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Besessen von Jackson, Lisa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.09.2010
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (PDF)
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Besessen

Stunden schrecklicher Angst. TV-Moderatorin Kaylie wird das Opfer eines irren Stalkers! In letzter Sekunde rettet sie der attraktive Zane, der sie nicht mehr aus den Augen lässt. Sie werden ein Paar, bis ihre Liebe an Zanes obsessiven Fürsorge zerbricht. Sieben Jahre später beginnt die Bedrohung von Neuem. Kaylie weiß nicht, was gefährlicher ist: Der Stalker - oder ihr besitzergreifender Exmann, der nur einen Herzschlag entfernt ist.

Wenn die Bestsellerautorin Lisa Jackson aus Oregon gefragt wird, was sie dazu inspiriert hat, mehr als 50 Liebesromane zu schreiben, in denen es abenteuerlich, oft intrigant, verwegen und sehr leidenschaftlich zugeht, dann erzählt sie gern von ihrer Kindheit. Sie wuchs in der Kleinstadt Molalla auf, deren wichtigste Exportware Holz ist, und verbrachte viel Zeit auf der Farm ihrer Großeltern im Osten Oregons. Lisa war ein fantasievolles Kind, das sich gern Streiche ausdachte und nachts aus dem Haus schlich, um im Mondlicht Fahrrad zu fahren oder, noch besser, ohne Sattel zu reiten. 'Ich hatte die denkbar beste Kindheit', sagt sie mit funkelnden Augen. An ihrem Übermut und ihrer jugendlichen Erscheinung mag es liegen, dass man es nicht für möglich hält, dass sie bereits Mitte 40 ist und zwei Söhne hat, die aufs College gehen. 'Es war eine zauberhafte Zeit. Unsere kleine Familie hielt zusammen wie Pech und Schwefel. Noch heute unterstützen mich meine Eltern in jeder Situation.' Aber warum schreibt sie dann in ihren Romances über Väter, die sich nicht kümmern, und hinterhältige Verwandte, und das so spannend, dass sich ihre Bücher regelmäßig auf den Bestsellerlisten finden? 'Ich glaube, dass Menschen eine Art Urangst haben, von den eigenen Familienmitgliedern hintergangen zu werden, weil gerade in der Familie die Gefühle besonders intensiv sind, so dass man dort auch am verwundbarsten ist', antwortet Lisa. 'Verwandt zu sein, bedeutet zwar zunächst eine Bindung, aber es heißt noch lange nicht, dass man ähnlich denkt oder fühlt. Außerdem finde ich es faszinierend, über intrigante Menschen zu schreiben. Oft sind sie es, die einer Story besonders viel Spannung geben. Ich finde es herrlich, Briefe von Leserinnen zu bekommen, die sich darüber beschweren, dass sie nachts nicht geschlafen haben, weil sie meinen Roman unbedingt zu Ende lesen mussten.' Lisa Jackson hat zunächst an der Oregon State University zwei Jahre Englisch studiert, aber das Studium nach ihrer Heirat aufgegeben. 1981, als ihr jüngster Sohn ein Jahr alt war, machte sie sich daran, ihre erste Romance zu schreiben. Zwar meinte sie dann, ein festes Einkommen haben zu müssen, und nahm einen Job bei einer Bank an. Doch bevor sie diesen Job antreten konnte, wurde ihr zukünftiger Vorgesetzter wegen Unterschlagung verhaftet. Kurze Zeit später verkaufte sie ihr erstes Manuskript an einen Verlag. Die Heldin dieser Romance arbeitet in einer Bank und wird wegen Unterschlagung verhaftet... Aber Lisa Jackson schreibt nicht nur zeitgenössische Romances mit Krimielementen. Ihre zweite 'Spezialität' sind Liebesromane, die im 11. und 12. Jahrhundert in Wales spielen. Ein Reiseveranstalter aus Michigan war von ihren historischen Romances so angetan, dass er sie bat, eine Reisegruppe zu einer Tour nach Wales zu begleiten und über die verschiedenen Schlösser zu sprechen. Und da Lisa als Sprecherin genauso begabt ist wie als Autorin, ist der Erfolg dieser Reise so gut wie sicher. Wenn sie nicht an einer Romance arbeitet, besucht Lisa gern Sportveranstaltungen, liest viel, schaut Die Akte X im Fernsehen und trifft sich, da sie mittlerweile alleinerziehend ist, auch gern und viel mit Freunden.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 191
    Erscheinungsdatum: 01.09.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862786589
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Obsession; Mystery Man
    Größe: 974 kBytes
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Besessen

1. KAPITEL

W er ist dort?", fragte Don Flannery barsch und umklammerte den Telefonhörer.

