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Andechser Tod Ein Fall für Exkommissar Max Raintaler von Gerwien, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2014
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Andechser Tod

Walpurgisnacht. Exkommissar Max Raintaler ist mit Freunden zu Gast in Machtlfing, beim Tanz in den Mai. Franz Wurmdobler, Max' Exkollege bei der Münchner Kripo, macht die anderen zu vorgerückter Stunde auf ein vermeintliches Ufo am Sternenhimmel aufmerksam. Noch in derselben Nacht geschieht ein tödlicher Unfall. Oder ein brutaler Mord? Als Max mehr herausfinden will, stößt er auf eine weitere Leiche. Waren es die Außerirdischen? Eine spannende Verbrecherjagd in und um München herum beginnt ... Michael Gerwien lebt in München. Er arbeitet dort als Autor von Krimis, Thrillern, Kurzgeschichten und Romanen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 310
    Erscheinungsdatum: 02.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839244784
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 6795 kBytes
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Andechser Tod

Kapitel 1

"Hey, schaut mal, Leute! Das ist doch ... ein ... verdammt noch mal, da fliegt doch ein Ufo!"

Hauptkommissar Franz Wurmdobler zeigte mit vor Aufregung wackelnden Backen in den sternenübersäten Nachthimmel.

"Blödsinn, Franzi. Das Einzige, was hier draußen um diese Zeit fliegt, sind die Mücken." Exkommissar Max Raintaler, der gerade einen großen Schluck aus seiner Bierflasche gemacht hatte, schlug sich zum Beweis seiner These kräftig auf den Unterarm. "Scheißviecher!", rief er dabei. "Habt ihr gewusst, dass die inzwischen auch in unseren Breitengraden die Malaria übertragen können?"

"Geh Schmarrn, Max. Du immer mit deiner Krankheitspanik. Wo ist ein Ufo, Franzi?" Der schnauzbärtige dunkelhaarige Torwart des Thalkirchner FC Kneipenluft, Josef Stirner, der ihnen, wie gewöhnlich in Jeans, Hemd und Sakko gekleidet, gegenübersaß, drehte sich neugierig um. "Ich sehe nichts."

Josef hatte Max, seinen pfeilschnellen blonden Spielerkollegen beim FC, und den kleinen dicken Franz samt weiblichem Anhang auf das Maifeuer bei Machtlfing eingeladen. Es hatte sich so ergeben, weil er hier im Fünfseenland zwischen Starnberger See und Ammersee seit einem halben Jahr ein großes von seinem Vater geerbtes Anwesen bewohnte. Wegen der guten Landluft. Natürlich hatte der reiche Millionenerbe und alte Schulfreund der beiden, der in München-Thalkirchen sowie in Malibu zwei weitere sehr ansehnliche Villen besaß, erstklassige Ehrenplätze an einem gemütlichen lang gestreckten Biertisch nahe dem Feuer für sie alle besorgt.

Um sie herum tobte das Leben in der fast schon sommerlich warmen Samstagnacht. Ansässige Bauern, Besucher aus der Stadt, von gestern übriggebliebene Freaks, langhaarige Reggaetypen von gestern und heute, Punks in Lederjacken, Oberwichtige im Anzug oder in der Tracht, Arbeiter im Vollrausch, Akademiker im Vollrausch. Fantasievoll verkleidete Frauen, Männer, Alte, Junge. Hier war heute schätzungsweise alles, was in der nächsten Umgebung zwei Beine hatte und über 18 oder knapp darunter war, vertreten und feierte gemeinsam die Nacht der Hexen und des Aberglaubens, der Teufel und der Leidenschaft, des Tanzes und der Drogen, des Alkohols und des seit jeher bösen Erwachens danach: die Walpurgisnacht.

Alles in allem war es eine bunte Schar von vielleicht 300 Leuten, die sich in der weitläufigen Senke gleich beim Waldrand versammelt hatte. Die meisten von ihnen tanzten. Andere standen, etwas abseits vom Tanzgeschehen, staunend vor den riesigen Flammen des Feuers. Mit ihren Peitschen knallende, furchterregend maskierte Gesellen rannten laut schreiend zwischen den Grüppchen herum. Über allem dröhnte seit zwei Stunden eine ohrenbetäubende Mixtur aus billigem volkstümlichem Schlager, gnadenlos harter Rockmusik, chilligem Esoteriksound und fremdartigen mittelalterlichen Klängen.

"Ich sehe auch nichts. Außerdem gibt es keine UFOs, Franzi!" Max, der wie immer in Jeans, T-Shirt und schwarzer Lederjacke aufgetaucht war, setzte eine überlegene Besserwissermiene auf. Wahrscheinlich hat der gute Franzi wieder mal einen sauberen Rausch von seinen paar Halben Bier, sagte er sich. Dass er selbst ebenfalls reichlich angetrunken war, hielt er in diesem Zusammenhang für nicht weiter erwähnenswert.

"Und was ist dann das da? Schau doch wenigstens mal richtig hin."

So leicht gab einer nicht auf, der seit über 20 Jahren Verbrecher jagte. Franz streckte erneut seinen Zeigefinger in die Luft, wobei ihm der Ärmel seiner viel zu knappen dunkelgrünen Lieblingswolljacke bis zum Ellenbogen zurückrutschte.

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