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Agatha Raisin und das Geisterhaus Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.03.2020
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Agatha Raisin und das Geisterhaus

Als die Lokalzeitung über ein Geisterhaus im Nachbardorf berichtet, ist Agathas Neugier geweckt. Während sie dort herumschnüffelt, stellt sich allerdings heraus, dass keineswegs ein Geist sein Unwesen treibt. Stattdessen spielt jemand der alten und allseits unbeliebten Hausbesitzerin Mrs. Witherspoon Streiche. Und dann ist die alte Dame plötzlich tot. Das ist für Agatha natürlich ein noch größerer Ansporn: Schließlich macht es viel mehr Spaß, ein Verbrechen aufzuklären, als einen Geist zu jagen! M. C. Beaton ist eines der Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Nachdem sie lange Zeit als Theaterkritikerin und Journalistin tätig war, beschloss sie, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Mit ihren Krimi-Reihen um die Detektivin Agatha Raisin und den Dorfpolizisten Hamish Macbeth feiert sie bis heute große Erfolge. M. C. Beaton lebt abwechselnd in Paris und in den Cotswolds.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 253
    Erscheinungsdatum: 27.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732578061
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Agatha Raisin 14
    Originaltitel: Agatha Raisin and the Haunted House
    Größe: 747 kBytes
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Agatha Raisin und das Geisterhaus

Eins

D ie Maul- und Klauenseuche hatte das Land im Griff und faktisch abgesperrt. Wanderwege und Weidegatter waren mit Ketten und Vorhängeschlössern versehen. Der Frühling war kalt und nass, und die ersten Narzissen duckten ihre gelben Köpfe im prasselnden Regen.

Vom Reetdach von Agatha Raisins Cottage tropfte es elendig herab. Sie saß mit ihren Katzen auf dem Küchenfußboden und fragte sich, wie sie das vertraute Gefühl der Langeweile abwehren konnte, das sich in ihr regte. Auf Langeweile folgte eine nervöse Depression, wie sie sehr wohl wusste.

In das Cottage nebenan, das früher ihrem Exmann James gehört hatte, war ein interessant aussehender Mann eingezogen, doch sämtliches Interesse an Männern war Agatha gründlich vergangen. Deshalb hatte sie sich nicht in die Schlange von Frauen aus dem Dorf eingereiht, die ihm Kuchen und selbstgemachte Marmeladen brachten. Und sie hatte auch noch keinen Klatsch gehört, weil sie gerade erst aus London zurückgekehrt war, wo sie freiberuflich als PR-Beraterin gearbeitet und bei der Markteinführung einer neuen Modelinie für junge Leute namens Mr. Harry geholfen hatte. Mit dem Resultat, dass Agatha sich nun noch älter vorkam. Einige der hageren Models - der Heroin-Chic war immer noch modern - hatten ihr das Gefühl gegeben, fett und alt zu sein. Außerdem hatte es ihr Gewissen belastet, dass die Sachen aus billigstem Material in Taiwan gefertigt wurden und nach kurzem Tragen auseinanderfallen dürften.

Sie stand auf und ging nach oben in ihr Schlafzimmer, wo sie sich in ihrem großen Spiegel betrachtete. Eine etwas mollige Frau mittleren Alters mit hübschen Beinen, schimmerndem braunem Haar und kleinen Bärenaugen blickte ihr entgegen.

Tu was, sagte sie sich. Sie würde sich schminken und ihre Freundin Mrs. Bloxby besuchen, die Vikarsfrau, um den neuesten Dorftratsch zu erfahren. Agatha legte ein helles Make-up auf. Es war noch nicht lange her, dass sonnengebräunte Haut der letzte Schrei gewesen war, doch da es sich inzwischen quasi jeder leisten konnte, mitten im Winter in die Sonne zu fliegen, galt es nicht mehr als vornehm, sich sonnengebräunt zu zeigen oder auch nur so zu schminken. Beunruhigt zupfte sie an der Haut unter ihrem Kinn. Wurde sie schlaffer? Agatha schlug sich sechzigmal mit der flachen Hand unters Kinn und ärgerte sich anschließend über ihren geröteten Hals.

Als Nächstes zog sie die alte Hose und den Pullover aus, die sie morgens angezogen hatte, und wechselte in einen mittelbraunen Hosenzug aus Leinen und eine goldfarbene Seidenbluse. Nicht dass ihr plötzlicher Wunsch, sich gut anzuziehen, irgendwas mit dem neuen Bewohner im Cottage nebenan zu tun hatte, versuchte sie sich einzureden. Wenigstens stimmte die Redensart, dass die Zeit alle Wunden heilte. Inzwischen dachte sie kaum noch an James und hatte jede Hoffnung aufgegeben, ihn jemals wiederzusehen.

Unten im Flur schlüpfte sie in ihren Burberry, schnappte sich einen Golfschirm und trat dann hinaus in den strömenden Regen. Warum in aller Welt trug sie hohe Absätze, fragte sie sich, als sie den Pfützen in der Lilac Lane auswich und in Richtung Pfarrhaus stöckelte.

Mrs. Bloxby, eine sanftmütige Frau mit grauen Haaren, öffnete ihr. "Mrs. Raisin! Seit wann sind Sie wieder zurück?"

"Seit gestern Abend", antwortete Agatha. Nach London kam es ihr seltsam vor, mit Nachnamen angesprochen zu werden. Doch im Frauenverein, in dem Agatha Mitglied war, blieb man förmlich.

"Kommen Sie herein. Was für abscheuliches Wetter. Und diese Maul- und Klauenseuche ist beängstigend. Den Wanderern wurde schon gesagt, dass sie nicht über das Land gehen sollen, aber sie hören nicht. Dabei scheint es einigen von ihnen hier nicht einmal zu gefallen, wenn Sie mich fragen."

"Gibt es in der Gegend denn schon Krankheitsfälle?", fragte Agatha, während sie ihren Mantel auszog und an einen Garderobenhaken hängte.

"Nein, um Carsely herum nicht ... noch

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