"Ted." Die Stimme war kaum zu hören und heiser. Don konnte nicht einmal erkennen, ob sie einem Mann oder einer Frau gehörte.

"Okay, Ted. Was gibt's?" Dons Lippen waren mit einem Mal wie taub. Seit Teds erstem Anruf gestern kämpfte er ständig gegen eine beinahe übermächtige Angst an.

"Es geht um Kaylie. Sie ist in Gefahr", sagte die Stimme.

O nein, bloß nicht Kaylie! Schreckliche Erinnerungen überfluteten Don. "Wieso?"

"Das sagte ich bereits. Lee Johnston wird bald entlassen werden." Don konnte nur mit Mühe ruhig weitersprechen. "Ich war in der Anstalt. Dort spricht niemand davon, dass er entlassen werden soll." Dr. Anthony Henshaw, der behandelnde Arzt von Johnston, hatte sich nur wenig über seinen Patienten geäußert. Er hatte lediglich auf seine Schweigepflicht hingewiesen und dass er die Ausgeglichenheit seines Patienten nicht gefährden wolle. Obendrein hatte er Don noch darauf hingewiesen, dass er nicht mehr Kaylies Ehemann sei und deshalb kein Recht habe, sich einzumischen. Nur weil Don die größte Sicherheitsfirma der gesamten Westküste gehöre, hätte er nicht das Recht, Unruhe in die Anstalt zu bringen oder hinter einem der Patienten herzuschnüffeln. Anscheinend hatte dieser Arzt vergessen, was Johnston Kaylie hatte antun wollen.

Der Mann hatte Kaylie fast umgebracht, und nun musste Don sich anhören, er schnüffele hinter diesem Wahnsinnigen her. Es war eine Frechheit.

Mit ruhiger kühler Stimme hatte Dr. Henshaw ihm mitgeteilt, dass Johnston ständig bewacht werde und Don sich keine Sorgen zu machen brauche. Obwohl Lee ein Musterpatient sei, rechne Henshaw nicht damit, dass er in nächster Zeit entlassen werde. Dann sagte er noch, er schätze, Johnston würde für absehbare Zeit dort bleiben.

In Dons Ohren klang das alles etwas zu vage und keineswegs beruhigend.

Jetzt ging Don zwischen dem Fenster und dem Schreibtisch auf und ab, wobei er das Telefonkabel bis zum Äußersten dehnte. Er fühlte sich genauso hilflos wie damals vor sieben Jahren, als Johnston versucht hatte, Kaylie zu ermorden.

"Weshalb sollte ich Ihnen glauben?", fragte er den Anrufer, und Ted ließ sich Zeit mit einer Antwort.

Schweigend wartete Don. "Weil ich mir Sorgen mache", sagte die heisere Stimme schließlich. Dann war die Leitung tot.

"Mistkerl!" Don knallte den Hörer auf die Gabel und spulte das Tonband, auf dem er den Anruf aufgezeichnet hatte, zurück.

Verblüfft fing der Schäferhund, der unter Dons Tisch lag, an zu bellen. Er fletschte leicht die Zähne und stellte die Nackenhaare auf.

"Reg dich ab, Franklin", befahl Don ihm, obwohl ihm selbst auf der Stirn der kalte Schweiß ausbrach.

Plötzlich wurde die Bürotür aufgerissen, und Brad Hastings, Dons Stellvertreter, kam herein. Unter dem Arm hielt er eine Zeitung. "Ich habe die Polizei angerufen", sagte er gereizt. Seine Augen waren zu Schlitzen verengt, und seine Nasenflügel bebten. Brad war nur wenig größer als eins siebzig, doch sehr muskulös. Früher war er Boxer gewesen, und vom ersten Tag der Firma an war er bei Dons Sicherheitsdienst. Auf Hastings war stets Verlass. "Über Johnston gibt es nichts Neues. Er ist in der Anstalt in Verwahrung, genau wie Henshaw dir gesagt hat. Und der Doktor scheint sich auszukennen, Johnston ist seit fünf Jahren sein Patient", berichtete er.

Und in diesen fünf Jahren hatte Henshaw Don kein einziges Wort über seinen Patienten gesagt. Ungefähr jedes halbe Jahr hatte Don sich erkundigt, und jedes Mal war ihm nur mitgeteilt worden, Johnston sei immer noch Patient von Henshaw.

Als Dr. Loyola noch in Whispering Hills arbeitete, waren die Dinge anders gewesen. Loyola hatte Verständnis für das Grauen, das sein Patient verbreitet hatte, und er hatte Don darüber informiert, ob Johnston Anzeichen der Besserung zeigte oder nicht. Doch Dr. Loyo

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