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Begraben Thriller von Kernick, Simon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Begraben

Begraben, aber nicht vergessen 1990 verschwindet eine junge Frau spurlos in Thailand. Ihr Fall geht durch die Weltpresse. 2016 taucht ihre Leiche im 10.000 km entfernten England wieder auf. Wie kann das sein? Detective Ray Mason hat als Erster eine heiße Spur. Ein Zeuge will ihm erzählen, was damals geschehen ist. Doch noch bevor er seine Aussage machen kann, wird er ermordet. Und plötzlich tauchen noch mehr Leichen von jungen Frauen auf. Mason muss in die Abgründe der menschliche Seele blicken, um die Täter zu fassen ... Simon Kernick, 1966 geboren, lebt in der Nähe von London und hat zwei Kinder. Die Authentizität seiner Romane ist seiner intensiven Recherche zu verdanken. Im Laufe der Jahre hat er eine außergewöhnlich lange Liste von Kontakten zur Polizei aufgebaut. Sie umfasst erfahrene Beamte der Special Branch, der National Crime Squad (heute SOCA) und der Anti-Terror-Abteilung. Mit Gnadenlos (Relentless) gelang ihm international der Durchbruch, mittlerweile zählt er in Großbritannien zu den erfolgreichsten Thrillerautoren und wurde für mehrere Awards nominiert. Seine Bücher sind in dreizehn Sprachen erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 14.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641219499
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher .43919
    Originaltitel: The Bone Field
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Begraben

Kapitel 1

Es fing damit an, dass ein junger Mann mit seiner Freundin nach Thailand reiste.

Damals, 1990, wurde Thailand gerade erst von Rucksackreisenden "entdeckt", und an Massentourismus, Hotelburgen, Junggesellenpartys oder Fünf-Sterne-Wellnessbäder war noch nicht zu denken. Der junge Mann hieß Henry Forbes. Er war fünfundzwanzig Jahre alt und Dozent für Humanwissenschaften an der Brighton Polytechnic, der heutigen University of Brighton. Seine Freundin, die ihr Studium dort gerade beendet hatte und mit der er erst seit ein paar Monaten liiert war, hieß eigentlich Katherine Sinn, aber ich erinnere mich, dass in den Berichten über den Fall stand, dass sie meist Kitty genannt wurde.

Kitty Sinn. Den Namen fand ich immer schon schön.

Jedenfalls war die Reise, die kaum einen Monat nach Kittys Abschlussprüfungen begann, auf zwei Monate angelegt. Wir wissen, dass die beiden am 29. Juli 1990, einem Sonntagnachmittag, Bangkok erreichten, weil ihre Einreise dort von der thailändischen Einwanderungs behörde registriert und ihre Reisepässe abgestempelt wurden. Sie blieben zwei Nächte und fuhren anschließend mit dem Nachtzug nach Phuket weiter, wo sie vier Tage im Club Med von Kata Beach verbrachten. Das Personal erinnerte sich an ein höfliches, stilles Paar, das für sich blieb und sehr verliebt wirkte. Von Phuket aus nahmen sie ein Taxi in den Nationalpark Khao Sok, den ältesten Regenwald Thailands, zweieinhalb Autostunden weiter nördlich, wo sie sich die wilden Tiere und spektakulären Karstlandschaften ansehen wollten, für die die Gegend berühmt ist. Sie übernachteten in dem damals einzigen Gästehaus des Parks, das sie am 5. August, einem Sonntag, erreichten.

Zu diesem Zeitpunkt hielten sich nur vier weitere Gäs te dort auf: ein australisches Paar Mitte sechzig und zwei junge niederländische Rucksackreisende. Alle Gäste erinnerten sich, dass Kitty und Henry im Speisesaal aßen und sich anschließend auf ihr Zimmer zurückzogen, wo sie später am Abend derart laut stritten, dass Mr. Watanna, der Inhaber der Pension, sich einschaltete und den beiden mit Rauswurf drohte, sollten sie sich nicht augenblicklich ruhiger verhalten. Laut Henrys späterer Aussage war es bei dem Streit um eine seiner ehemaligen Freundinnen gegangen, und er sei so eskaliert, dass er Kitty eine Ohrfeige verpasst habe, was, wie er behauptete, normalerweise überhaupt nicht seine Art sei.

Am folgenden Morgen hatten sie sich offensichtlich immer noch nicht versöhnt, denn Kitty bat Mr. Watanna, sie in die Küstenstadt Khao Lak zu fahren, und gab ihm fünfhundert Baht für sein Versprechen, Henry nicht zu verraten, wohin er sie brachte. Sie sagte, sie brauche Zeit zum Nachdenken. Henry versuchte sie bei der Abreise noch umzustimmen, entschuldigte sich überschwänglich und schreckte nicht davor zurück, sie auf Knien anzu fleh en, doch zu bleiben. Allen Berichten zufolge ließ Kitty sich aber nicht erweichen und reiste mit Mr. Watanna ab.

Laut Mr. Watanna setzte er sie vor den Bungalows des Gerd and Noi Resort unweit des Strands von Khao Lak ab, wo sie ein paar Nächte bleiben und sich ihre nächsten Schritte überlegen wollte. Anschließend fuhr Mr. Watanna zurück zu seinem Gästehaus und traf etwa vier Stunden nach seinem Aufbruch dort ein.

An den folgenden drei Tagen verweilte Henry in der Pension und wagte kaum, das Zimmer zu verlassen, da er auf Kittys Rückkehr wartete. Damals hatte man noch keine Handys und kein Internet, und wenn jemand den Kontakt abbrach, gab es eben keinen. Da Kitty aber nicht zurückkam, überredete Henry Mr. Watanna, ihm zu verraten, wohin er sie gefahren hatte.

Henry rief im Gerd and Noi Resort an, wo man ihm mitteilte, Kitty sei dort nicht abgestiegen. Inzwischen beu nruhigt, gab auch er Mr. Watanna Geld, um sich von ihm nach Khao Lak chauffieren zu lassen. Dort suchte er einen Tag lang die Stadt und die wenigen Pensionen

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