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How to Drink Gin Vom Mixen und Trinken von Broom, Dave (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.09.2016
  • Verlag: Hallwag
eBook (ePUB)
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How to Drink Gin

Mit diesem Titel stellt Dave Broom nicht nur seine Gin-Expertise unter Beweis, sondern auch: Gin hat sein altmodisches Image längst abgelegt und zählt zu den angesagtesten Spirituosen! Die Zahl der Gin-Marken wächst ständig - Bartender und Gin-Liebhaber entdecken ihn als qualitativ hochwertige Basis-Spirituose für einfache und komplexe Drinks. Dave Brooms neuester Titel erzählt davon, wie man Gin am besten trinkt und genießt! Voller praktischer, faszinierender und unterhaltsamer Informationen rund um den Gin-Genuss - mit allen nur möglichen Gin-Stilen. Kurze Einführungen in über 120 Gins lassen die Leser teilhaben an seinen Entdeckungen, beschreibt, wie der jeweilige Gin wann, zu welchen Gelegenheiten und mit welchem Begleiter (von Tonic Water über Sicilian Lemonade bis Vermouth und Campari) am besten zu trinken ist: Einfach einsteigen, selbst mixen und genießen! Rund 40 Cocktail-Rezepte bieten weitere faszinierende Geschmackserlebnisse und zeigen: Gin ist mehr als nur Gin Tonic!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 05.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833858499
    Verlag: Hallwag
    Größe: 70942kBytes
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How to Drink Gin

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EINFÜHRUNG

Mein Vater trank Whisky, meine Mutter trank Gin. Was wie der Anfang eines Country-&-Western-Songs klingt, entspricht mehr oder weniger der Wahrheit - zumindest der erste Teil. Denn richtig getrunken hat meine Mutter nicht, sieht man vom gelegentlichen Sherry vor dem Abendessen ab. Einmal allerdings gestand sie mir tatsächlich: "Am besten geschmeckt hat mir der Gin Tonic, aber du weißt ja ...". Sie musste nicht weitersprechen, ich wusste, was sie meinte: Frauen tranken keinen Gin.

Seltsamerweise aber hatte sie Gin ihre Ehe zu verdanken. Ihr erstes Rendezvous mit meinem Vater war gleichzeitig ihr erster Pub-Besuch. Als mein Vater sie fragte, was sie trinken wollte, brachte sie nur erschrocken "Gin and It" heraus. Sie hatte irgendwo von dem Cocktail gehört, vielleicht war er auch in einem Film erwähnt worden, den sie gesehen hatte. Aber probiert hatte sie ihn noch nie. Der erste Drink meiner Mutter war das in einem Pub im Glasgower East End servierte britische Äquivalent zum Martinez. Was mich schon etwas stolz macht. Denn da meine Eltern bald danach heirateten und ich einige Jahre später zur Welt kam, verdanke ich dem Gin sozusagen meine Existenz.

Die Beziehung meiner Mutter zu Gin hatte ihren Ursprung in den Londoner Gin-Wirren des 18. Jahrhunderts. Auch haften dem Brand der Bann der presbyterianischen Kirche und die anrüchigen Exzesse britscher Bohemiens zwischen den beiden Weltkriegen an. Gin galt als protzig, stark und pöbelhaft zugleich. Lange Zeit trug er schwer an den Anwürfen aus jeder Ecke.

Meine Liebesbeziehung zu Gin begann spät. In dem Schottland, in dem ich aufgewachsen bin, tranken Männer Whisky. Gin galt als "englisch", als Drink für Snobs in Golfklubs und eine gewisse soziale Klasse. Er stand für Status, Stand und Attitüde.

Jahre später bekam ich meinen ersten Martini zu trinken. Desmond Payne von der Beefeater Distillery in London mixte ihn für mich. Die Gin-Brennerei war damals ein einsamer, leer hallender Ort, den nur noch die Leidenschaft eines einzigen Mannes am Leben hielt. Ich inhalierte die Aromen der Botanicals, bestaunte die Brennblasen, beschnüffelte den New Make, nippte am Drink und dachte nur: "Wo bist du bloß mein ganzes Leben lang gewesen?"

Damals steckte Gin noch in einer Flaute. Die Brennereien probierten ziellos herum, indem sie die Alkoholstärken veränderten und Aromen hinzufügten. Dann trat der Bombay Sapphire in Erscheinung und mit einem Mal erwachte das Interesse an Gin neu. Ebenso wichtig aber war, dass seine Renaissance mit dem Londoner Cocktail-Revival zusammenfiel, als Menschen meines Alters wieder Klassiker trinken konnten. Ein kleiner, verschworener Verbund aus Brüdern und Schwestern in der Diaspora rief laut: "Wir lieben Gin!"

Wenig später flog mich Charles Rolls in einem zweisitzigen Flugzeug mit zwei Kisten Gin an Bord nach Plymouth (warum wir Gin in die Brennerei mitnahmen, weiß ich bis heute nicht so recht). Dabei fiel mir auf, dass für jeden, der in der Scotch-Landschaft etwas zu erzählen hatte, Gin der erste Drink gewesen war. Ich wurde zum eingefleischten Gin-Liebhaber. Mich faszinierten seine komplexe Persönlichkeit, seine Geschichte, sein Status als Underdog.

Jetzt, da scheinbar jede Woche 20 neue Marken die Bühne betreten und an jeder Ecke weitere Brennereien aufmachen, kommt mir das alles wie ein wirrer Traum vor. Gab es tatsächlich eine Zeit, in der Gin verschmäht und stigmatisiert wurde, als Martinis Wodka-Mischge

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