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Ausgeschifft Lissie Sommer ermittelt wieder von Schön, Katrin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2016
  • Verlag: Midnight
eBook (ePUB)
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Ausgeschifft

Lissie Sommer ist urlaubsreif. Da passt es ganz gut, dass ihre Mutter der ganzen Familie eine Kreuzfahrt gebucht hat: Marokko und Kanaren, zwei Wochen all inclusive! Doch kurz nach dem Auslaufen wird einer der Travestiekünstler an Bord tot im Pool gefunden. Natürlich nimmt Lissie sofort die Ermittlungen auf. Ein Spa-Mitarbeiter und der Fitnesstrainer verhalten sich höchst eigentümlich und auch der indonesische Eisschnitzer wirkt verdächtig. Was hat es mit den kleinen Tütchen mit weißem Pulver auf sich, die er immer bei sich trägt? Nur gut, dass Kommissar Loch zufällig auch auf dem Schiff Urlaub macht. Denn schon bald gerät Lissie selbst in Gefahr ...
Von Katrin Schön sind bei Midnight erschienen:
Ausgeplappert
Ausgeschifft
Abgeschlagen

Katrin Schön wuchs im hessischen Dörfchen Hochstadt auf. Ihr komödiantisches Talent entdeckte die gelernte Bankkauffrau schon früh im hiesigen Karnevalsverein, wo sie bereits als Teenager vor allem die Lokalpolitik mit spitzer Feder aufs Korn nahm. Nach ihrem Studium der Publizistik in Bochum arbeitete sie als Fachjournalistin in Hamburg, bevor sie ein Angebot als Pressesprecherin annahm und ihren Lebensmittelpunkt nach Köln verlegte. Dort ist sie seit fast 9 Jahren zu Hause und arbeitet aktuell als Projektmanagerin. Mit 'Ausgeplappert. Lissie Sommers erste Leiche' erschien 2015 ihr erster Krimi.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 15.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958190801
    Verlag: Midnight
    Größe: 5891 kBytes
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Ausgeschifft

Abgesoffen

O du Fröhliche

"Lissie, du siehst echt geschafft aus! Gegen deine Augenränder hilft keine Creme mehr. Du brauchst dringend Urlaub!"

Es ist kurz nach fünf an einem trüben Novembertag, ich habe gerade die Türen des "Grünen Kränzchen" aufgeschlossen und die Außenbeleuchtung eingeschaltet. Doris ist gerade hereingeschneit - wortwörtlich, denn zusammen mit ihrem neu gewonnenen Selbstbewusstsein hat sie auch eine kleine Schneewehe mit in den Gastraum gebracht. Der Winter kündigt sich mit aller Macht an.

Dass ihre Therapie bei Dr. Tiefenbruch für ein "neues Selbstbewusstsein" langfristig angeschlagen hat, merkt man auch an ihrer neuerdings allzu direkten Ehrlichkeit. Mein Unterbewusstsein weiß, dass ich wahrscheinlich so aussehe, wie ich mich fühle: Geschafft und urlaubsreif. Aber es so offen ins Gesicht geschmettert zu bekommen, hilft nicht gerade, die letzten Kräfte für das anstehende Weihnachtsgeschäft zu mobilisieren.

Das vergangene halbe Jahr war aber auch kein Zuckerschlecken, obwohl ich es mir so - und zwar genau so - ausgesucht hatte. Aber wie das mit dem Übereinanderlegen von Theorie und Praxis so ist: Abweichungen sind Programm. Im letzten Sommer hatte ich mich mit Betty auf einen Pachtvertrag geeinigt, das Grüne Kränzchen übernommen, und meinen Job im Kölner Reisebüro geschmissen. Meine Freunde im Rheinland staunten nicht schlecht, als ich verkündete, nun Wirtin einer Apfelwein-Kneipe in Hessen werden zu wollen, und meinen Plan direkt umsetzte, indem ich meine Kölner Wohnung vermietete und mir im Gegenzug eine Bleibe in Traunbach suchte. Meine Mutter startete noch einen kurzen Versuch, mich überreden zu wollen, wieder zu Hause einzuziehen. Aber mein Vater intervenierte mit dem schönen Ausspruch: "Also ich freu mich ja immer, wenn sie kommt. Aber ich freu mich auch immer, wenn sie wieder fährt ..." Auch ich hatte nicht eine Minute daran gedacht, wieder im elterlichen Kinderzimmer Zuflucht zu finden. Schon wegen der Vorstellung, dass meine Mutter kommende potentielle Löcher in meinen Hosen mit weiteren Helden meiner Kindheit flicken könnte. Denn auf meiner Sommerhose prangt seit Mai ein Pumuckl und seitdem liegt sie ungenutzt im Schrank. "Für daheim oder wenn du mal streichen musst, ist die noch gut", meinte meine Mama. Naja.

Glück für mich, dass sich der Traunbacher Wohnungsmarkt entspannter darstellte, als der einer Großstadt - innerhalb von zwei Wochen hatte ich eine neue Bleibe gefunden. Zwei Zimmer, Wohnküche, Balkon - mehr brauchte es nicht, denn ich war mir bewusst, dass mit der Übernahme der Apfelwein-Kneipe jede Menge Arbeit auf mich zukommen würde. Die Miete würde ich so oder so nicht abwohnen.

Dass der Ansturm aber dermaßen groß sein würde, hatte selbst ich unterschätzt. Zwar blieben einige Einheimische dem Lokal erst einmal fern (als würde man jetzt hier täglich Gefahr laufen, in ein Verbrechen verwickelt zu werden), andere trieb die Neugier aber erst recht in die Gaststätte, um Details der Geschichte rund um den Mord an Carla zu erfahren.

Carla war eine gute Bekannte meiner Mutter - leider aber auch die größte Klatschbase von Traunbach, was ihr letztendlich zum Verhängnis wurde. Und hier, im Grünen Kränzchen, stellte sich heraus, wer für ihren Tod verantwortlich war. Auch deshalb wollten wohl viele einfach mal sehen, welche Leute jetzt im Grünen Kränzchen "verkehren". Und natürlich waren sie neugierig auf mich, dem "Traunbacher Mädchen", das aus der Großstadt in die hessische Idylle zurückgekehrt war, nachdem sie zuvor einen Mord aufgeklärt hatte. Die Publicity machte den Rummel durch die Berichterstattung perfekt. Lokalblatt, Regionalradio und sogar die Hessenschau berichtete live und vor Ort von den mörderischen Ereignissen in Traunbach.

Nein, ich konnte mich über mangelnde Gäste wahrlich nicht beschweren. In den ersten Wochen waren wir auf Tage ausgebucht. Die Angestellten hielten mir und dem Grünen Kränzchen d

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