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Böses Spiel - Myron Bolitar ermittelt Myron-Bolitar-Reihe 6 - Thriller von Coben, Harlan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.09.2017
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Böses Spiel - Myron Bolitar ermittelt

Esperanza Diaz ist die Seele von Myron Bolitars Sportagentur, eine wertvolle Geschäftspartnerin und eine seiner besten Freundinnen. Als sie völlig überraschend des Mordes an einem Klienten angeklagt wird, bricht Myron seinen Urlaub ab und stürzt sich Hals über Kopf in die Ermittlungen. Um den wahren Killer zu finden, folgt er einer schwer auszumachenden Fährte, die ihn nicht nur durch düstere Nachtclubs führt, sondern auch auf das gefährliche Terrain gescheiterter Ehen und zerstörter Karrieren. Um am Ende vor der erschreckenden Erkenntnis zu stehen, dass es nur einen anderen wirklichen Verdächtigen gibt: ihn selbst ...

Harlan Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Nachdem er zunächst Politikwissenschaft studiert hatte, arbeitete er später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Seine Thriller wurden bisher in über 40 Sprachen übersetzt und erobern regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten. Harlan Coben, der als erster Autor mit den drei bedeutendsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet wurde - dem Edgar Award, dem Shamus Award und dem Anthony Award -, gilt als einer der wichtigsten und erfolgreichsten Thrillerautoren seiner Generation. Er lebt mit seiner Familie in New Jersey.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 18.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641178420
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Final Detail
    Größe: 3968 kBytes
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Böses Spiel - Myron Bolitar ermittelt

1

Myron lag ausgestreckt neben einer umwerfenden Brünetten in einem waffenscheinpflichtigen Bikini. Er hatte einen exotischen Drink in der Hand - ohne Schirmchen -, das türkisfarbene Wasser der Karibik umspielte seine Füße, der feine weiße Sand blendete, und der Himmel strahlte in einem so reinen Blau, wie es nur Gottes leere Leinwand konnte. Der Sonnenschein war so kraftvoll und wohltuend, wie es sonst allenfalls eine schwedische Masseurin war, die zur Entspannung ein Glas Cognac servierte - und er fühlte sich unsäglich elend. Sie waren jetzt etwa drei Wochen zusammen in diesem Inselparadies. Myron hatte sich nicht die Mühe gemacht, die Tage zu zählen. Terese vermutlich auch nicht. Die Insel erinnerte an Gilligan's Island - und war ebenso abgelegen: kein Telefon, kaum elektrisches Licht, keine Autos, eine Menge Luxus, also ganz anders als bei Robinson Crusoe und, tja, auch keineswegs ursprünglich. Myron schüttelte den Kopf. Man konnte den Menschen den Fernseher nehmen, die Bilder bekam man jedoch nicht aus ihrem Kopf.

Mitten am Horizont erschien die Yacht, schwebte ihnen entgegen, zerschnitt das blaue Wasser und hinterließ einen weißen Saum. Als Myron sie sah, zog sich sein Magen zusammen.

Er wusste nicht genau, wo sie waren, obwohl die Insel tatsächlich einen Namen hatte: St. Bacchanals. Ja, wirklich. Es war ein kleines Fleckchen Erde, das einer dieser Mega-Kreuzfahrtlinien gehörte, die die eine Hälfte der Insel ihren Passagieren zur Verfügung stellte, damit sie dort schwimmen, grillen und einen Tag in ihrem »eigenen, ganz persönlichen Inselparadies« genießen konnten. Ganz persönlich - allein mit den anderen 2500 Turistas auf einem kleinen Streifen Strand. Genau, ganz persönlich und bacchantisch.

Auf dieser Seite der Insel war das allerdings vollkommen anders. Hier gab es nur dieses eine Haus, das einem Geschäftsführer der Kreuzfahrtlinie gehörte, eine Mischung aus Strohhütte und dem Herrenhaus auf einer Plantage. Die einzige Person im Umkreis eines Kilometers war ein Butler. Und die komplette Inselbevölkerung bestand aus ungefähr dreißig Personen, die alle als Bedienstete für die Kreuzfahrtlinie arbeiteten.

Die Yacht glitt mit ausgeschaltetem Motor näher.

Terese Collins nahm ihre Bollé-Sonnenbrille ab und runzelte die Stirn. Drei Wochen lang war mit Ausnahme der riesigen Kreuzfahrtschiffe mit einschlägigen Namen wie Sensation, Ecstasy oder G Spot niemand an ihrem Fleckchen Strand vorbeigekommen.

»Hast du jemandem erzählt, wo wir sind?«, fragte sie.

»Nein.«

»Vielleicht ist es John.«

John war besagter Geschäftsführer der Kreuzfahrtlinie, ein Freund von Terese.

»Eher nicht«, sagte Myron.

Myron hatte Terese erst vor, tja, drei Wochen kennengelernt. Terese machte »Urlaub« von ihrem Job als bekannte Primetime-Moderatorin bei CNN. Genau wie er war sie von wohlmeinenden Freunden genötigt worden, eine Wohltätigkeitsgala zu besuchen, und sie hatten sich sofort zueinander hingezogen gefühlt, als wäre der Schmerz, den sie beide erlitten hatten, magnetisch. Anfangs war es nicht viel mehr als eine verrückte Idee gewesen: Einfach alles stehen und liegen lassen und abhauen. Sich mit jemandem davonmachen, den man attraktiv fand und kaum kannte. Als keiner einen Rückzieher machte, waren sie zwölf Stunden später in St. Maarten und vierundzwanzig Stunden danach hier gewesen. Myron, der in seinem Leben mit insgesamt vier Frauen geschlafen hatte, der One-Night-Stands selbst damals, als sie angesagt und angeblich frei von Krankheiten gewesen waren, nie wirklich ausprobiert hatte, der nie Sex aus reiner körperlicher Begierde und ohne Verwurzelung in Liebe und Hingabe gehabt hatte, kam die Entscheidung zur Flucht überraschend richtig vor.

Er hatte niemandem gesagt, wohin er fuhr und wie lange er wegbleiben wollte - vor allem weil er es selbst nicht wusste. Er hatte Mom und Dad angerufen und ih

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