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Vietnam von Bingemer, Susanna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.12.2012
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Vietnam

Susanna Bingemer und Hans Gerlach haben Vietnam besucht und sich in das Land verliebt. Die kulinarische Vielfalt ist begeisternd, die Landschaft beeindruckend und die Menschen sind liebenswert und gastfreundlich. Sie haben die köstlich frischen Gerichte der Garküchen probiert, die Ursprünge und Variationen der Frühlings- und Glücksrollen erkundet und die karamellig schmeckenden Tontopfgerichte genossen. Sie berichten über die berühmte Kaiserküche aus Hue, die vegetarische Küche der buddhistischen Mönche und fanden heraus, was man mit der knallig pinkfarbenen Drachenfrucht anstellen kann. Beraten von dem Ethnologen Dr. Tien Huu, der lange in München ein vietnamesisches Restaurant betrieben hat, hat Hans Gerlach die besten Rezepte des Landes zusammengestellt. Die Reportagen von Susanna Bingemer vermitteln einen authentischen Einblick in Traditionen, Feste, das alltägliche Leben und die Kultur des Landes. Susanna Bingemer ist ausgebildete Journalistin und Food-Autorin. Seit vielen Jahren schreibt sie für Magazine und in Büchern über kulinarische Traditionen und Trends. Dabei fasziniert sie besonders die Frage, wie Essen die Gesundheit beeinflusst. Ihr Wissen über gesunde Ernährung mit Superfood gibt sie auch in Kursen und auf ihrem Blog www.eatsleepgreen.de weiter. Susanna Bingemer lebt in München und betreibt dort gemeinsam mit Hans Gerlach das Büro "food und text". Für den GRÄFE UND UNZER VERLAG haben sie gemeinsam die Bücher "Kochen mit Superfoods" und"Superfoods. Kraftpakete aus der Natur" geschrieben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 10.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783833831669
    Verlag: GRÄFE UND UNZER
    Größe: 53936 kBytes
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Vietnam

Vietnam
Essen ist Frieden

Bäuerinnen mit Kegelhüten, die in dampfende Felder Reis pflanzen; Geschäftsleute im Anzug; kahl geschorene Mönche; Beamte in militärgrünen Uniformen; Jugendliche in Jeans. Elegante Hotels im Kolonialstil und Hütten auf dem Wasser; Heere von Hondafahrern und Wasserbüffel, die langsam die Erde pflügen – das alles ist Vietnam. Der Küstenstaat am Südchinesischen Meer ist ein Land großer Kontraste, ein Land, das noch sehr alten Traditionen verbunden ist, sich dennoch mit Enthusiasmus in den Fortschritt wagt.

Das macht es heute zu einer der spannendsten Regionen Asiens.

Lange Zeit haben viele Vietnam nur mit Krieg in Verbindung gebracht. Kein Wunder: Allein in der jüngeren Geschichte war das südostasiatische Land 30 lange Jahre im Kriegszustand – gegen die Kolonialmacht Frankreich, später gegen die Amerikaner. Nach Kriegsende war das Land vom Rest der Welt praktisch isoliert. Bis vor wenigen Jahren, seit der kommunistische Staat einen Kurs der vor allem wirtschaftlichen "Erneuerung" fährt, bei dem er sich mehr und mehr dem Ausland öffnet. Jetzt erhebt sich Vietnam wie Phoenix aus der Asche. Was dabei hilft: Die Vietnamesen sind kein nachtragendes Volk. Fast alle wollen einen Neubeginn mit den Feinden von damals. Und über die Hälfte der Bevölkerung ist so jung, dass sie den Vietnamkrieg nur aus Geschichtsbüchern kennt. Erst seit einigen Jahren für den breiten Tourismus zugänglich, boomt Vietnam inzwischen im doppelten Sinn – als neues asiatisches Wirtschaftswunder und als faszinierendes Reiseland mit einmaligen Kulturschätzen, aufregenden Landschaften, liebenswerten Menschen und einer einzigartigen Küche.

Diese Schulmädchen kennen den Vietnamkrieg nur aus dem Geschichtsbuch.



Essen ist hohe Lebenskunst

Essen ist in Vietnam wesentlich mehr als die reine Nahrungsaufnahme. " Es ist eine hohe Lebenskunst ", so der vietnamesische Ethnologe Tien Huu. Essen sichert zugleich Überleben und Fortpflanzung. Man isst, um zu leben und bleibt dabei auch in Verbindung mit den verstorbenen Ahnen, die in der Religiosität der Vietnamesen eine große Rolle spielen. So erklären sich auch die vielen Speisenopfer bei der Ahnenverehrung auf dem Hausaltar. Die Bedeutung des Essens liegt in der vietnamesischen Geschichte begründet, die über Jahrtausende von Kriegen, Dürre und Überschwemmungen bestimmt war. Not macht bekanntlich erfinderisch, und so lernten die Vietnamesen aus wenigen Zutaten in kurzer Zeit das Bestmögliche zu zaubern. Glück – so ein Sprichwort – heißt für einen vietnamesischen Bauern, sich satt essen zu können.

Nicht nur das Essen selbst, sondern auch die Art und Weise, wie gegessen wird, hat in Vietnam einen symbolischen Sinn. Im Gegensatz zu westlichen Küchen kommen bei einem vietnamesischen Mahl alle Speisen gleichzeitig auf den Tisch. Alle, die an der Mahlzeit teilnehmen, bedienen sich aus denselben Schüsseln, tunken ihr Essen in denselben Dip. So wird aus dem Essen ein Akt der Gemeinschaft und gegenseitigen Sympathie – nur wer sich mag, isst aus derselben Schüssel. Besondere Bedeutung kommt dabei auch den Essstäbchen zu: Wer mit ihnen isst, muss langsam essen, sich Zeit nehmen, seine ganze Aufmerksamkeit der Mahlzeit schenken.

Wer mit Stäbchen isst, zerschneidet das Essen nicht grob, sondern zupft vorsichtig Fleisch- oder Gemüsestücke vom gemeinsamen Teller und schiebt die besten Stücke dem anderen zu. In Vietnam sagt man: "Wer mit Schale und Essstäbchen umzugehen versteht, versteht auch mit Worten umzugehen" .

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