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Ausgezählt Thriller von Baldacci, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.06.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Ausgezählt

Als Atlee Pine sechs Jahre alt ist, dringt ein Mann in ihr Kinderzimmer ein und entführt ihre eineiige Zwillingsschwester Mercy. Mercy taucht nie wieder auf, Atlee bleibt traumatisiert zurück. Knapp dreißig Jahre später ist sie zur einzelgängerischen FBI-Agentin geworden, die sich ein möglichst einsames Büro nahe des Grand Canyon gewählt hat. Eines Tages wird am Boden der Schlucht ein grausam aufgeschlitztes Maultier gefunden. Ein scheinbar harmloser Provinzfall. Doch dann stößt Atlee auf Spuren einer mörderischen Verschwörung, die bis in die obersten politischen Kreise reicht. Kann sie höchste Gefahr für Amerika und die Welt abwenden - und zugleich dem Entführer ihrer Schwester näher kommen? David Baldacci, geboren 1960 in Virginia, arbeitete lange Jahre als Strafverteidiger und Wirtschaftsjurist in Washington, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Sämtliche Thriller von ihm landeten auf der "New York Times"-Bestsellerliste. Mit über 130 Millionen verkauften Büchern in 80 Ländern zählt er zu den weltweit beliebtesten Autoren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 10.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641244880
    Verlag: Heyne
    Serie: Atlee Pine 1
    Originaltitel: Long Road to Mercy (Atlee Pine 1)
    Größe: 2759 kBytes
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Ausgezählt

1

Ene, mene, muh.

FBI Special Agent Atlee Pine betrachtete die strenge, düstere Fassade des Gefängniskomplexes, in dem einige der gefährlichsten Exemplare der Gattung Mensch verwahrt wurden.

Mit dem schlimmsten von ihnen wollte Pine heute Abend sprechen.

Das ADX Florence, ungefähr hundert Meilen südlich von Denver, war das einzige Hochsicherheitsgefängnis im US -Bundesstrafvollzug, das den "Supermax"-Standard erfüllte, die maximale Sicherheitsstufe, die man durch Haftbedingungen erreichte, die einer Isolationshaft nahekamen. Insgesamt saßen mehr als neunhundert Sträflinge auf diesem abgelegenen Flecken Erde hinter Gittern.

Nachts, wenn alle Lichter brannten, funkelten die Gebäude des Gefängniskomplexes, vom Himmel aus betrachtet, wie Diamanten auf schwarzem Samt - so kalt und hart wie die Männer in diesen Mauern, ob Wärter oder Häftling. Es war kein Ort für Leute mit schwachen Nerven. Es war ein Ort, an dem Bestien in Menschengestalt untergebracht waren, Psychopathen übelster Sorte.

So beherbergte das Supermax unter anderem den Unabomber, den Attentäter vom Boston-Marathon, die 9/11-Terroristen, mehrere Serienkiller, einen Mittäter des Anschlags von Oklahoma, verschiedene Spione, Anführer der White-Supremacy-Bewegung sowie eine Reihe von Mafia- und Drogenbossen. Die Jüngsten unter ihnen waren Mitte zwanzig, die Ältesten gingen auf die achtzig zu. Die meisten würden in diesen Mauern sterben. Wer zu mehrfach lebenslänglich verurteilt war, konnte sich keine Hoffnungen machen, jemals freizukommen.

Das Hochsicherheitsgefängnis lag fernab der menschlichen Zivilisation in einem kargen Landstrich in Colorado. Noch nie war es einem Häftling gelungen, aus dem ADX Florence auszubrechen. Sollte es wider Erwarten doch jemand schaffen - er hätte keine Chance. Hier gab es kein Versteck, keine Deckung, keinen Schutz in der flachen, offenen Landschaft, in der es nicht die winzigste Erhebung gab, so weit das Auge reichte. Nirgends wuchs ein Grashalm, geschweige denn ein Baum oder Strauch. Der Gefängniskomplex wurde von vier Meter hohen, von Stacheldraht gekrönten Mauern umschlossen. Auf dem Gelände patrouillierten rund um die Uhr bewaffnete Wärter mit Kampfhunden. Falls doch einmal ein Häftling bis zur Mauer durchkam, würde er mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Kugel oder scharfen Hundezähnen getötet. Und niemand würde ihm auch nur eine Träne nachweinen.

Durch die schmalen, einen Meter hohen Fenster der Zellen sah man nur den Himmel oder das Dach des Gefängnisbaus. ADX Florence war so angelegt, dass die Insassen zu keinem Zeitpunkt wussten, in welchem Teil der Anlage sie sich befanden. Die Zellen waren dreieinhalb mal zwei Meter groß, und praktisch alles im Innern, außer dem Häftling, war aus Stahlbeton. Die Duschen schalteten sich nach kurzer Zeit von selbst ab, und die Wände waren schallisoliert, sodass kein Häftling mit einem anderen Kontakt aufnehmen konnte. Die massiven Stahltüren wurden hydraulisch betätigt, und die Essensausgabe erfolgte durch einen schmalen Schlitz in der Zellentür. Außerhalb der Zellen war jede Kommunikation untersagt; die einzige Ausnahme bildete der Besucherraum. Für aufmüpfige Häftlinge und Notfälle gab es die Z-Einheit, "Schwarzes Loch" genannt - ein Bereich, in dem die Zellen völlig dunkel blieben und die Betonbetten mit Riemen versehen waren.

Einzelhaft war in dieser Anstalt nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Das Supermax war nicht dafür gedacht, den Insassen in seinen Mauern Freude und Zerstreuung zu bieten.

Atlee Pines Wagen war sorgfältig durchsucht, ihr Name und Ausweis anhand der Besucherliste gecheckt worden. Erst danach hatte man sie zum Haupteingang geführt, wo sie den Sicherhe

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