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Am Ende bist du still Kriminalroman von Dutzler, Herbert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.02.2018
  • Verlag: Haymon Verlag
eBook (ePUB)
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Am Ende bist du still

Wenn die eigene Tochter zur Mörderin wird Sabine kann es nicht mehr ertragen. Ihre Mutter, die sie aus falsch verstandener Liebe ständig überwacht und bevormundet. Die ihr vorschreibt, was sie zu tun, zu fühlen, zu denken hat. Selbst als Sabine ausgezogen ist, ist ihre Mutter immer präsent, sie kann ihrem Bannkreis nicht entfliehen. Bis Sabine schließlich nur noch einen einzigen möglichen Ausweg sieht: Sie muss sich befreien. Ihre Mutter muss sterben. Psychologischer Pageturner mit großer Sogwirkung An einem Tag zu Weihnachten sieht sie ihre Chance gekommen. Oder hat doch ihre Mutter vergessen, die flackernden Kerzen am Adventkranz zu löschen? Furios führt Herbert Dutzler von Seite zu Seite tiefer in die destruktive Gedankenwelt einer jungen Frau, die nur ein Ziel hat: sich zu rächen - und dabei immer weniger zwischen Gut und Böse, sinnloser Rache und notwendiger Loslösung unterscheiden kann. Ein beklemmendes Feuerwerk aus verstörender Spannung und dem unstillbaren Wunsch nach Vergeltung! Herbert Dutzler hat rund um den tollpatschigen Altausseer Polizisten Gasperlmaier eine der beliebtesten Krimiserien in Buchform geschaffen. Bisher sind bei HAYMONtb sechs Fälle des urwüchsigen Ermittlers erschienen, zuletzt 'Letzter Fasching' (2017). Doch Herbert Dutzler kann auch anders. Mit seinem neuen Kriminalroman 'Am Ende bist du still' liefert er eine packende Story und schreibt sich damit in die Riege der großen deutschsprachigen Krimi-Autoren!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 13.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783709938287
    Verlag: Haymon Verlag
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Am Ende bist du still

1

Sie hätte doch Jus studieren sollen, wie ihre Mutter es ihr geraten hatte. "Da lernst du die richtigen Leute kennen. Die Söhne von Rechtsanwälten, Bankdirektoren und so weiter." Ihre Mutter hatte nicht im Traum daran gedacht, dass man als Frau zu irgendeinem anderen Zweck studieren könnte, als um sich einen reichen Mann zu angeln.

Dennoch. Soviel Unsinn sie manchmal von sich gab, in diesem Punkt hatte sie recht gehabt. Germanistik war doch nicht das Wahre. Die Studenten, die um sie herum saßen, waren nicht einmal gepflegt. Von attraktiv ganz zu schweigen. Ausgebeulte Hosen, fleckige T-Shirts, zottelige Haare und Bärte. Man durfte ernsthaft bezweifeln, dass auch nur einer von ihnen aus halbwegs gutem Hause war. Natürlich war sie sich dessen bewusst, dass sie sie mit ihren Blicken förmlich auszogen. Die Mädchen hier waren ja, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht viel besser.

Gelangweilt blätterte Sabine um. Eine Seite hatte sie schon mitgeschrieben, obwohl ihr nicht ganz klar war, was der Professor mit dieser Vorlesung überhaupt bezweckte. Faust durch die Jahrhunderte, na und? Wen interessierte das, und vor allem: Brauchte man das als Lehrerin? Allerdings, ganz unattraktiv war der Mann nicht, sie hatte etwas übrig für graumelierte Herren. Und er trug einen guten Anzug, womöglich sogar italienisch. Ob er verheiratet war? Vielleicht dazu noch seine Sekretärin vögelte, oder eine Doktorandin? Zuzutrauen war es ihm. Sie konnte ja bei ihm eine Prüfung über die Vorlesung ablegen, so würde sie ihn vielleicht näher kennenlernen. Oder, noch besser, einfach einmal in seiner Sprechstunde auftauchen. Sie konnte ihn ja fragen, ob er ihre Masterarbeit betreuen wollte - warum nicht? Es würde ihm sicher auffallen, wie stilsicher und sorgfältig sie gekleidet war.

"Ja, meine Damen und Herren, das war es für heute mit meinen Ausführungen. Wir sehen uns nächsten Mittwoch wieder." Noch bevor er ausgesprochen hatte, verließen die meisten Studenten fluchtartig den Hörsaal. Es waren ohnehin schon viel weniger gewesen als zu Beginn des Semesters.

Sorgfältig strich sie ihren Rock glatt und stand von ihrem Platz in der zweiten Reihe auf. Der Professor nickte und lächelte ihr zu. Sie erwiderte sein Nicken, ebenso das Lächeln. Man tat gut daran, den Professoren aufzufallen. Weit vorne zu sitzen und auf ein makelloses Äußeres zu achten, gehörte dazu. Der Professor würde sich daran erinnern, dass sie regelmäßig seine Vorlesung besucht und immer fleißig mitgeschrieben hatte. Zumal sie immer auf demselben Platz gesessen war. Langsam stieg sie die Stufen zum Ausgang hinauf. Ein paar Studenten saßen noch auf den Kanten der Pulte im Hörsaal und unterhielten sich. Über Fußball, glaubte sie zu hören.

Draußen warf sie einen Blick nach rechts. Mehrere Grüppchen standen rauchend vor dem Haupteingang, ein paar strebten den Fahrradständern zu, der Rest verteilte sich in Richtung Toiletten und Bibliothek. Sabine nahm ebenfalls die Stiege hinunter zur Toilette. Sorgfältig zog sie Lidstrich und Lippenstift nach. Es war immerhin schon früher Nachmittag, eine kleine Make-up-Auffrischung war um diese Zeit angesagt.

"Hallo!" Er stand da, als hätte er vor der Toilette auf sie gewartet. "Darf ich dich auf einen Kaffee einladen?" Sie musterte ihn skeptisch. Sie wusste lediglich, dass er Daniel hieß, außer der Faust-Vorlesung auch noch ein Seminar mit ihr gemeinsam besuchte und ein blauweißes Rennrad besaß, das er mit einem riesigen Bügelschloss vor der Uni ankettete. Er war nicht unattraktiv, sein mittellanges Haar war allerdings verwuschelt und offenbar rasierte er sich nicht täglich. Aber er roch gut, das musste sie eingestehen.

Sie zuckte mit den Schultern. "Wo?" Er zeigte mit einer Kopfbewegung hinauf ins Erdgeschoß. "Uni-Buffet?" Sie seufzte. "Wenn's sein muss." Prinzipiell hatte sie nichts dagegen, eingeladen zu werden, aber es musste nicht unbedingt das Uni-Buffet sein. Es gab schließlich auc

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