text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Böses Blut Ein Fall für Cormoran Strike von Galbraith, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.12.2020
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)

19,99 €1

14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Böses Blut

Atemberaubend, labyrinthisch, episch - der 5. Cormoran-Strike- und Robin-Ellacott-Roman ist der bislang fesselndste und faszinierendste aus der Feder von Bestsellerautorin JK Rowling!
Cormoran Strike ist gerade zu Besuch bei seiner Familie in Cornwall, als er von einer Frau angesprochen wird, die ihn bittet, ihre Mutter, Margot Bamborough, ausfindig zu machen, die 1974 unter mysteriösen Umständen verschwand.

Strike hatte es noch nie mit einem Cold Case zu tun, geschweige denn mit einem, der bereits vierzig Jahre zurückliegt. Doch trotz der geringen Erfolgsaussichten ist seine Neugier geweckt, und so fügt er der langen Liste an Fällen, die er und seine Arbeitspartnerin Robin Ellacott gerade in der Agentur bearbeiten, noch einen hinzu. Robin selbst hat mit einer hässlichen Scheidung und unerwünschter männlicher Aufmerksamkeit zu kämpfen - und dann natürlich mit ihren Gefühlen für Strike ...

Strikes und Robins Nachforschungen zu Margots Verschwinden führen sie auf die Fährte eines vertrackten Falls mit Hinweisen auf Tarotkarten, einen psychopathischen Serienkiller und Zeugen, die nicht alle vertrauenswürdig sind. Und sie merken, dass sich selbst Fälle, die schon Jahrzehnte alt sind, als tödlich herausstellen können ...

Außerdem aus der Cormoran-Strike-Reihe lieferbar:
Der Ruf des Kuckucks
Der Seidenspinner
Die Ernte des Bösen
Weißer Tod


Robert Galbraith ist das Pseudonym von J.K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Reihe und des Romans Ein plötzlicher Todesfall.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1200
    Erscheinungsdatum: 14.12.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641273224
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Cormoran Strike 5
    Originaltitel: Troubled Blood (Cormoran Strike 5)
    Größe: 6152 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Böses Blut

1
Euch Kunde tun will ich von Artegall,
Gerechter Sache unverdross'ner Streiter ...

EDMUND SPENSER
Die Feenkönigin

»Du bist ein echter Cornishman, in Cornwall geboren und aufgewachsen«, sagte Dave Polworth gereizt. »'Strike' ist nicht mal dein richtiger Name. Von Rechts wegen bist du ein Nancarrow. Da wirst du dich ja wohl kaum als Engländer bezeichnen wollen, oder?«

An diesem warmen Augustabend war das Victory Inn so überfüllt, dass sich die Gäste vor dem Pub bis auf die breite Steintreppe drängten, die hinunter zur Bucht führte. Polworth und Strike saßen an einem Ecktisch und feierten Polworths neununddreißigsten Geburtstag mit ein paar Pints. Seit zwanzig Minuten diskutierten sie über kornischen Nationalismus. Strike kam es bedeutend länger vor.

»Ob ich mich als Engländer bezeichnen würde?«, überlegte Strike laut. »Nein, wohl eher als Briten.«

»Ach, leck mich doch, würdest du nicht«, fauchte der hitzköpfige Polworth. »Das sagst du nur, um mich zu provozieren.«

Physisch hätten die beiden Freunde nicht unterschiedlicher sein können. Polworth war klein und drahtig wie ein Jockey, sein Gesicht wettergegerbt und zu faltig für sein Alter. Die sonnengebräunte Kopfhaut schimmerte durch das schüttere Haar. Sein T-Shirt war so verknittert, als hätte er es vom Boden eines Wäschekorbs geholt, die Jeans zerrissen. Auf seinen linken Unterarm war die schwarz-weiße Flagge von Cornwall mit dem St.-Pirans-Kreuz tätowiert; die tiefe Narbe rechter Hand hatte er bei der Begegnung mit einem Hai davongetragen.

Sein Freund Strike dagegen sah aus wie ein ehemaliger Boxer - und nichts anderes war der eins zweiundneunzig große, massige Mann mit der leicht schiefen Nase und den dichten Locken. Trotz seines immerwährenden Bartschattens umgab ihn die für ehemalige Angehörige von Polizei oder Militär typische Aura von Disziplin und Ordnung, und tätowiert war er auch nicht.

»Du bist hier geboren«, beharrte Polworth. »Also bist du aus Cornwall.«

»Nach dieser Logik wärst du aus Birmingham.«

»Ach, leck mich doch«, wiederholte Polworth ehrlich gekränkt. »Als wir hierhergezogen sind, war ich zwei Monate alt. Meine Mum ist eine Trevelyan. Hier geht's um Identität - was man hier drin fühlt.« Polworth schlug sich auf Höhe seines Herzens auf die Brust. »Die Familie meiner Mum lebt seit Jahrhunderten in Cornwall ...«

»Weißt du, diese Blut-und-Boden-Sache war noch nie mein ...«

»Hast du von dieser letzten Umfrage gehört?«, fiel ihm Polworth ins Wort. »'Wie würden Sie Ihre ethnische Herkunft definieren?', haben sie gefragt, und die Hälfte - die Hälfte! - hat 'Cornwall' statt 'England' angegeben. Das ist ein gewaltiger Anstieg.«

»Soso«, entgegnete Strike. »Und als Nächstes kann man wohl ankreuzen, ob man sich für einen Dumnonier oder einen Römer hält.«

»Mach dich nur lustig«, sagte Polworth. »Du wirst schon sehen, was du davon hast. Du bist schon viel zu lang in deinem Scheißlondon, mein Freund ... Man kann ja wohl auf seine Herkunft stolz sein, oder? Es ist nichts verkehrt daran, dass die Gemeinden mehr Befugnisse von Westminster fordern. Die Schotten machen es uns nächstes Jahr vor, pass nur auf, und wenn die erst mal unabhängig sind, gibt's kein Halten mehr. Dann werden sämtliche keltischstämmigen Völker im Land aufbegehren. Noch eins?« Er deutete auf Strikes leeres Glas.

Strike war in den Pub gekommen, um Stress und Sorgen hinter sich zu lassen, nicht um sich einen Vortrag über die Unabhängigkeitsbestrebungen Cornwalls anzuhören. Seit sie sich rund ein Jahr zuvor zuletzt gesehen hatten, schien Polworth ein noch glühenderer Anhänger von Mebyon Kernow geworden zu sein, jener nationalistischen Partei, der er mit sechzehn Jahren beigetreten war. Dave konnte Strike zum Lachen bringen wie sonst kaum jemand, aber wenn es um die Unabhängigkeit Cornwalls gin

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen