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Alexander und die Gladiatoren / Attentat in Pompeii Zwei C.V.T. Romane in einem Band von Stöver, Hans D. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2016
  • Verlag: Bocola Verlag
eBook (ePUB)
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Alexander und die Gladiatoren / Attentat in Pompeii

Alexander und die Gladiatoren: Mai 51 v. Chr.: Gaius Volcatius Tullus plant im Rahmen seiner Kandidatur zum Aedilen Gladiatorenkämpfe und beauftragt Alexander - seit einigen Wochen ein freier Mann - mit der Organisation. Alexander lernt bei seinen Bemühungen auch zwei junge reiche Kaufleute aus Gallien kennen. In ihrer Herberge kommt es zu einer fatalen Entdeckung und schon bald steht Alexander im Mittelpunkt dramatischer Ereignisse, die auch C.V.T.s Interesse wecken... Attentat in Pompeii: Sommer 51 v. Chr.: Aus dem Süden der Halbinsel kommt eine alarmierende Nachricht: Ein Verwalter der Volcatischen Güter in der Campania ist grausam ermordet worden. Unverzüglich bricht C.V.T. nach Pompeii auf, um den Hintergründen des Verbrechens nachzugehen. Schon in den ersten Tagen kommt es zu einer überraschenden und gefährlichen Wendung, und C.V.T. sieht sich als Gegenspieler eines geheimnisvollen Feindes, der skrupellos zu töten bereit ist...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 01.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783946842026
    Verlag: Bocola Verlag
    Größe: 5961 kBytes
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Alexander und die Gladiatoren / Attentat in Pompeii

14

So ging eine Woche ohne jede Störung dahin. Die Kämpfe am Gedenktag für die Manen, die schützenden Totengötter des verstorbenen Patrons Titus Volcatius, verliefen - Lucius hatte es so befohlen - unblutig, da ihm der Symbolcharakter der Veranstaltung wichtiger war als ein blutiges Gemetzel, das nur dem Geschmack des Pöbels entgegengekommen wäre. Das römische Volk sollte an die große, uralte Tradition der Gens Volcatia erinnert werden; dazu mußte kein Blut fließen.

An einem dieser Tage waren dann jene Lustbarkeiten geplant, bei denen die Menge voll auf ihre Kosten kommen sollte. Pittakos hatte nordwestlich vom Pompeius-Theater in der Niederung des Tiberbogens ein hölzernes Oval errichten lassen, das an die zehntausend Menschen faßte. Neben den harten Turnieren seiner besten Männer waren auch Späße eingeplant, so zum Beispiel Kämpfe zwischen zwergwüchsigen Männlein. Auch traten drei dieser Krüppel gegen einen der großen Kämpen an. Da man den Zwergen die Freiheit versprochen hatte, fochten sie mit dem Mut von Riesen - und streckten doch nach wenigen Minuten alle viere von sich.

Danach traten einige Venatores, Tierkämpfer, gegen Löwen, Bären und Stiere an, aber das Publikum folgte nur mit halbem Interesse - außer den Kindern, für die man diese Veranstaltung eigens vorgesehen hatte.

In der Pause machte Alexander zusammen mit Archelaos einen Gang über das Gelände außerhalb des provisorischen Theaters und nahm mit Genugtuung zur Kenntnis, von allen möglichen Leuten gegrüßt zu werden, obwohl er nur die wenigsten kannte.

Vor dem Haupteingang stand ein zweirädriger Karren, voll gefüllt mit den Blumen des Frühsommers.

"Ah, Leonidas! Wie geht das Geschäft?"

"Kann nicht klagen, Herr."

"Gut, Meister der Blumen. Hier!" Er reichte ihm eine große Summe in Gold. "Du schenkst ab sofort jeder Domina, die vorbeikommt, einen hübschen Strauß. Dazu sagst du als solches: 'Mit den besten Empfehlungen von Gaius Volcatius Tullus und Alexandros Volcatianos, dem kommenden Mann Roms und des Erdkreises.' Verstanden?"

"Du bist sehr großmütig, Herr", lächelte Leonidas.

"Keineswegs, wir tun alle nur unsere zweifellose Pflicht." Er nickte ihm freundlich zu und ging dann mit Archelaos hinüber zum Zelt der Gladiatoren. Sofort eilte Pittakos auf ihn zu und meldete, alle Gladiatoren seien in guter Form.

Alexander schritt den mittleren Gang entlang und begutachtete die Kämpfer. Die meisten hatten ihre Arbeit, das Niedermetzeln von wilden Tieren, schon hinter sich und freuten sich, noch am Leben zu sein. Sie würden ihre Hauptkämpfe morgen in der Arena des Circus zu bestehen haben. Heute standen noch drei Treffen aus, denen die Beteiligten jedoch gelassen entgegenblickten: Mutige Männer aus dem Publikum durften sich mit ihnen messen. Um kein Risiko einzugehen, hatte Pittakos drei seiner besten Leute ausgewählt: Victor, Syphax und Chrysomallus das Goldpferd. Er ließ sie kommen.

"Herhören!", donnerte Alexander. "Betrachtet das Treffen mehr als hübsches Spielchen. Es wird zweifellos mindestens drei Verrückte geben, die euch die Stirn bieten wollen. Haltet die Knaben eine Weile hin, und dann versetzt ihnen eine Tracht Prügel, daß ihnen Hören und Sehen als solches vergeht. Fügt ihnen auch ein paar hübsche Kratzer zu - aber laßt sie leben! Verstanden?"

Sie nickten und machten sich fertig. Alexander und Archelaos gingen zurück in das hölzerne Theater. Wenige Minuten später ertönte ein riesiger Gong, und die Gespräche im ovalen Rund verebbten. Pittakos trat durch das östliche Tor zusammen mit Victor, Syphax und Chrysomallus. Sie schritten am äußeren Rand der Kampfbahn eine Runde ab, um dem Publikum Gelegenheit zu geben, sie und ihre körperlichen Qualitäten in Augenschein zu nehmen. Dann nahmen sie in der Mitte der Arena locker Aufstellung, während Pittakos beide Arme hob und sich an das Publikum wandte.

"Bürger von Rom

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