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Agatha Raisin und der tote Auftragskiller Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2020
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Agatha Raisin und der tote Auftragskiller

Für Agatha Raisin ist es an der Zeit, ihre Tätigkeit als Amateur-Detektivin zur Profession zu machen, und sie eröffnet ihr eigenes Detektivbüro. Ihre neue Nachbarin Emma Comfrey bewirbt sich bei ihr als Sekretärin und wird, aufgrund ihres Durchsetzungsvermögens und detektivischen Geschicks, kurzerhand eingestellt. Der erste Fall des Detektivbüros ist eine vermisste Katze. Immerhin ein Anfang, aber mit viel Luft nach oben. Als dann eine junge Frau, die eine Todesdrohung erhalten hat, beschützt werden soll, ist Agatha endlich voll in ihrem Element. Damit nehmen allerdings auch so einige Verhängnisse ihren Lauf, die dafür sorgen, dass Agatha nicht nur in ein Fadenkreuz gerät ...

M.C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Nachdem sie lange Zeit als Theaterkritikerin und Journalistin für verschiedene britische Zeitungen tätig war, beschloss sie, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Mit ihren Krimi-Reihen feiert sie bis heute große Erfolge in über 17 Ländern. M.C. Beaton lebt abwechselnd in Paris und in den Cotswolds.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 238
    Erscheinungsdatum: 30.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732587964
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Agatha Raisin and the Deadly Dance
    Größe: 853 kBytes
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Agatha Raisin und der tote Auftragskiller

Eins

Was Agatha Raisin letztlich bewegte, ihre eigene Detektei zu eröffnen, war jenes Ereignis, das sie »den Paris-Vorfall« getauft hatte.

Die sommerliche Trägheit, die Carsely in den Cotswolds lähmte, hatte die rastlose Agatha dazu gebracht, sich eine Woche Urlaub in Paris zu gönnen.

Sie war eine vermögende Frau, doch wie alle reichen Menschen neigte auch sie hin und wieder zu Phasen übertriebener Sparsamkeit. Also buchte sie sich ein Zimmer in einem kleinen Hotel nahe Saint-Germain-des-Prés im Quartier Latin. Agatha war schon in Paris gewesen und hatte sich dort alle Sehenswürdigkeiten angesehen, weshalb sie diesmal nur in Cafés sitzen und die Leute beobachten oder lange Spaziergänge entlang der Seine machen wollte.

Leider wurde es nach den ersten zwei Tagen in Paris sogar noch heißer als in Carsely, und in ihrem Hotel gab es keine Klimaanlage. Bei Temperaturen um vierzig Grad warf Agatha sich auf ihren klammen Laken hin und her und stellte fest, dass Paris niemals schlief. Gegenüber vom Hotel waren zwei Restaurants mit Tischen draußen, und bis ein Uhr nachts kamen die Akkordeonspieler, um den Gästen Geld abzuknöpfen. Während Agatha einer weiteren Darbietung von La Vie en Rose lauschte, stellte sie sich vor, eine Handgranate aus dem Fenster zu werfen. Und dann waren da noch der dröhnende Verkehr und das Gebrüll der Touristen, die ihre Trinkfestigkeit überschätzt hatten.

Trotzdem beschloss sie, so viel wie möglich von Paris zu sehen. Die Metro war billig und fuhr überallhin.

Am vierten Tag stieg sie die Treppe zur Metrostation Maubert-Mutualité hinunter, setzte sich auf einen der harten Plastikstühle auf dem Bahnsteig und nahm ihren U-Bahn-Plan hervor. Sie wollte zu W.H. Smith in der Rue de Rivoli und sich einige englische Bücher kaufen.

Als sie die Bahn kommen hörte, steckte sie den Plan wieder ein und öffnete eine der Türen mit diesem silbernen Griff, der sie anfangs so verwirrt hatte. Beim Einsteigen bemerkte sie, dass jemand dicht hinter ihr war, und spürte ein leichtes Vibrieren am Schulterriemen ihrer Handtasche.

Sie blickte nach unten und sah, dass die Tasche geöffnet war und ihr Portemonnaie fehlte.

Erbost starrte Agatha den Mann an, der sich hinter sie gedrängt hatte. Er war mittelgroß und weiß, hatte schwarzes Haar und trug ein blaues Hemd und blaue Jeans.

»Hey, Sie!«, sagte Agatha und stürzte sich auf ihn. Er sprang aus dem Wagen und in den nächsten. Agatha folgte ihm. Als sie ihn gerade packen wollte und sich die Bahn in Bewegung setzte, riss er die Türen auf und entkam auf den Bahnsteig. Agatha, der die Kraft fehlte, es ihm gleichzutun, blieb wütend in der Metro zurück und musste bis zur nächsten Station fahren.

Sie gab dem Pariser Friseur die Schuld. Er hatte behauptet, dass es in Maubert keine Kriminalität gebe, weil sie dort solch ein riesiges Kommissariat hätten. Also nahm sie die Metro zurück nach Maubert, rannte die Rolltreppe hinauf und fragte nach dem Weg zur Polizei. Man sagte ihr, dass sie sich gleich um die Ecke befinde.

Es handelte sich um einen hässlichen modernen Bau mit steilen Stufen, die zum Eingang führten. Schweißtriefend und schlecht gelaunt betrat Agatha die Eingangshalle. Dort saß eine sehr schöne junge Frau mit langen dunklen Haaren hinter Panzerglas.

Agatha erzählte ihr von dem Taschendiebstahl und erwartete, sofort zu irgendeinem Detective gebracht zu werden. Stattdessen begann die junge Frau, sie zu befragen. Angesäuert dachte Agatha, dass diese so junge und attraktive Frau lieber jemandem Platz machen sollte, der mehr Autorität ausstrahlte.

Sie hatte insofern Glück gehabt, als lediglich sechzig Euro in ihrem Portemonnaie gewesen waren und sie ihre Kreditkarten im Hotelsafe gelassen hatte. Ihr Pass befand sich ohnedies in einem anderen Seitenfach ihrer Handtasche.

Nachdem sie befragt worden war und ihren Pass abgegeben hatte, wurde sie ge

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