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Agatha Raisin und der tote Göttergatte Kriminalroman von Beaton, M. C. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.03.2021
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Agatha Raisin und der tote Göttergatte

Agatha Raisin kommt es nach einer aufregenden Zeit ganz gelegen, dass Robert Smedley sie lediglich damit beauftragt, zu beweisen, dass seine Frau Mabel ihn betrügt. Agatha übernimmt den Fall mit größtem Vergnügen. Leider scheint Mabel die perfekte Ehefrau zu sein: jung, hübsch und eine regelmäßige Kirchgängerin. Von Betrug weit und breit keine Spur. Aber just, als Agatha den Fall ad acta legen will, wird Robert Smedley mit Unkrautvernichter umgebracht - und seine Witwe damit zur Hauptverdächtigen ...

M. C. Beaton ist eines der zahlreichen Pseudonyme der schottischen Autorin Marion Chesney. Nachdem sie lange Zeit als Theaterkritikerin und Journalistin für verschiedene britische Zeitungen tätig war, beschloss sie, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Ihre Krimireihen um Agatha Raisin und Hamish Macbeth erscheinen in 17 Ländern und wurden erfolgreich fürs Fernsehen verfilmt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 253
    Erscheinungsdatum: 26.03.2021
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732594597
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Agatha Raisin and the Perfect Paragon
    Größe: 936 kBytes
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Agatha Raisin und der tote Göttergatte

Eins

Alle im Dorf Carsely waren sich einig, dass sie einen solchen Frühling noch nie erlebt hatten.

Mrs. Bloxby, die Vikarsfrau, trat hinaus in ihren Garten und atmete tief die frische, duftende Luft ein. Niemals zuvor hatte sie eine solche Blütenpracht gehabt. Die Fliedersträucher bogen sich unter dem Gewicht der violetten und weißen Blüten. Die Weißdornhecken verwandelten die Landstraßen in Prachtalleen. Clematis ergossen sich Wasserfällen gleich über die Mauern, und Blauregen zierte den goldenen Stein der Cottages mit seinen zartlila Blüten. Sämtliche Bäume waren leuchtend grün. Es war, als hätte sich die Landschaft einen dichten Pelz aus Laub und Blumen übergeworfen.

Die wenigen Miesepeter im Dorf schüttelten die Köpfe und sagten, es sei ein schlechtes Omen und kündige einen harten Winter an. Die Natur habe ihre eigenen rätselhaften Wege, sich zu schützen.

Die Pfarrhausklingel läutete, und Mrs. Bloxby ging an die Tür, um zu öffnen. Draußen stand Agatha Raisin, untersetzt und eigenwillig mit einer Sorgenfalte zwischen den Brauen.

»Kommen Sie rein«, sagte Mrs. Bloxby. »Warum sind Sie nicht im Büro? Gibt es keine Fälle zu lösen?«

Agatha betrieb eine Detektei in Mircester. Und wie immer dieser Tage war sie gut gekleidet. Sie trug einen Hosenanzug, und ihr schimmerndes braunes Haar war modisch geschnitten. Doch ihre kleinen braunen Augen blickten besorgt drein.

Mrs. Bloxby ging voraus in den Garten. »Kaffee?«

»Nein«, antwortete Agatha. »Den hatte ich schon literweise. Ich wollte eigentlich nur plaudern.«

»Na, dann plaudern Sie los.«

Agatha fühlte, wie sie eine wohlige Ruhe beschlich. Mrs. Bloxby mit ihren sanften Augen und ihrem grauen Haar hatte stets eine beruhigende Wirkung auf sie.

»Ich könnte einen richtig großen Fall gebrauchen. Alles scheint so banal, ständig nur entlaufene Katzen und Hunde. Und ich will nicht in die roten Zahlen rutschen. Miss Simms, die für mich als Sekretärin gearbeitet hat, ist mit meinem Vollzeitdetektiv Patrick Mulligan auf und davon. Er ist pensioniert und hat nun endgültig genug von der Arbeit. Sammy Allen hat sich um die Fotos gekümmert, und Douglas Ballantine ist für alles Technische zuständig gewesen, doch beide musste ich entlassen, weil einfach nicht genug Arbeit da ist. Dann ist da noch Sally Fleming, Patricks Nachfolgerin, die mir von einer Londoner Detektei abgeworben wurde, und mein Schatz von Sekretärin, Mrs. Edie Frint, hat wieder geheiratet und deshalb aufgehört. Vielleicht ist das Problem, dass ich keine Scheidungsfälle mehr angenommen habe. Dabei hätten mir die Anwälte gute Aufträge zugeschanzt.«

Da Agatha von James Lacey, der Liebe ihres Lebens, geschieden war, vermutete Mrs. Bloxby, dass sie sich deshalb nicht mit diesem Thema beschäftigen wollte.

»Vielleicht sollten Sie doch ein paar Scheidungsfälle annehmen, um sich finanziell zu erholen«, sagte sie. »Gewiss wollen Sie keine Mordfälle mehr lösen.«

»Ein Mord wäre mir allemal lieber als eine Scheidung«, murmelte Agatha.

»Kann es sein, dass Sie zu viel gearbeitet haben? Eventuell brauchen Sie ein paar freie Tage. Ich meine, es ist ja ein herrlicher Frühling.«

»Wirklich?« Agatha sah zu der Blütenpracht und stellte fest, dass sich ihr Städterblick nie ganz auf das Landleben eingestellt hatte. Sie hatte ihre erfolgreiche PR-Agentur verkauft und war vorzeitig in den Ruhestand gegangen. Schon seit der Kindheit hatte sie davon geträumt, irgendwann in den Cotswolds zu leben, doch die Stadt mit all ihrem Trubel und ihrer Hektik steckte nach wie vor in ihr.

»Wen haben Sie als Ersatz für Patrick und Miss Simms gefunden? Sind Sie sicher, dass Sie nichts möchten? Ich habe Scones gebacken.«

Agatha war versucht, aber ihr Hosenbund zwackte bereits. Sie schüttelte den Kopf. »Mal überlegen ... Tja, da wäre Mrs. Helen Freedman aus Evesham als Sekretärin. Sie ist mittleren

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