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Bis ihr sie findet Roman von Lodge, Gytha (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.09.2019
  • Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
eBook (ePUB)

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Bis ihr sie findet

Sechs Freunde. Ein Mörder. Wem vertraust du? 'Ein dunkler, tiefgehender, grandioser Krimi - das flammende Porträt einer Freundschaft und ihres Verrats.' Nicci French Von einer sommerlichen Zeltnacht mit den Freunden ihrer großen Schwester kehrt die vierzehnjährige Aurora nie zurück. Dreißig Jahre später wird ihre Leiche gefunden. In einem Versteck, von dem eigentlich nur die sechs Freunde gewusst haben können. Detective Chief Inspector Jonah Sheens ist fest entschlossen, den Cold Case ein für alle Mal zu lösen. 'Ein Geniestreich! Ein kurvenreicher, messerscharf geschriebener Thriller und zugleich eine zarte Ode über Verlust und Sehnsucht.' A. J. Finn Bis ihr sie findet ist der erste Band der spannenden Krimireihe um Detective Chief Inspector Jonah Sheens und sein Team.

Gytha Lodge ist eine britische Schriftstellerin und mehrfach ausgezeichnete Theaterautorin. Sie studierte Englische Literatur in Cambridge und Kreatives Schreiben an der University of East Anglia. Ihr Krimidebüt Bis ihr sie findet war international ein großer Erfolg und stand in Deutschland viele Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 04.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783455006216
    Verlag: Hoffmann und Campe Verlag
    Serie: Jonah Sheens 1
    Originaltitel: She Lies in Wait
    Größe: 1001 kBytes
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Bis ihr sie findet

1.

Jonah war auf halber Strecke den Blissford Hill hinauf, als das Telefon in der Reißverschlusstasche am Rücken seines Radlertrikots vibrierte. Er überlegte, nicht ranzugehen, doch dann hatte er das Bild seiner Mutter im Krankenhaus vor Augen; direkt gefolgt von dem leicht schwindelerregenden Gedanken, es könnte Michelle sein. Völlig irrational natürlich wie jedes Mal, wenn er das in den letzten acht Monaten gedacht hatte, aber er dachte es trotzdem.

Er unterbrach den zermürbenden Anstieg und bremste mit zusammengebissenen Zähnen. Beim Abspringen stieß er sich das Schienbein an der Pedale und war ziemlich ungehalten, als er das Telefon endlich aus der Tasche gezerrt und auf dem Display die Nummer von Detective Sergeant Lightman erkannt hatte.

»Ben?«, fragte er und hielt das Telefon dann ein Stück vom Mund weg, um sein Keuchen zu kaschieren.

»Tut mir leid, Chief.« In seiner Stimme lag kein Bedauern. In seiner Stimme lag eigentlich nie irgendwas. Michelle hatte ihn immer Barbie genannt. Außergewöhnlich hübsch und gefühllos. Allerdings war er deutlich intelligenter als Barbie. »Ein Anruf von Detective Chief Superintendent Wilkinson. Er möchte, dass Sie Ihren Urlaub verschieben, um einen potenziellen Mord zu untersuchen. »

Jonah ließ den DS warten. Er blickte zu der Hügelkuppe, die im Schatten von Bäumen lag. Der Anstieg wäre eine echte Schinderei, aber genau das wollte er. Seine Beine sehnten sich danach. Als er mit der freien Hand den Rennradlenker packte, spürte er den Schweiß auf der Handfläche. Er hatte das in letzter Zeit viel zu selten getan.

»Sir?«

»Wo?«, fragte er, ohne seine Verärgerung zu verbergen.

»Brinken Wood.«

Wieder entstand ein Schweigen, diesmal jedoch unabsichtlich. Jonah war für einen Moment wirklich sprachlos.

»Frische Überreste?«, fragte er schließlich, obwohl er die Antwort schon zu kennen glaubte.

»Laut dem DCS nicht«, erwiderte der Sergeant, der zu jung war, um es zu verstehen.

Sein Radausflug war beendet, aber Jonah fühlte sich mit einem Mal ohnehin zu alt dafür. Er konnte sich nicht erinnern, sich jemals alt gefühlt zu haben.

»Schicken Sie einen Wagen, der mich in Godshill abholt. Sie sollen die Sporttasche hinter meinem Schreibtisch mitbringen. Und finden Sie jemanden, der mir ein Deo leiht.«

»Ja, Sir«, antwortete Lightman so gemessen wie immer.

Jonah steckte das Telefon wieder in die Tasche seines Funktionsshirts. Der Schweiß auf seiner Haut kühlte schon ab und ließ ihn frösteln. Er sollte sich wieder auf den Weg machen. Bis nach Godshill waren es noch ein paar Kilometer.

Doch er blieb noch eine ganze Minute lang regungslos stehen, bevor er sich endlich in Bewegung setzte und das Mountainbike langsam den Hügel hinaufschob.

 

Hanson hatte es so eilig, aus dem Wagen zu steigen, dass sie mit dem Ärmel ihres teuren neuen Anzugs an der Tür hängen blieb und einen Faden zog. Ihr wurde leicht übel. Eigentlich hatte sie sich die Teile ohnehin nicht leisten können. Sie hatte sie zusammen mit drei anderen Anzügen in ihren ersten beiden Wochen als Detective Constable gekauft, weil sie vorher nur Jeans, Tanktops und Pullover sowie ein paar Kleider zum Ausgehen besessen hatte. Anzüge waren verdammt teuer. Und es tat ihr leid um das Geld, das sie stattdessen für ihr unzuverlässiges Auto hätte ausgeben können. Oder vielleicht sogar für ein Privatleben, das sie irgendwann offenbar komplett vergessen hatte.

Sie strich den Ärmel glatt und fragte sich, ob ihre Mum sich die Stelle vielleicht ansehen könnte, vorausgesetzt, sie würde es in nächster Zeit schaffen, ihre Mutter zu besuchen. Bei Verdacht auf Mord musste sie vielleicht das ganze Wochenende durcharbeiten. Nächtelang nur von Koffein leben, bis sie den Mörder gefunden hatten. Der Gedanke ließ sie lächeln.

Sie betrat das Criminal Investigation Department un

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