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A.S. der Unsichtbare Roman von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.11.2003
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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A.S. der Unsichtbare

Fast jede Nacht verließ der reiche Mr. Merrivan heimlich sein Haus. Wohin er ging, interessierte niemanden - bis er getötet wurde. Man fand seine Leiche im Arbeitszimmer. Die Pulverspuren auf der weißen Weste verrieten, daß er aus nächster Nähe erschossen wurde. Seltsamerweise trug Mr. Merrivan zum Abendanzug unförmige, lehmverkrustete Stiefel ...

Geboren wurde Edgar Wallace 1875 als unehelicher Sohn eines Schauspielers. Er wuchs in armen Verhältnissen auf, blieb ohne Schulabschluss und hielt sich mit Gelegenheitsjobs wie Milchhändler, Maurergehilfe oder Zeitungsverkäufer über Wasser. Schließlich begann er kleine Artikel für die Zeitung zu schreiben. Mit Erfolg: Er arbeitete sich hoch bis zum Chefredakteur. Später lebte er als freier Schriftsteller und schrieb Sachbücher, Lyrik und Theaterstücke, 1904 schließlich seinen ersten Krimi ('Die vier Gerechten') - das Debüt einer beispiellosen Karriere. Edgar Wallace verfasste 175 Romane, 24 Theaterstücke, eine große Anzahl von Kurzgeschichten, Essays, Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln und Drehbüchern. Die Filme, die nach seinen Vorlagen gedreht wurden, sind kaum zu zählen. Edgar Wallace verstarb hoch verschuldet 1932 in Hollywood.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 195
    Erscheinungsdatum: 21.11.2003
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783894803025
    Verlag: Goldmann
    Größe: 403 kBytes
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A.S. der Unsichtbare

3

Stella Nelson verließ das Postamt in Bestürzung und Schrecken. Obgleich sie sich nicht umsah, wußte sie doch, daß ihr der Herr mit den scharfgeschnittenen Gesichtszügen aus der Telefonzelle nachschaute. Was würde dieser Mann denken, für den wahrscheinlich schon das kleinste Zucken eines Augenlides Bedeutung hatte?

Sie war beinahe schwach geworden, als sie das Wort Detektiv hörte; er hatte auch sicher gesehen, wie sie schwankte und blaß wurde, und er mußte sich über ihr Benehmen gewundert haben.

Am liebsten wäre sie davongelaufen; und es bedurfte ihrer ganzen Willenskraft, ihre Schritte nicht noch mehr zu beschleunigen. Sie ging rasch den Abhang zum Bahnhof hinunter. Dort erfuhr sie, daß sie noch eine halbe Stunde bis zum Abgang des Zuges zu warten hatte. Sie war so frühzeitig von zu Hause fortgegangen, weil sie noch einige Besorgungen machen wollte. Aber konnte sie zurückkehren? Durfte sie sich seinen forschenden Blicken, die sie so erschreckt hatten, noch einmal aussetzen?

Schließlich ging sie zurück. Ihr Selbstbewußtsein zwang sie dazu. Und sie atmete erleichtert auf, als sie sah, daß der dunkelblaue Wagen verschwunden war. Sie eilte von einem Geschäft zum anderen, um so schnell wie möglich fertig zu werden. Nach kurzem Zögern wandte sie sich wieder zum Postamt und kaufte noch einige Marken. "Welchen Beruf hatte der Herr, von dem wir vorhin sprachen?" Es kostete sie einige Mühe, ruhig zu fragen.

"Er war Detektiv, mein Fräulein", sagte der alte Postbeamte wichtig. "Ich weiß nicht, hinter wem er her ist." "Wohin ist er denn gegangen?" Sie fürchtete schon die Antwort. "Er wollte nach Beverley Green fahren, wie er mir sagte."

Der Postbeamte schien nicht das beste Gedächtnis zu haben, sonst hätte er sich darauf besinnen müssen, daß Andy eine solche Absicht nicht geäußert hatte.

"Nach Beverley Grenn?" wiederholte sie langsam. "Er heißt Macleod!" rief er plötzlich. "Ach ja, jetzt erinnere ich mich!" "Wissen Sie, ob er hier wohnt?"

"Nein, mein Fräulein, er ist nur auf der Durchreise. Banks, der Fleischermeister, wollte es nicht glauben, daß wir einen richtigen Detektiv in der Stadt hatten - einen Beamten von Scotland Yard. Macleod machte die entscheidende Zeugenaussage in dem Marchmont Gift mordprozeß. Erinnern Sie sich nicht ...? Das war eine aufregende Geschichte! Ein Mann vergiftete seine Frau, weil er eine andere heiraten wollte, und durch Macleods Aussage kam er an den Galgen. Für Mordprozesse habe ich ein ausgezeichnetes Gedächtnis."

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