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Alles was Recht ist von Langen, Franz von (eBook)

  • Erschienen: 06.06.2017
  • Verlag: TWENTYSIX
eBook (ePUB)
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Alles was Recht ist

Peter Pfeffer betreibt mit zwei Kollegen eine Kanzlei. Neben seinem anwaltlichen Tagesgeschäft wird er nicht nur mit einer gefährlichen Psychopathin, einem zwielichtigen Polizisten sondern auch einem spielsüchtigen Kollegen samt der russischen Mafia konfrontiert. Das Buch basiert auf realen Begebenheiten. Die Handlung wurde im Sinne einer besseren Dramaturgie teilweise abgeändert.

Franz von Langen hat viele Jahre in einer Sozietät mit zwei Kollegen gearbeitet. Er ist auch heute noch als Anwalt und Dozent tätig.

Produktinformationen

    Größe: 793kBytes
    Herausgeber: TWENTYSIX
    Untertitel: Aus dem Leben eines Anwalts
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 160
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783740711825
    Erschienen: 06.06.2017
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Alles was Recht ist

Kapitel 1.2

In der Stille seines Büros riss Peter das Klingeln des Telefons zurück in die Gegenwart. 'Warum ging denn keiner hin?'

Langsam wurde ihm klar, das er der letzte war, der sich um diese Zeit noch in der Kanzlei aufhielt. Es klingelte an seinem Apparat. Die Nummer auf dem Display sagte ihm, das es jetzt Ärger geben würde. Es war seine Frau. Und es war bereits viertel nach neun. Er machte sich auf eine Menge Ärger gefasst, fixierte den Hörer, der im hellen Schein der Schreibtischlampe immer größer zu werden schien, und hob ab.

"Pfeffer", sagte er in seiner für ihn beruflich gewohnten Manier.

"Hier auch", kam die schnelle weibliche Antwort mit einem genervten Ausdruck in der Stimme.

"Hast du nicht eine Uhr im Büro? Oder bist du mit den Strichen etwas durcheinander gekommen? Vielleicht ist ja auch die Batterie alle und die Uhr steht schon seit einiger Zeit, hm?"

"Hallo Schatz", versuchte Peter seine geladene Ehefrau vorsichtig zu beschwichtigen. "Ich habe die Striche fest im Blick. Es sind vielmehr die Buchstaben, die mir zur Zeit vor den Augen tanzen. Dieser Fall hier macht mich völlig fertig. Es ist schon fast neun, oder?"

"Machst du Witze? Es ist halb zehn und der einzige Mensch, der nicht in den vier Wänden, die wir unser Heim nennen, angekommen ist, das bist mal wieder du."

Typisch, dachte Peter sich insgeheim. Es ist viertel nach neun, aber für genervte Frauen ist es bereits halb zehn. Haben Sie eine halbe Stunde gewartet, machen Sie dich sogar für eine ganze Stunde verantwortlich. Warum können Frauen nie bei den Fakten bleiben?

"Marlen, mein Engel, Frau eines sehr erfolgreichen und fleißigen Anwalts, du weißt doch, dass ich an diesem beschissenen, entschuldige bitte, komplizierten Unfall sitze. Und du weißt auch, dass nächsten Montag der Verhandlungstermin ist, von dem alles abhängt. Dieser Fuhrunternehmer hat mich zum ersten Mal beauftragt und wenn ich erfolgreich bin, können wir uns auf eine Menge weiterer, gut bezahlter Fälle freuen. Das Mandat könnte eine lukrative Stütze unserer Kanzlei werden und ich muss alles, wirklich alles, dafür tun, damit unser Mandant auch zufrieden ist."

Schon in diesem Moment wusste Peter, dass das der falsche Ansatz war. Nach zehn Jahren Ehe kannte er seine intelligente und schöne Frau, halb vernünftige Deutsche und halb feurige Italienerin, in- und auswendig. Sie war clever, schlagfertig und dazu noch äußerst selbstbewusst. Eine sehr reizvolle, aber auch sehr gefährliche Mischung. Die Redegewandtheit hatte sie von ihrer italienischen Mutter, den Namen und die Sturheit vom Papa. Der war früher ein Fan von Marlene Dietrich.

"Und wie wäre es, wenn du etwas tust, was mich zufrieden stellt? Wir waren um acht bei Hansens eingeladen. Irma Hansen ist meine beste Freundin und ihr Mann ist auch dein Freund. Nur einmal im Jahr laden Sie uns um diese Zeit zum Grillen ein. Ob die wohl mit unserer Verspätung zufrieden sind? Na, was ist denn nun das Ergebnis deiner Überlegungen, Schatz? Was sagt dir denn dein juristischer Sachverstand zu diesem Fall?"

Peter wusste, dass er in diesem Dialog nicht mehr gewinnen konnte. Außerdem war er nach den ereignisreichen Jahren und unzähligen Auseinandersetzungen immer noch in Marlen verliebt. Darum ließ er sich auch von ihr zum alljährlichen Grillfest bei Irma und Robert überreden, obwohl seine Bindung zu diesem Paar nicht so intensiv war, wie die seiner Frau. Sie kannte Irma aus der Schule, hatte mit ihr Hotelfach gelernt und nach der Hochzeit nie den Kontakt zu ihr verloren. Irma war ihre beste Freundin. Robert war ein sehr erfolgreicher Bauingenieur, ein Pragmatiker und er war immer pünktlich. Peter konnte Marlens wiederkehrende Vergleiche mit ihm schon langsam nicht mehr hören, aber trotzdem mochte e

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