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Am Ende das Böse Psychothriller von Korten, Astrid (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.08.2019
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Am Ende das Böse

Ein beklemmender Psychothriller von Bestseller-Autorin Astrid Korten über eine albtraumhafte Ehe, die Poesie des Bösen, den Wahn und verborgene Leidenschaften Sie sind Poeten. Sie lieben das Böse zwischen den Zeilen. Malin Remy ist eine gefeierte Autorin. Neun Jahre nach der Trennung von ihrem Ex-Mann, dem Schriftsteller Adrian Bartósz und auf dem Gipfel ihres Erfolgs, kommt für Malin der Tag der Abrechnung. Getrieben von dem Wunsch, die Schatten der Vergangenheit abzuwerfen, liest Malin in Paris aus ihrem soeben erschienenen autobiografischen Roman 'Ehe'. Adrian, der schon immer mit Neid und Missgunst auf das literarische Können seiner Frau reagiert hat, ist unter den Zuhörern. Die Lesung hat verheerende Folgen ... Bei 'Am Ende das Böse' handelt es sich um eine überarbeitete Neuausgabe des 2016 von der Autorin selbst unter dem Titel 'Zeilengötter' veröffentlichten Werkes. Der Roman beruht auf einer wahren Begebenheit. 'Korten beherrscht den heimtückischen Mord und das perfide Rachespiel.' Westdeutsche Allgemeine Zeitung 2016 Das geschriebene Wort begleitet Astrid Korten seit ihrer Kindheit. Die in den Niederlanden geborene Autorin schrieb mit 13 Jahren bereits ihre erste Kriminalgeschichte. Doch bevor es zu Veröffentlichungen kam, studierte sie Wirtschaftswissenschaften an der Universität Maastricht. Nach dem Verkauf ihres Pharmaunternehmens machte sie das Schreiben zum Beruf. Ihr Debütroman 'Eiskalte Umarmung' avancierte sofort zum Platz 1-Bestseller. Seitdem folgten weitere spannende, erfolgreiche Thriller und Romane in mehreren Sprachen sowie mehrere Drehbücher. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Essen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 260
    Erscheinungsdatum: 05.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492985772
    Verlag: Piper Verlag
    Größe: 5401 kBytes
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Am Ende das Böse

Kapitel 5

Januar 2005

Adrian

Zwei Tage später hatte er Würstchen gekauft, und es war ihm in der Tat gelungen, den Hund von seiner normalen Spur abzubringen. Er kannte die Abläufe genau und war an diesem Morgen nicht enttäuscht worden. Der Hund kam bereits den Waldweg neben dem Friedhof heruntergelaufen, als von seinem Frauchen noch nichts zu sehen war. Adrian wusste, dass er nun einen Spielraum von ungefähr einer Minute hatte, dann würde Malin hinter den Bäumen auftauchen.

Er kauerte am Eingang zum Friedhof, halbwegs getarnt von einem Gebüsch, hielt ein Stück von der Wurst in der Hand und lockte so gut er konnte.

"Komm, Carlos. Na komm! Hier gibt es etwas Feines zum Fressen!"

Glücklicherweise kannte er den Namen des Hundes. Er hatte gehört, wie Malin ihn rief. Jetzt musste er sich darauf verlassen, dass er die Neugierde des großen, zotteligen Tieres weckte. Und dass der Geruch des Fleisches ein Übriges tat.

Der Hund kam sofort schwanzwedelnd auf ihn zu und begrüßte ihn wie einen alten Bekannten. Carlos schluckte die Wurst hinunter und folgte Adrian voller Erwartungsfreude. Er lief mit ihm über den Friedhof, schlug einen Bogen und tauchte an einer anderen Stelle wieder in den angrenzenden Wald ein. Mit dem Hund durfte er nicht gesehen werden.

In der Ferne hörte er Malin rufen. "Carlos! Hey, Carlos, wo bist du?"

Carlos spitzte die Ohren und wandte den Kopf.

"Carlos! Pst ... feines Würstchen!"

Die Gier des Hundes hatte gesiegt, und er trabte weiter hinter Adrian her. Irgendwann wagte er es, Carlos' Halsband zu greifen und ihn mit sich zu führen.

Ein langer, kalter Tag stand ihm bevor. Der Januar war zweifellos kein geeigneter Monat für derlei Aktionen, aber sollte er kostbare Zeit verplempern, indem er bis zum Sommer wartete? Malin war jetzt einundzwanzig und volljährig. Er hatte sich das Gespräch mit seinem Freund Mirko zu Herzen genommen. Er wollte nicht als ein Verrückter dastehen, jemand, der sich vom Leben, von der Realität entfernt hatte und nur noch dem Schreiben nachhing. "Schreiben ist der Weg in den sicheren Selbstmord", hatte seine Autorenkollegin Conni Palmen mal behauptet. Intellektuelle, klimakterisch geschädigte Scheiße. Er wusste zwar, was Conni damit sagen wollte, aber er mochte diese Dinge nicht hören. Etwas musste er unternehmen. Aktiv werden. Er wollte Malin auf die eine oder andere Art endlich persönlich kennenlernen.

Den Einfall mit dem Köter fand er geradezu genial. Den Hund entführen, sich einen Dreivierteltag mit ihm herumtreiben und ihn sodann der verzweifelten Besitzerin zurückbringen. Ihr erklären, dass er ihn irgendwo aufgegriffen hatte. Sie würde dankbar und erleichtert reagieren, ihre Eltern würden ihn vielleicht hineinbitten, ihm einen Kaffee anbieten. Womöglich ergab sich daraus mehr. Er musste ihr seine Gedichte vorlesen. Damit hatte er bislang alle Frauen besiegt.

Carlos hatte ein zweites Würstchen verspeist und wurde unruhig. Es war deutlich, dass er umkehren wollte. Adrian zog seinen Gürtel aus der Hose und schob ihn durch das Halsband, um eine Leine zu haben. Er redete beruhigend auf den Hund ein.

"Wir gehen ja wieder zu dir nach Hause. Keine Sorge. Malin sucht dich jetzt und regt sich ziemlich auf, und das tut mir genauso leid wie dir. Aber was meinst du, wie sie sich freut, wenn wir am Ende vor ihrer Tür stehen? Vielleicht mag sie mich dann richtig gern."

Carlos hörte ihm aufmerksam zu und wedelte mit dem Schwanz. Es war schön, mit einem Hund zu reden, stellte Adrian fest. Er hatte einen so konzentrierten Ausdruck in den Augen, als ob er wirklich begriffe, worum es ging. Und man konnte sicher sein, dass er nicht spotten und lachen würde, ganz gleich, was man ihm anvertraute. Und weitererzählen würde er sein Geheimnis auch nicht.

"Ich habe mir immer einen Hund gewünscht", sagte er, "aber meine Mutter war dagegen."

Er hatte Malin geduldig a

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