Versuchung groß, den Weinberg als wichtigsten Qualitätsfaktor zu vernachlässigen.

Neben den Massenweinen für Einsteiger mit ein wenig Restsüße und einer Spur Würze von Eichenholzchips liefert Chardonnay aus bevorzugten Lagen und den Händen ehrgeiziger Produzenten einige der weltbesten trockenen Weißweine und ist Bestandteil der feinsten Schaumweine. Vor allem zwei übergeordnete stilistische Profile lassen sich deutlich v

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