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How to Drink Gin: Deutschland Die 100 besten Gins von Mixology (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.05.2019
  • Verlag: Merian / Holiday, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag
eBook (ePUB)
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How to Drink Gin: Deutschland

Nach dem überragenden Start der Reihe 'How to Drink', folgt nun die bereits erwartete Fortsetzung mit Blick auf die hiesige Gin-Gemeinde. Was vor einigen Jahren als kleine Szene von England nach Deutschland kam, ist heute voll im Mainstream angekommen: Das Bewusstsein und die Leidenschaft für guten Gin. Zahlreiche Hersteller aus allen Teilen des Landes beweisen, wie vielseitig die neue Lieblingsspirituose der Deutschen ist. Als erster Guide, der nicht nur die hiesige Szene in den Blick nimmt, sondern auch in Bewährter 'How to Drink' manier darüber aufklärt, wecher Gin sich für welchen Drink am besten eignet, ist 'How to Drink Gin: Deutschland' nicht nur der Nachfolger seines erfolgreichen Vorgängers, sondern ein echter Gewinn für den hiesigen Gin-Liebhaber.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 07.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833870248
    Verlag: Merian / Holiday, ein Imprint von GRÄFE UND UNZER Verlag
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How to Drink Gin: Deutschland

A SPICY STORY

Deutscher Gin ist erst seit wenigen Jahren "in". Doch die heimische Tradition der Wacholder-Destillate ist nicht neu, sie hat hierzulande eine Geschichte, die mehrere Jahrhunderte zurückreicht. Obwohl es manchem Fußballfan nicht gefallen wird: Die kulturelle Nähe zu den Niederlanden spielt dabei eine zentrale Rolle. Und ein Sk i -Unfall hat auch noch seinen Teil zur Historie beigetragen.

Die Brennerei Eversbusch in Hagen-Haspe im Jahre 1938. Geändert hat sich dort bis heute nur wenig: Auch der "Doppelwachholder" von dort schreibt sich noch immer stolz mit "hh".
ZWISCHEN GESTERN UND HEUTE: DIE GESCHICHTE DES DEUTSCHEN GINS

Die neue deutsche Gin-Welle beginnt wahrlich mit einem Knall: In den Tiroler Alpen fahren sich Dr. Ulf Stahl und Gerald Schroff gegenseitig in die Skier. Wie es der Zufall will, begegnen sie sich noch am gleichen Abend an einer Hotelbar wieder: der eine, dekorierter Mikrobiologe, als Gast, der andere, Diplom-Hotelier, als Bartender. Über mehrere Abende entsteht eine kleine Freundschaft, die kurze Zeit darauf in einer großen Idee mündet: der Wiederbelebung von Adler Gin .

Schroff, der schon für Alfons Schuhbeck gearbeitet hat, verlässt die Berge und zieht nach Berlin, wo er die im Dornröschenschlaf liegende Preussische Spirituosen Manufaktur vorfindet, wo Stahl tätig ist. Das ist zumindest die romantische Version. In der Realität bedeutet die Revitalisierung der Anlage, die 1874 als Versuchsanstalt des Verbandes der Spirituosenfabrikanten Deutschlands (VLSF) im rauen Stadtteil Wedding eröffnet wurde, harte Arbeit. "Die Scheiben sahen aus, als wären sie aus Milchglas. In Wahrheit war es der jahrzehntelange Beschlag von ätherischen Ölen, den wir in Handarbeit mit der Rasierklinge abkratzen mussten", erinnert sich Schroff an die Anfänge.

2007 schließlich kommt Adler Gin auf den Markt, der großteils auf einem Rezept von Max Delbrück beruht, dem ersten Leiter der VLSF. Adler Gin leitet somit nicht nur als Produkt die neue deutsche Gin-Welle ein, sondern nimmt auch deren Philosophie vorweg: Es geht um hochwertige, handgemachte Spirituosen, in denen persönliche Leidenschaft steckt.

Dass Schroff und Stahl in ihrem Vorhaben auf ein Rezept aus dem vorigen Jahrhundert zurückgreifen, verdeutlicht aber auch, dass deutscher Gin auf eine Historie zurückblicken kann. Sie mag nicht so groß sein wie in England, dem Mutterland des Gins; aber die Deutschen und Wacholder - das ist schon lange eine Liaison. Sie war nur etwas in Vergessenheit und Verruf geraten.

Das Haus Schlichte war die führende Wacholder-Brennerei in Steinhagen und damit stilprägend für die ganze Gattung. Und Schlichte war auch die letzte Steinhagener Brennerei, die aufgekauft wurde. Nach rund 150 Jahren.
VON DER ARZNEI ZUM ARBEITGEBER

Um das zu verstehen, wirft man am besten einen Blick ins westfälische Steinhagen. Das heute knapp 20.000 Einwohner zählende Städtchen trägt die Wacholderbeere gar im Stadtwappen, und das nicht von ungefähr. Arzneien auf Basis von Wacholder - schon seit dem Mittelalter u. a. für seine magenberuhigende Wirkung geschätzt - wurden dort seit dem 15. Jahrhundert verwendet. Mit der aufkommenden Destillationskunst in Europa wurde Steinhagen dann rasch zu einem Epizentrum des deutschen Wacholderschnapses.

Brannten die Steinhagener zunächst meist für den Hausgebrauch, war es Heinrich Wilhelm Schlichte , der um 1840 begann, seine Erzeugnisse weitläufiger zu vertreiben. Steinhäger wird mit den Jahrzehnten zum geflügelten Begriff, verkauft in markanten Flaschen aus Steinzeug. Diese halten die Flüssigkeit nicht nur kühl, sondern verleihen Steinhäger auch noch lange Zeit sein Image.

Zur Hochblüte produzieren in Steinhagen ca. 20 B

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