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Abgekratzt: Die sauberen Fälle der Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky - Band 2 von Schulz, Gesine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.04.2016
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Abgekratzt: Die sauberen Fälle der Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky - Band 2

Mörderisch gut und humorvoll erzählt: Entdecken Sie 'Abgekratzt' von Gesine Schulz jetzt als eBook bei dotbooks. Ganz gleich, ob sie hinter Wollmäusen her ist, einen Mord aufklären soll oder zum Geburtstag verschenkt wird - Karo Rutkowsky, Privatdetektivin mit schwacher Auftragslage sowie erfolgreiche Putzfrau von Villen und Lofts, erledigt ihre Fälle mit Schwung. Nicht immer legal, aber gründlich! Als hätte Janet Evanovich eine Episode für 'Der Tatortreiniger' geschrieben. Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Abgekratzt' von Gesine Schulz. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Gesine Schulz wurde in Niedersachsen geboren und ist im Ruhrgebiet aufgewachsen. Weil sie Bücher mochte und die Welt sehen wollte, wurde sie Bibliothekarin und ging für mehr als zehn Jahre ins Ausland. Zurzeit lebt sie als Autorin überwiegend im Ruhrgebiet, ist aber auch gerne in Irland, wo ihr zweiter Schreibtisch steht. Gesine Schulz rief 2004 den "Internationalen Tag der Putzfrau" ins Leben, der seitdem am 8. November begangen wird. Die Website der Autorin: www.gesineschulz.com Bei dotbooks erscheint Gesine Schulz' Krimi-Reihe ... rund um Privatdetektivin Karo Rutkowsky, die folgende Bände umfasst: 'Ausgebadet' 'Abgekratzt' 'Abgebürstet' 'Weggewischt'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 70
    Erscheinungsdatum: 04.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958240995
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1148kBytes
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Abgekratzt: Die sauberen Fälle der Privatdetektivin & Putzfrau Karo Rutkowsky - Band 2

Café mit Schuss

Von Gesine Schulz & Mischa Bach

Frau Kramer-Weedemann trat ins Café, entdeckte Karo und ließ sich nach kurzem Zögern am Nachbartisch nieder.

Sie hielt die Speisekarte dicht vor ihr Gesicht und sagte, fast ohne ihre Lippen zu bewegen: "Hier kann ich nicht reden. Nicht in aller Öffentlichkeit. Wie stellen Sie sich das vor?"

Karo nickte. Sie hatte nie behauptet, das Theater-Café sei das ideale Ausweichquartier für ihr Detektivbüro. Aber es lag in der Nähe und war quasi mietfrei, sah man davon ab, dass sie regelmäßig etwas bestellen musste.

Kein allzu großes Opfer, wenn sie an die Mandeltorte dachte oder an die skandinavische Lachscremesuppe, die als nächstes auf ihrer Agenda stand.

Die Betreiber des Café Central hatten sich bereiterklärt, ihr für die zwei Wochen, die der Schlagbohrhammer in der Etage über ihrem Büro tobte, jeden Nachmittag einen Tisch zu reservieren, solange sie ihr Geschäft diskret betrieb.

Karo erhob sich und forderte Frau Kramer-Weedemann mit einer Kopfbewegung auf, ihr zu folgen. Dies war bereits die dritte Kundenbesprechung, die sie im Vorraum der nach Pinien riechenden Damentoilette abhielt, wenn auch die erste mit einer Frau.

"Höchst irregulär", sagte Frau Kramer-Weedemann. "Wieso können wir uns nicht in Ihrem Büro treffen, Frau Rutkowsky? Und was ist mit Ihrem Kopf? Ein Dienstunfall?"

"In gewisser Weise. Ja." Durch die Umbauarbeiten in der Etage über ihrem Büro hatte sich ein Stück des Deckenputzes gelöst und Karos Kopf getroffen. Ein großes Pflaster verbarg die kahle Stelle mit den sechs Stichen auf ihrem Kopf. Das meiste Blut war vom Strafgesetzbuch aufgesaugt worden, das sie aufgeschlagen hatte, um den letzten Klienten zu beeindrucken und das jetzt noch eindrucksvoller aussah. "Im Büro ist es zurzeit zu laut. Die Volkshochschule baut über dem Kino um. Also, worum geht es?" Als wüsste sie es nicht. Seit zwei Jahren war die Frau eine angenehme und fast regelmäßige Einnahmequelle für sie.

"Ja, ich fahre übernächste Woche wieder für ein paar Tage zu meiner Mutter nach Neustadt-Glewe. Wenn Sie dann ein Auge auf meinen Mann haben würden. Sie wissen, ob irgendwelche Frauen ..."

Karo nickte. Die einzige Ausschweifung, der sich Herr Weedemann während der Abwesenheiten seiner Frau hingab, war eine cholesterin-überladene Ernährung. Pizza oder Pommes mit Currywürsten vom Chinesen an der Ecke. "Ich werde ihn nicht aus den Augen lassen."

"Danke. Übrigens, das war doch Adam Czerny, der oben im Café am Fenster saß! Ich glaube, ich gehe noch mal zurück und trinke einen Kaffee. Welch ein Mann! Immer noch, finden Sie nicht auch? Und welch ein Schauspieler war er. Tragisch, dass er durch den Krebs seine Stimme verlor. Haben Sie ihn mal auf der Bühne gesehen?"

"Nein. Nur im Kino. In den beiden Fassbinder-Filmen und im Faust."

"Ah, wissen Sie, dass ich ihn damals erlebt habe, als Faust bei den Ruhrfestspielen? 1949 war das. Gott, was haben wir für ihn geschwärmt." Frau Kramer-Weedemann bekam feuchte Augen. "Mein Mann und ich haben Karten für die Premiere von Czerny . Er ist wohl wegen des Stückes da. Nimmt er an den Proben teil?"

"Keine Ahnung. Aber er sitzt jeden Nachmittag an seinem Tisch, die Schauspieler kommen und reden mit ihm, und natürlich die Gondek."

"Ah. Natalja Gondek, so ein Energiebündel. Zu dünn, natürlich. Wir sahen uns neulich auf arte ihr erstes Lebens-Spiel an, über ... na, wie heißt sie noch, die Gründgens-Witwe ... Marianne Hoppe! Die Aufführung vom Berliner Theatertreffen. Wirklich superb! Diese Collage aus Fakten und Mythos, Tanz, Theater und Film. Ungewöhnlich. Ich bin gespannt, was sie aus unserem Czerny macht."

Im Ruhrgebiet war er nicht "der Czerny", einer der großen deutschen Schauspieler der Nachkriegszeit; hier hieß er "unser Czerny", auch wenn er seine meisten Bühnenjahre in Berlin, München und Wien verbracht

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