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Besessen Kurzthriller von Finch, Paul (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2016
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Besessen

Manchester 2003. Die junge Karrierefrau Dorothy ruft bei Detective Mark Heckenburg an: Seit Tagen beobachte ein fremder Mann ihr Haus. Als die Polizisten bei Dorothy ankommen, ist der Mann verschwunden. Keiner der Nachbarn hat etwas gesehen. Bildet sich Dorothy den Stalker nur ein - oder ist tatsächlich ein Mann hinter ihr her? Dann findet Heck heraus, dass vor fünf Jahren, in demselben Haus, in dem Dorothy jetzt wohnt, eine junge Frau umgebracht wurde. Ist der Killer zurückgekehrt? Der junge Heck ermittelt - ein Kurzthriller des SPIEGEL-Bestseller-Autors

Paul Finch hat als Polizist und Journalist gearbeitet, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Neben zahlreichen Drehbüchern und Kurzgeschichten veröffentlichte er auch Horrorromane und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem British Fantasy Award und dem International Horror Guild Award. Er veröffentlichte bereits mehrere sehr erfolgreiche Thriller um den Ermittler Mark 'Heck' Heckenburg. Seine neue Serie, in der Lucy Clayburn ermittelt, eroberte England im Sturm. Paul Finch lebt mit seiner Familie in Lancashire, England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 103
    Erscheinungsdatum: 01.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492972819
    Verlag: Piper Verlag
    Größe: 484 kBytes
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Besessen

Heck konnte die Sache mit der Verhaftung von Adam Fairbrass nicht so schnell hinter sich bringen, wie er gehofft hatte.

Fast unmittelbar zu Beginn der Vernehmung veranstaltete der Anwalt des Verdächtigen einen Riesenwirbel wegen der eingeschlagenen Nase seines Mandanten und bestand darauf, dass er zunächst in einem Krankenhaus medizinisch versorgt werden müsse, bevor mit der Vernehmung begonnen werden könne. Das dauerte vier Stunden, und als Fairbrass schließlich mit einer lächerlichen Masse an Pflastern, Watte und Verbandsmaterial, das die Mitte seines Gesichts bedeckte, auf die Wache zurückgebracht wurde, war er mittlerweile seit nahezu sieben Stunden in Haft, womit ihm längst nicht nur sein Mittagessen zugestanden hätte, sondern inzwischen auch bereits sein Tee-Snack. Da die Kantine um diese Zeit am Freitagabend bereits geschlossen war, hatte jemand losziehen und ihm eine Pizza besorgen müssen. Und als all das erledigt war, hatte er trotz der Tatsache, dass er bei seiner Verhaftung in Besitz eines Druckverschlussbeutels gewesen war, der mehrere Gläser konzentrierte Schwefelsäure enthielt - ganz zu schweigen von dem Schlachtermesser -, darauf bestanden, unschuldig zu sein und nichts von den sieben Säureattacken zu wissen. Stattdessen behauptete er, die tödliche Substanz benötigt zu haben, um die Wände seiner Garage von Graffiti zu säubern. Doch der Verdächtige - ein blasser, dünner, unterernährter Typ - war nicht imstande, diese Version lange aufrechtzuerhalten, und brach unter der Hartnäckigkeit, mit der ihn erst Loomin und Shannon und dann Loomin und Heck in die Zange nahmen, schließlich zusammen und begann zu reden. Es war neun Uhr abends, bis sie schließlich so weit waren, Fairbrass siebenfache schwere Körperverletzung, siebenfache Verwendung einer Säure mit der Absicht, jemanden zu verätzen, sowie den Besitz einer Offensivwaffe zur Last legen konnten.

Anschließend ging Heck erschöpft zurück zum Kriminalbüro, doch wie angekündigt, hatte Gemma sich in ihren Papierkram vertieft. Sie sah nicht einmal auf, als er zwischen den beiden verglasten Flügeln der Doppeltür stand und sie betrachtete. Aber angesichts der Tatsache, dass Fairbrass aufgrund der Schwere der ihm zur Last gelegten Taten in Untersuchungshaft genommen worden war und am Highbury Corner Magistrate's Court für Samstagmorgen eine außerordentliche Verhandlung angesetzt worden war, war es vielleicht ohnehin keine gute Idee mehr, noch auszugehen. Nicht, dass dies Loomin und Shannon abhielt, die gerade mit einigen der anderen Detectives vorbeigepoltert kamen und ihm zuriefen, dass sie sich zur Feier des Tages noch einen Drink genehmigen wollten. Heck lehnte die Einladung mitzukommen ab, doch anstatt alleine nach Hause zu fahren, verließ er die Wache und steuerte seinen braunen Peugeot 307 nach Nordosten die Old Ford Road entlang in Richtung Victoria Park und bog dann nach links in die etwas zurückgelegene Siedlung ab, in deren Herz sich die Chagford Terrace befand. Er parkte an der Rückseite einer Reihe Garagen und schlenderte lässig durch das Viertel.

Das Haus, in dem Dorothy Bainbridge wohnte, war ein imposantes, freistehendes, für Bethnal Green ungewöhnlich großes Haus mit vier Schlafzimmern - eines dieser Häuser, in denen normalerweise möblierte Zimmer untervermietet werden. Außerdem fiel ihm auf, dass es ziemlich exponiert lag. Es war das letzte Haus an der Chagford Terrace und befand sich genau an der Stelle, an der die Straße sich in zwei kleinere Straßen splittete, die Stainton Avenue, die nach Westen verlief, und die Harlequin Crescent, die in östlicher Richtung abzweigte. Das Haus war also nicht nur von vorne zugänglich, sondern auch von der rechten und linken Seite. Zudem befand sich der Hauptgarten zwar hinter dem Haus, und dahinter lagen weitere Häuser, was bedeutete, dass das Grundstück von hinten gesichert war, doch vorne und an den Seiten war es von einem schmalen, kreisförmigen Garten umgeben, der von dichtem Blattwerk u

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