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Big John Morgan #3: Die Kugel entscheidet von Stirling, Glenn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.07.2016
  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
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Big John Morgan #3: Die Kugel entscheidet

Big Johns jüngerer Bruder Fred, der mit der hübschen, braunhaarigen Gloria verheiratet ist, hat mit dem Onkel Glorias zusammen eine Siedlergesellschaft gegründet und die Barberwood Plains gekauft, die einer Eisenbahngesellschaft gehörten. Als Fred dann in das Gebiet kommt, wo das gekaufte Land liegt, erweist es sich, dass dieses Land seit Jahren von einem Großrancher bewirtschaftet wird. Fred Morgan pocht auf seine Rechte und will die Barberwood Plains in Besitz nehmen. Doch er wird von dem Rancher höhnisch abgewiesen, und als er energisch werden will, stellt man ihm eine Falle und schießt ihn zusammen. Es gelingt dem Schwerverletzten, zu entkommen und seinen Bruder John von dem Vorfall in Kenntnis zu setzen. Big John macht sich ganz allein auf, um die Übeltäter zur Verantwortung zu ziehen und die Rechte seines Bruders zu wahren. Dies ist wieder ein von Hochspannung getragener echter Big John Band.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 05.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738904321
    Verlag: Uksak E-Books
    Serie: Big John Morgan .3
    Größe: 860kBytes
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Big John Morgan #3: Die Kugel entscheidet

Roman

Das Land liegt wie ein breiter Tisch vor Big John Morgan. Er betrachtet es mit den Augen eines Mannes, der schon manchen Streifen Prärie zwischen Yellowstone und Rio Grande gesehen hat. Die blaugrünen Steppengräser, das Bunchgras, die Sagebüsche: das alles kennt er in den verschiedensten Versionen. Auch Barberwood, das kleine Nest, das weiter hinten am Rande der Cottonwoodbäume liegt, unterscheidet sich nur in wenigem von vielen anderen Präriestädten.

John Morgan zieht seinen Tabaksbeutel aus der Brusttasche und dreht mit der Fingerfertigkeit, die lange Gewohnheit mit sich bringt, eine Zigarette. Als er sie anzündet, blickt er kurz zu dem Adler hinauf, der oben seine Kreise am Himmel zieht.

John ist ein Sohn dieser Wildnis. Nicht nur seine verschwitzte Reiterkleidung, sondern auch seine Hände, sein ledernes Gesicht und die Augen verraten es. Es sind zwei Augen, die manches entdecken, was vielen Leuten entgangen wäre. Das blonde Haar des Mannes lugt keck unter dem schwarzen Stetson hervor. Seine breiten und muskulösen Schultern lassen die Kraft ahnen, die in John steckt. Als er so neben seinem schwarzgescheckten Pferd steht, lässt sich die körperliche Größe dieses Mannes erkennen: er ist ein Hüne.

Er geht etwas zur Seite und blickt hinüber zu den Vulkanranges, jenem Bergkamm, der wie eine riesige Falte das Land in zwei Hälften spaltet. Nun wendet er sich wieder dem Ort Barberwood zu, der friedlich inmitten einer grünenden Prärie liegt. Aber John weiß, dass der Ort gar nicht so friedlich ist, wie es den Anschein hat. Das ist der Grund, warum er hierher gekommen ist.

Bei diesen Gedanken tastet er unbewusst über seine beiden Colts, die mattglänzend an seinen Hüften hängen. Er wird sie bald brauchen, das ist für ihn so sicher wie der tägliche Sonnenaufgang. Vor ihm liegt also Barberwood, jene Stadt, in der man seinen Bruder Fred zusammenschoss. Fred wollte dieses Land für eine Siedlergesellschaft erwerben. Er kaufte es von der Bahn, die Eigentümerin des Barberwood Plains war. Und damit wurde auch über das Projekt einer Bahnlinie nach Barberwood der Stab endgültig gebrochen. Aber es erwies sich bald, dass fast alles Land in diesem Distrikt der Bahn gehörte, auch jenes Land, auf dem schon seit Jahrzehnten die beiden großen Ranches stehen. Doch nicht allein das Ranchland gehörte der Bahn, sondern auch das der Siedler und Farmer. Wie es der Brauch bei vielen Westlern zur Pionierzeit gewesen war, hatten sie sich einfach irgendwo festgesetzt, ohne ihren Besitz eintragen zu lassen oder sich darum zu kümmern, ob nicht ein anderer schon darauf Anspruch erhoben hatte.

Jahrzehnte war es so gegangen, aber jetzt erschien ein Mann, der diese Besitzrechte geltend machte. Kein Schriftstück der Welt konnte die bisherigen Bewohner des Landes von der Richtigkeit seiner Angaben überzeugen. Hier ist ein wildes Land, das sich seine Gesetze selbst geformt hat.

Fred Williams ist an diesen Gesetzen zerbrochen. Man hat ihn in eine Falle gelockt und zusammengeschossen. Trotzdem schaffte er noch den Weg bis Joshuatown. Dort nahm ihn der Arzt auf. Und dort fand ihn auch Gloria, Freds Frau. Sie pflegte ihn einige Tage, dann fuhr sie mit der Kutsche bis hinunter nach Tombstone, um Freds Bruder Big John zu Hilfe zu rufen. Und während Fred seiner Genesung entgegensieht, wird Big John wieder auswaschen, was an Schmutz auf den Namen Morgan gefallen ist. Seinen Bruder Fred zu kränken, ist für John das gleiche, als habe man ihn selbst beleidigt. Der Überfall aber schreit nach Rache.

Diese Gedanken ziehen John durch den Kopf, als er den Ort beobachtet. Er muss Freds Arbeit beenden, wenn der Bruder nicht um den Gewinn der ganzen Mühe gebracht werden soll.

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