text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

How to Drink Rum Vom Mixen und Trinken von Broom, Dave (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.09.2017
  • Verlag: Hallwag
eBook (ePUB)
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

How to Drink Rum

Erfahren Sie, warum Rum gerade eine echte Renaissance erlebt und heute zu den angesagtesten Spirituosen zählt! Die Zahl der Rum-Marken wächst unaufhörlich - Bartender und Liebhaber entdecken ihn als qualitativ hochwertige Basis-Spirituose für einfache und komplexe Drinks. Dave Broom zeigt kenntnisreich, was es mit international verbreiteten Stilen, wie Premium Aged und Spiced Rums, sowie mit besonderen Rums, wie Cachaça auf sich hat. Mit kurzen Einführungen in über 100 Rumsorten, Hintergründen zur deren Entstehung und einer aromatischen Verortung auf einer Flavour Map lässt er die Leser teilhaben an seinen Entdeckungen. Er beschreibt darüber hinaus, mit welchem Begleiter (von Kokoswasser über Ginger Beer und Clementinensaft bis Cola) der jeweilige Rum am besten zu trinken ist: Einfach einsteigen, selbst mixen und genießen! Über 50 Cocktail-Rezepte bieten weitere faszinierende Geschmackserlebnisse und zeigen: Rum gehört in jede sortierte Hausbar!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 13.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833862885
    Verlag: Hallwag
    Größe: 78390 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

How to Drink Rum

GESCHICHTE

Sie geht so: Inseln werden kolonisiert, Pflanzer kommen, bauen Zuckerrohr an, schaffen Sklaven herbei, überlegen, wie man Melasse verwerten könnte, und beginnen Rum in die Welt hinauszuschicken, um die Ernte möglichst gewinnbringend zu nutzen. Gräbt man tiefer, stößt man auf kulturelle Identität - jene symbiotische Beziehung zwischen Ort und Produkt, die sich in der Geschichte des Rums zu verschiedenen Zeiten und auf unterschiedliche Weise manifestiert.

Zuckerrohr gehört zu den Gräsern.

ZUCKER: IM BANN DES SÜSSEN

Eines Tages, es gab noch keine Menschen, aber Zuckerrohr, bildeten sich an den Halmen eines solchen Zuckerrohrs zwei Beulen. Sie wuchsen und wuchsen, bis der Halm platzte und der erste Mann und die erste Frau auf die Erde fielen. Wir sind Kinder des Zuckers, glaubt man auf den Inseln des Pazifiks. Indem wir Zuckerrohr kauen, schmecken wir unsere Ursprünge. Es nährt und stützt uns, es hat uns hervorgebracht.

Bereits vor 10.000 Jahren wurde in Neuguinea Zuckerrohr domestiziert. Vor etwa 3.000 Jahren erreichte das Gras das asiatische Festland. In Indien nannte man um 500 v.Chr. Stücke aus Zuckersirup khanda - das englische candy ist davon abgeleitet. Auch unser deutsches Wort Zucker hat seinen Ursprung auf dem Subkontinent: sarkara bedeutete im Sanskrit "körniger Zucker". Und den schien der Himmel geschickt zu haben: Kamadeva, der Hindu-Gott der Liebe, beschießt seine Opfer mit Pfeilen aus Blüten, abgeschossen von einem Bogen aus Zuckerrohr. Buddha wiederum ist der Überlieferung zufolge ein Vorfahr des legendären Königs Ikshvaku ( iksu bedeutet Zuckerrohr).

Für Chinas Buddhisten war Zucker Nahrung und Medizin zugleich. Seine Herstellung umfasste das Entfernen von Unreinheiten und konnte so als Metapher für die Erleuchtung gedeutet werden. Im 7. Jahrhundert schickte Kaiser Taizong aus der Tang-Dynastie Expeditionen nach Indien, wo sie dem Geheimnis des Zuckerraffinierens auf die Spur kommen sollten. Wer Zucker kostete, verfiel seinem süßen Zauber.

Indien: Heimat des ersten Zuckerrohrbrands

"Zuckerwein" gab es in Indien wie in China, doch deutet nichts darauf hin, dass die chinesische Version durch Destillation entstand. Indische Quellen dagegen erwähnen einen Brand auf Zuckerbasis. Als Sultan Alauddin Khilji, der von 1296 bis 1316 regierte, den Verkauf von Wein untersagte, bereiteten seine Untertanen ein Getränk aus problemlos verfügbarem Zucker - und destillierten es.

Älter noch ist eine Liste von Aufgaben des "Oberaufsehers für Branntwein" in Buch II, Kapitel XXV des Arthasha stra , einer alten hinduistischen Abhandlung über Politik und Staatskunst. Auf der Liste zugelassener Getränke findet sich amlasidhu , ein Geist aus Melasse. Die Originaltexte stammen aus der Zeit zwischen 375 und 250 v.Chr., doch wurde der Eintrag wohl nachträglich hinzugefügt, wenn auch vor 300 n.Chr. Auf jeden Fall scheinen die Ursprünge des Zuckerrohrbrands damit in Indien zu liegen.

Persien

Als die Texte verfasst wurden, befand sich das Zuckerrohr bereits auf dem Weg nach Westen. Erstmals erwähnt wurde es 327 v.Chr. von Nearchus, einem General Alexanders des Großen. Er berichtete von einem "Schilfrohr in Indien, das ohne Hilfe von Bienen Honig erbringt, aus dem ein berauschender Trunk gewonnen wird". Es könnte sich um Zuckerwein gehandelt haben.

Der Anbau von Zuckerrohr in großem Stil begann erst im 6. Jahrhundert, nachdem Kaiser Darius in Indien eingefallen war und die Pflanz

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen