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Bad Banker und das Holiri-Komplott von Will, Markus A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2013
  • Verlag: hey! publishing
eBook (ePUB)
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Bad Banker

Ein packender Thriller um skrupellose Finanzhaie und ihre Gegenspieler in der verführerischen Glamourwelt des Geldes, in der die Gier Einzelner über alles triumphiert. Mitch Lehman will alles, und der Erfolg gibt ihm Recht: Der Starbanker der Carolina Bank gehört zu den big playern seiner Zunft. Er scheffelt Rekordgewinne für die Investmentbank und es scheint, als könne ihn nichts und niemand aufhalten. Als 2008 die ganze Bankenwelt zu explodieren droht, findet der Tanz auf dem Vulkan ein abruptes Ende. An den Schauplätzen London, New York, Hawaii, Frankfurt und Zermatt erlebt der Leser ein rasantes Rennen um Macht, Sex, Geld und Einfluss, das in einem dramatischen Showdown an Weihnachten 2009 ein überraschendes Ende findet.

Markus A. Will, ein Insider der internationalen Bankenszene, hat in den 90er-Jahren für zwei führende Investmentbanken in Frankfurt und London gearbeitet. Heute führt er seine eigene Unternehmensberatung und ist als Privatdozent an der Universität St. Gallen tätig. www.markuswill.com Foto: (c) privat

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 708
    Erscheinungsdatum: 01.03.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783942822053
    Verlag: hey! publishing
    Größe: 1649kBytes
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Bad Banker

Driving home for Christmas

London

"Ich liebe diesen Song", seufzt Carla Bell, als Chris Rea With a Thousand Memories haucht. "Schade, dass es schon vorbei ist."

"Mal sehen, Lady, ob ich das Lied auf einem anderen Sender finde. Stimmt ja an keinem Tag so wie heute."

In das Gelächter schnarrt der Suchlauf auf die zahlreichen Verkehrsmeldungen. Der Blick der jungen Journalistin trifft die Augen des Fahrers im Rückspiegel. Fahrer und Taxi haben sicher zwanzig gemeinsame Dienstjahre auf dem Buckel; die Sitze sind abgewetzt, der Motor dröhnt mit leichten Schlägen, es riecht muffig. Nicht unsympathisch der Mann hinter dem Steuer, die randlose Brille ziert ein rundliches, unrasiertes Gesicht, die zotteligen Haare reichen ihm hinten bis über den Kragen.

Ihr Blick fällt auf die Swatch: Zwölf Uhr, um zwölf Uhr zweiunddreißig fährt ihr Zug, und es geht ausgesprochen langsam voran. Die Melodie von Big Ben erklingt, als sie über die Brücke am House of Parliament vorbeifahren. Sie kurbelt das Fenster runter und nach dem letzten "Dong" schnell wieder hoch. Es ist nasskalt, wie immer um diese Jahreszeit in London.

Das Taxi kämpft sich weiter Richtung Greenpark und Knightsbridge, der Fahrer hatte ihr überzeugend erklärt, diese Route sei zu dieser Tageszeit die beste. Von Southwark Bridge in der Nähe der "Financial Times" geht es auf der East Side der Themse bis zur Westminster Bridge und nun weiter an den Parks und dem Buckingham Palace vorbei in Richtung Paddington Station.

Carla hatte das Taxi auf den letztmöglichen Zeitpunkt bestellt, weil sie ziemlich spät aus dem Bett in ihrem kleinen Apartment in Islington gekrochen war. Am Abend zuvor hatte sie sich noch mit einigen Kollegen, die auch erst am 24. Dezember nach Hause fuhren, auf ein paar Drinks im Hampstead Heath getroffen.

Auf dem Weg zum Bahnhof musste sie noch kurz bei der Redaktion vorbei, um ihre Geschenktaschen einzuladen. Und dann kreuzte auch noch Simon auf, als sie wieder ins Taxi steigen wollte. Chefredakteur Simon Trent war auf dem Weg in die Stadt, um endlich das Weihnachtsgeschenk für seine Frau zu besorgen, wie er es immer erst am Morgen des Heiligen Abends tat. Es wurde ein längerer Schwatz, und Carla genoss jedes Wort aus dem Mund des Bosses über ihre große Story, den traditionellen View of the Year .

Am Montag, 8. Januar 2007, erscheint auf der Titelseite des "CityView" der View of the Year , ein Ausblick, den die City-Banker am ersten Arbeitstag des neuen Jahres vorfinden würden. Diese Ehre ist ihr zugefallen – einRitterschlag von Simon Trent. Erst ein Jahr dabei und schon mit dem View betraut. Darauf ist Carla Bell mächtig stolz; gleichzeitig blickt sie besorgt auf den Verkehr. Zwölf Uhr zwei, und der Zeiger bewegt sich unerbittlich weiter. Das Geplauder mit Simon hat zwar Spaß gemacht, aber die Minuten fehlen ihr nun auf dem Weg zur Paddington Station.

Natürlich wäre die Tube schneller gewesen, aber schließlich schleppt sie nicht nur ihren Koffer, sondern auch noch die Geschenke für ihren Vater und ein paar alte Freunde mit sich. Beim Gedanken an die überfüllte U-Bahn und den Mief in den Röhren verzieht sie angewidert ihr Gesicht. Auch wenn Heiligabend diesmal auf den Sonntag fällt, brodelt es in der Stadt. Alle Geschäfte haben geöffnet – Highnoon für Last-Minute-Shopping ist angesagt.

"Mein Zug geht in einer halben Stunde. Schaffen wir das?", fragt sie ihren Fahrer.

"Lady, Sie wissen gar nicht, wie oft ich "Schaffen wir das?" in den letzten Tagen gehört habe."

Derweil fördert der Suchlauf ein

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